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Bad Nauheim ist ab sofort Universitätsstandort

Gründungssymposium des Campus Kerckhoff der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und ihres Fachbereichs Medizin – „Partnerschaft, von der beide Seiten nur profitieren können“

Gemeinsame Pressemitteilung der Kerckhoff-Klinik GmbH und der Justus-Liebig-Universität Gießen

 Campus Kerckhoff 1
Bad Nauheim ist jetzt Universitätsstadt - ab sofort auch sichtbar in JLU-blau. Foto: JLU-Pressestelle / Rolf K. Wegst

Campus Kerckhoff 2
Feierliche Enthüllung im neuen Justus-Liebig-Saal des Campus Kerckhoff. Foto: JLU-Pressestelle / Rolf K. Wegst

Bad Nauheim, 11. April 2018. Mit einem Festsymposium ist am Mittwoch in Bad Nauheim der Campus Kerckhoff der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und ihres Fachbereichs Medizin feierlich eröffnet worden. „Die Eröffnung des Campus Kerckhoff der Justus-Liebig-Universität Gießen und ihres Fachbereichs Medizin etabliert die Region Mittelhessen weiter als bedeutenden Medizinstandort. Und sie setzt eine lange Tradition fort: Unter anderem wurde 2013 das Kerckhoff Herzforschungsinstitut mit der Justus-Liebig-Universität gegründet. Ich bin überzeugt, dass der Campus Kerckhoff eine erfolgreiche Kooperation mit der Kerckhoff-Klinik sein wird, die durch die übergreifende Zusammenarbeit zu einer hervorragenden wissenschaftlichen Wertschöpfung führen wird“ , sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein in seiner Festrede. Mit der Einrichtung weiterer Universitätsprofessuren und der Integration des Franz-Groedel-Instituts der Kerckhoff-Klinik wird in Bad Nauheim ein universitäres Herz-, Lungen-, Rheuma- und Gefäßzentrum der JLU geschaffen. Die organisatorische und personelle Verzahnung beider Institutionen wurde mit der feierlichen Enthüllung einer blauen JLU-Stele besiegelt.

„Die Medizinerinnen und Mediziner der JLU fühlen sich überaus wohl an ihrem ‚Zweitwohnsitz‘ Bad Nauheim. Jetzt wird daraus auch offiziell ein echter Campus“, stellte JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee in seinem Grußwort fest. „Dass die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit der Universität Gießen und der Kerckhoff-Klinik mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags im letzten September institutionalisiert wurde, war aus meiner Sicht ein überfälliger Schritt. Es handelt sich um eine Partnerschaft, von der beide Seiten nur profitieren können.“

„Die Kerckhoff-Klinik ist seit Jahren ein international anerkanntes medizinisches Hochleistungszentrum. Aber auch wir haben erkannt, dass die Zeit der ‚Stand-alone-Krankenhäuser‘ vorbei und somit die Integration in universitäre Netzwerkzentren von essentieller Bedeutung ist. Für unsere derzeitigen und zukünftigen Abteilungsdirektorinnen und -direktoren wird die Besetzung universitärer Professuren ein deutlicher Anreiz sein, die Kerckhoff-Klinik als attraktive Arbeitsstätte zu wählen. Wir freuen uns als gesamtes Team, nun Teil der universitären Familie zu sein”, ergänzte Prof. Dr. Ardeschir Ghofrani, ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik und selbst Inhaber einer Professur am Fachbereich Medizin der JLU.
        
„Der Universitätscampus Kerckhoff sichert nicht nur in hervorragender Weise die  Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit der Justus-Liebig-Universität, sondern steht darüber hinaus auch im Sinne unseres Stiftungsgebers William G. Kerckhoff“, so der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Kerckhoff-Klinik Dr. Walter Arnold.

Prof. Dr. Wolfgang Weidner, Dekan des Fachbereichs Medizin, erinnerte an die lange Geschichte der Gießener Verbindungen nach Bad Nauheim, die bereits Ende der 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts in die Gründung des Instituts für physikalische Medizin und Balneologie der Universität Gießen mit Sitz in Bad Nauheim mündete. „Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, in noch größerem Rahmen als bisher von der medizinischen Exzellenz der Kerckhoff-Klinik mit ihren stets aktuellsten Diagnostik- und Therapieverfahren profitieren zu können. Das bedeutet nicht nur einen unschätzbaren Vorteil für unsere Forschungsleistungen, sondern auch die Ausbildung der künftigen Ärztinnen und Ärzte“, betonte Prof. Dr. Wolfgang Weidner, Dekan des Fachbereichs Medizin der JLU.

Über die bereits existierenden Universitätsprofessuren für Kardiologie/Angiologie, Rheumatologie, Pulmonale vaskuläre Medizin und Pneumologische Onkologie und Palliativmedizin hinaus sollen am neuen Campus weitere W3-Professuren eingerichtet werden, die organisatorisch dem Fachbereich Medizin der JLU zugeordnet werden: So stehen zeitnah die Ausschreibungen für die drei Professuren für „Herzchirurgie mit dem Schwerpunkt Erwachsenentransplantation und Herzersatzverfahren“, „Thoraxchirurgie mit dem Schwerpunkt Lungenhochdruck und pulmonale Endarteriektomie“ sowie „Anästhesie/Intensivmedizin mit dem Scherpunkt kardiothorakale Anästhesie und extrakorporale Ersatzverfahren“ an. Der klinische Ansprechpartner für den Fachbereich Medizin ist am Standort Bad Nauheim die Kerckhoff-Klinik.

Die Zusammenarbeit im Bereich Forschung umfasst sowohl grundlagenwissenschaftliche Projekte als auch klinische Studien. Für die Universität Gießen und ihren Fachbereich Medizin bedeutet diese Kooperation eine Erweiterung ihres Forschungs- und Lehrangebotes um Spezialthemen, die insbesondere in Bad Nauheim angeboten werden.

Wie der kaufmännische Geschäftsführer der Klinik, Ulrich Jung, mitteilte, wird zur Ausbildungskoordination der Gießener Medizinstudierenden seitens der Kerckhoff-Klinik ein Lehrbeauftragter benannt sowie unterstützend ein Campus-Sekretariat eingerichtet. Rund 18 Lehrveranstaltungen pro Semester werden auf Grundlage des Curriculums für den klinischen Studienabschnitt durchgeführt; die Kerckhoff-Klinik stellt für die jeweils 20 bis 24 Studierenden der JLU Räume, Forschungsflächen und wissenschaftliches Personal zur Verfügung. Auch Promotions- und Habilitationsmöglichkeiten werden durch die Kooperation erleichtert. Eine deutliche Verbesserung des Weiterbildungsangebots für junge Ärztinnen und Ärzte ist ein weiteres Ziel des Campus Kerckhoff.  

Eine Besonderheit wird die regelmäßige Evaluierung der Leistungen der neuen Bad Nauheimer Professuren in Forschung und Lehre sein – darüber hinaus begleitet ein wissenschaftlicher Beirat die Weiterentwicklung der Kooperation. Die Berufungsverfahren für die neuen W3-Professuren sind vertraglich so geregelt, dass zwei Berufungskommissionen eingesetzt werden, die eine gemeinsame Vorschlagsliste erarbeiten. So wird gewährleistet, dass Aspekte der klinischen Hochleistungsmedizin sowie von Forschung und Lehre gleichmäßig berücksichtigt werden. Die finanzielle Ausstattung für diese Professuren einschließlich der Ausstattung mit Forschungsmitteln erfolgt durch die Kerckhoff-Klinik. Entsprechende Grundlagenforschung erfolgt im Franz-Groedel-Institut der Kerckhoff-Klinik.

 

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041


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