Profil MA CuP
Master of Arts "Choreographie und Performance"
Ein Studiengang im Verbund der Hessischen Theaterakademie http://www.hessische-theaterakademie.de/
CuP ist ein internationaler Masterstudiengang am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen (Deutschland), der ein anregendes Umfeld für die Entwicklung künstlerischer Praktiken und Arbeiten im Verhältnis zu gesellschaftspolitischen Entwicklungen und philosophischen Diskursen bietet. Er fördert Austausch, Experiment und Reflexion und betont die Verflechtung von Theorie und Praxis. Als zweijähriger Vollzeitstudiengang in englischer Sprache ermöglicht der MA CuP Studierenden aus vielfältigen Kontexten, sich mit einem erweiterten Begriff von Choreografie und Performance auseinanderzusetzen.
Prof. Dr. Bojana Kunst und Mila Lanz gestalten den Studiengang innerhalb der Angewandten Theaterwissenschaft (ATW) und in Kooperation mit der Hessischen Theaterakademie (HTA).
Studiengang Details
| Studienbeginn | Wintersemester |
|---|---|
| Zulassungsvoraussetzungen | Bestandene Eignungsprüfung |
| Regelstudienzeit | 4 Semester |
| Studienform | Vollzeitstudium |
| Abschluss | Master of Arts (M. A.) |
| Sprache | English |
Künstlerische Eignungsprüfung
Die erforderliche ästhetische Urteilskraft und künstlerische Befähigung für den MA Choreografie und Performance werden im Rahmen einer Eignungsprüfung festgestellt, daher müssen sich Interessierte zunächst vorab für die Eignungsprüfung am Institut für ATW bewerben. Die Eignungsprüfung für den M. A. CuP erfolgt in zwei Schritten, einer Mappe und einer mündlichen Prüfung.
Weitere Informationen unter: Bewerbung M. A. CuP
Zulassungsvorraussetzungen
Formale Zugangsvoraussetzungen für die Zulassung zum MA Choreographie und Performance sind:
- Einschlägiger Bachelorabschluss: B.A. in Angewandter Theaterwissenschaft an der JLU (Mindestnote: gut oder besser) oder B.A. (oder Äquivalent) in einem theaterrelevanten Fach mit Schwerpunkt Tanz und/oder Performance (Mindestnote: gut oder besser).
- Die Bewerbung um Zulassung kann nur von denjenigen eingereicht werden, die die künstlerische Eignungsprüfung bestanden haben (künstlerisches Portfolio, B.A.-Arbeit oder äquivalente wissenschaftliche Arbeit, mündliche Prüfung). ➲ www.uni-giessen.de/fbz/fb05/atw/studium/bewerbung/bewerbungMACUP
- Englischkenntnisse sind zwingend erforderlich; Deutschkenntnisse werden hingegen nicht vorausgeset
Weitere formale Zulassungsvoraussetzung ist die gründliche Kenntnis der englischen Sprache, Deutschkenntnisse sind nicht erforderlich (Näheres regelt die Spezielle Ordnung).
Ausländische Bewerber:innen, die ihren Bachelor im Ausland erworben haben, müssen sich nach der endgültigen Zusage für den Studienplatz über die Plattform uni-assist registrieren: https://www.uni-assist.de/. Weitere Informationen erhalten Sie im Falle einer erfolgreich abgelegten künstlerischen Eignungsprüfung.
Manual for International Students
Im Folgenden Manual for International Students finden sich alle wichtigen Informationen für internationale Studierende zu Themen wie Visa, Unterkunft, Krankenversicherung etc.
Der internationale Masterstudiengang Choreographie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen wird zusammen mit der Abteilung für zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main angeboten. Die Studierenden können aus einem breitgefächerten praktischen und theoretischen Lehrangebot aus den Bereichen Choreographie und Performance, Tanz- und Theaterwissenschaft wählen. Mit dem Wintersemester 2012/13 übernimmt Frau Prof. Dr. Bojana Kunst die Professur für Choreographie und Performance. Dank ihrer umfangreichen Forschungs- und Lehrerfahrung, sowie ihrer international Tätigkeit als Dramaturgin und Theoretikerin im Bereich der szenischen und bildenden Künste, wird sie der praktisch-theoretischen Ausrichtung des Studiengangs auf besondere Art und Weise gerecht.
Das Studium verbindet körper- und praxisorientierte Herangehensweisen mit einem kritisch-reflektierenden Zugang zu Tanz und Performance. Der Blick der Studierenden wird für ein erweitertes Verständnis von Choreographie geschult. Körperliche Ausdrucksmittel wie Tanz und Bewegung werden nicht nur als künstlerisches Mittel erprobt und reflektiert, sondern auch bezüglich ihre Relevanz für gegenwärtige ästhetische, gesellschaftliche und politische Kontexte diskutiert. In diesem Sinne werden Choreographie, Tanz und Performance als körperbezogene Praxen begriffen, die zutiefst mit reflektierendem Denken und kritischer Auseinandersetzung verbunden sind. Um den Studierenden zu einer eigenständigen Positionierung ihrer Arbeitsweise im Kontext gegenwärtiger Kunstproduktion zu verhelfen, wird der Beschäftigung mit zeitgenössischer internationaler Tanz- und Performancekunst und ihren Arbeits- und Produktionsweisen besonderes Augenmerk geschenkt.
Das Seminarangebot des Masterstudiengangs setzt sich aus Veranstaltungen des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und anderer Partnern der Hessischen Theaterakademie zusammen. Ein wichtiger Teil des Masterprograms dreht sich um die praktische Arbeit der Studierenden. Durch ein breites Lehrangebot an szenischen Projekten, praktischen Kursen, Körpertraining, Dramaturgie und Mentoring Kursen werden Methoden und Techniken für das eigenständige künstlerische Arbeiten vermittelt. GastprofessorInnen und Lehrbeauftragte aus dem Feld zeitgenössischer Kunstproduktion ermöglichen den Studierenden die Auseinandersetzung mit relevanten Diskursen und Positionen. Es bestehen zahlreiche Kooperationen mit Kultureinrichtungen in der Region, wie zum Beispiel mit dem Tanzlabor 21, dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Frankfurt LAB, so dass die Studierenden leicht Möglichkeiten für die professionelle Realisierung ihrer Projekte finden.
Studienverlauf
Der Master-Studiengang ist so konzipiert, dass er tanzwissenschaftliche, tanzpraktische und theaterwissenschaftliche Inhalte erweitert, vertieft und in Seminaren sowohl theoretisch reflektiert als auch in praktischen Kursen, szenischen Projekten und eigenen Arbeiten künstlerisch-praktisch erprobt. Das Studium wird mit dem erfolgreichen Abschluss aller Module beendet, die Thesis besteht aus einer eigenen künstlerisch-praktischen Arbeit.
Folgende Module werden in dem zweijährigen Master-Studium Choreographie und Performance (gesamt 120 CP) absolviert:
- Geschichte und Theorie des Tanzes
- Zeitgenössische Ästhetik und Performance
- Choreografie / Künstlerische Praxis
- Bewegungsforschung
- Interdisziplinäre Aspekte: Bildende Kunst, Film und Neue Medien
- Spezialisierungsmodul
- Körperinszenierung
- Forschungsmodul
- Praktikum
- Masterarbeit
Nach dem Studium
Viele Absolvent:innen streben eine Laufbahn als freischaffende Künstler:innen oder Choreograf:innen an – häufig in kollektiven oder teambasierten Arbeitsformen, wie sie auch der kollaborativen Kultur des M.A. Choreography and Performance entsprechen.
Darüber hinaus sind sie in Bereichen wie Tanz, Dramaturgie, Presse- und Medienarbeit, Forschung und Lehre, kultureller Bildung, Festivalorganisation und Kulturmanagement tätig. Zusätzliche Berufsfelder eröffnen sich im Rahmen von Tanz in Schulen und Community Dance.
