Demokratie als Fundament von Forschung und Lehre
Justus-Liebig-Universität Gießen steht für die Wissenschaftsfreiheit ein
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Gemeinsames Positionspapier von Wissenschaft und Wirtschaft vor den anstehenden Landtagswahlen
- Gemeinsames Positionspapier von Wissenschaft und Wirtschaft vor den anstehenden Landtagswahlen
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2. September 2026
Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) schließt sich einem gemeinsamen Positionspapier von 23 führenden Wissenschaftsorganisationen – unter anderem die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – und Spitzenverbänden der Wirtschaft an. Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen setzen sie sich mit Nachdruck dafür ein, die Freiheit der Wissenschaft zu schützen und zu stärken.
Dazu haben sie zentrale Empfehlungen formuliert und in einem Positionspapier erläutert. Kerngedanke ist, dass eine exzellente Wissenschaftslandschaft und starke, innovative Unternehmen Grundpfeiler für Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität Deutschlands sind. Forschung, Entwicklung und deren industrielle Umsetzung sind entscheidend, um die Innovationskraft unseres Landes zu sichern und weiter auszubauen.
Gleichzeitig sehen sich unsere offene Gesellschaft und ihre Institutionen zunehmend unter Druck: Wissenschafts- und demokratiefeindliche Kräfte versuchen, Forschungsergebnisse zu delegitimieren, Themen einzugrenzen oder ideologisch zu beeinflussen. Dies gefährdet nicht nur die Freiheit der Wissenschaft, sondern auch die Resilienz unserer demokratischen Gesellschaft, die Innovationsfähigkeit unserer Wirtschaft und damit die Zukunft Deutschlands.
Zum Positionspapier "Freie Wissenschaft - Erfolgreiche Wirtschaft - Starkes Deutschland" (PDF)
- Klares Zeichen für Freiheit, Demokratie und Toleranz
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Der Welt das echte und bunte Gießen zeigen
29. Oktober 2025Hochschulen sind laut Gesetz der Pflege und Entwicklung der Wissenschaften und Künste sowie der Verwirklichung des Rechts auf Bildung durch Forschung, künstlerisches Schaffen, Lehre, Studium und Weiterbildung in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat verpflichtet. Dieser Rechtsstaat ist damit die unverzichtbare Basis für die Arbeit der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Forschung, Lehre und Transfer. Auch das Studierendenwerk Gießen steht als Teil der akademischen Gemeinschaft auf rechtsstaatlicher Grundlage und trägt durch seine sozialen und unterstützenden Angebote zur Verwirklichung von Chancengleichheit sowie zum Zusammenleben in einer vielfältigen und demokratischen Gesellschaft bei.
Wir sehen mit Sorge, dass unsere tolerante und weltoffene Universitätsstadt Ende November Schauplatz für die Neugründung einer Partei-Jugendorganisation sein wird, deren Vorgängerorganisation als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wurde, was zu ihrer Selbstauflösung führte.
Gießen hat sich dieses Ereignis nicht ausgesucht. In unserem Rechtsstaat kann diese Veranstaltung in dessen Grenzen stattfinden. Demokratie kann anstrengend sein, und was sie uns im Sinne der Freiheit immer wieder abverlangt, zeigt sich gerade in solchen Momenten.
Wir haben am letzten Novemberwochenende aber die Gelegenheit, der Welt das echte und bunte Gießen zu zeigen. Wir ermutigen daher die Studierenden und Beschäftigten von JLU, THM und Studierendenwerk sowie alle Gießenerinnen und Gießener, an diesen Tagen ein friedliches Zeichen zu setzen für Freiheit, Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.