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Braunalgenextrakt als neuer therapeutischer Ansatz bei Lungenhochdruck

Forscherteam des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) an der Justus-Liebig-Universität Gießen weist die Wirkung von natürlichem Braunalgenextrakt bei experimentellem Lungenhochdruck nach

Nr. 4 • 14. Januar 2019

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)


Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie, PH) ist eine schwere Krankheit der Lunge und des Herzens – und sie ist nicht heilbar. Zwar können Medikamente das Leiden Betroffener lindern, dennoch nimmt die Erkrankung in der Regel einen fortschreitenden und lebensbedrohlichen Verlauf, sodass letztlich eine Lungentransplantation  erforderlich ist. „Charakteristisch für die pulmonale Hypertonie ist der krankhaft erhöhte Blutdruck im Lungenkreislauf, der zu Atemnot und verminderter körperlicher Leistungsfähigkeit führt“, erklärt der Gießener Lungenforscher Prof. Dr. Ralph Schermuly, Zentrum für Innere Medizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Er forscht mit seinem Team am Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL, Hauptsitz an der JLU) an neuen Therapien gegen Lungenhochdruck. Der unheilvolle Kreislauf bei dieser Krankheit: Damit die Lunge gut durchblutet wird, muss das rechte Herz stark pumpen, was langfristig zu mehr Muskelmasse des rechten Herzens und schließlich zu einer Herzmuskelschwäche führt.

Die Gießener Lungenforscherinnen und -forscher haben nun einen neuen Therapieansatz für Lungenhochdruck entwickelt: In einer im „American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine“ (AJRCCM) erschienenen Studie belegen sie eine Verbesserung der experimentellen pulmonalen Hypertonie durch die Gabe des Braunalgenextraktes Fucoidan. Fucoidane sind sulfatierte Polysaccharide mit einem Fucose-Rückgrat, die hauptsächlich in braunen Meeresalgen vorkommen. In Japan und anderen asiatischen Ländern wird Fucoidan seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel mit antientzündlichen, antitumorösen und die Blutgefäße schützenden Eigenschaften verwendet.

Diese Symptome der pulmonalen Hypertonie wurden im Experiment durch die Gabe von Fucoidan deutlich abgeschwächt und der strukturelle Umbau der Lungengefäße verhindert. Die Wissenschaftlerin Dr. Tatyana Novoyatleva vom Universities of Giessen and Marburg Lung Centre (UGMLC) konnte auch den Wirkmechanismus aufklären: Fucoidan hemmt das für die Immunreaktion wichtige Protein p-Selectin.

Ihren erfolgversprechenden therapeutischen Ansatz verfolgen die Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nun weiter, um einen möglichen Einsatz an unter Lungenhochdruck erkrankten Menschen zu erforschen.

  • Publikation

Novoyatleva T, Kojonazarov B, Owczarek A, Veeroju S, Rai N, Henneke I, Böhm M, Grimminger F, Ghofrani HA, Seeger W, Weissmann N, Schermuly RT. Evidence for Fucoidan-P-selectin Axis as a Therapeutic Target on Hypoxia-induced Pulmonary Hypertension. Am J Respir Crit Care Med. 2018 Dec 17. DOI: 10.1164/rccm.201806-1170OC
https://www.atsjournals.org/doi/10.1164/rccm.201806-1170OC

  • Kontakt


Zentrum für Innere Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen
Biomedizinisches Forschungszentrum Seltersberg (BFS)
Schubertstraße 81, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-42422

Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL e.V.) ist ein Zusammenschluss aus 29 führenden universitären und außeruniversitären Einrichtungen, die sich der Erforschung von Atemwegserkrankungen widmen. Im DZL wird die grundlagen-, krankheits- und patientenorientierte Forschung auf dem Gebiet der Lungenerkrankungen koordiniert und auf internationalem Spitzenniveau durchgeführt, um so die Translation grundlagenwissenschaftlicher Erkenntnisse in neue klinische Konzepte zur Verbesserung der Patientenversorgung zu beschleunigen.

www.dzl.de

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041

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