Vortrag von Prof. Dr. Emil Sobottka: "Konservative Christen und die radikale Rechte in Brasilien - Normative Begründungsfiguren gegen Menschenrechte"
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- Vortrag von Prof. Dr. Emil Sobottka: "Konservative Christen und die radikale Rechte in Brasilien - Normative Begründungsfiguren gegen Menschenrechte"
- 2025-01-27T18:00:00+01:00
- 2025-01-27T20:00:00+01:00
27.01.2025 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100)
Margarete-Bieber-Saal (Ludwigstr. 34)
Emil Sobottka, Soziologe und Sozialarbeitswissenschaftler der Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul (Brasilien), spricht zu normativen Begründungsfiguren der „Adversaries of Human Rights“ in Brasilien, und fragt danach, wie konservative Christ:innen in Brasilien ihr Mitwirken an radikal-rechten Bewegungen legitimieren. Anders: Wie begründen Menschen, die sich als „gute“ Christen verstehen, dass sie gemeinsame Sache machen mit Gruppierungen, welche pro Waffengewalt und gegen die Inklusion von Minderheiten sind. Im aktuellen politischen Kontext Brasiliens deuten Konservative/Rechte „Menschenrechtsdiskurse“ als die Verteidigung von „Verbrechern und Streunern“ (Bandidos e Vagabundos) und beziehen sich dabei sowohl auf ethnische Differenzen aus der kolonialen Migrationsgeschichte, adressieren aber auch aktuelle Migrant:innen aus Nachbarländern. Menschenrechte werden in Brasilien zunehmend zum Kristallisationspunkt konträrer politischer Lager und Diskurse.
Die Vortragssprache ist Deutsch; die Diskussion gerne auch mehrsprachig (Portugiesisch, Spanisch, Englisch).
Organisation: Dr. Benjamin Bunk, Luana Sommer, Prof. Dr. Anna Ladilova und Dr. Katharina Müller
Eine Kooperation der Institute für Erziehungswissenschaft und für Romanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, des Forschungsnetzwerks Migration und Menschenrechte (FMM) und der DFG-Forschungsgruppe „Menschenrechtsdiskurse in der Migrationsgesellschaft“ (MeDiMi). Finanziert durch das Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts-, und Rechtswissenschaft (GGS).