Hessischer Hochschulpakt
Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Hochschulpakt 2026-2031, den Auswirkungen auf die JLU und Antworten auf häufig gestellte Fragen.
- Einleitung
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16. Juni 2026
Ein knappes Jahr nach der Unterzeichnung des Hochschulpakts 2026-2031 lässt sich festhalten: Die JLU ist im Zeitplan – und sie gestaltet ihre Zukunft aktiv.
Intensive Arbeit an der Zukunft der JLU
In den vergangenen Monaten hat das Präsidium gemeinsam mit allen Fachbereichen und weiten Teilen der Präsidialverwaltung intensiv an der Zukunft der JLU gearbeitet, Herausforderungen analysiert und erste Zukunftskonzepte entwickelt. Diese orientieren sich an den strategischen Leitplanken der Universität: einem flexiblen Fächerprofil, erfolgreichen Studienangeboten, sichtbarer Spitzenforschung sowie interner und externer Kooperation.
Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nun beginnt die Phase der Konsolidierung: Bis Herbst 2026 werden die Konzepte zusammengeführt, übergeordnet abgestimmt und in die mittelfristige Planung integriert. Das Ziel ist eine JLU, die wissenschaftlich stark, finanziell tragfähig und langfristig handlungsfähig bleibt.
Fachliche Breite bleibt erhalten
Auch finanziell liegt die JLU im Korridor ihrer Planungen; die jüngsten Tarifabschlüsse bewegen sich im erwarteten Rahmen. Die erforderlichen jährlichen Einsparungen von rund 25 Millionen Euro bleiben erreichbar; nach heutigem Stand, ohne ganze Bereiche der Universität aufgeben zu müssen. Die fachliche Breite, eine besondere Stärke der JLU, bleibt damit erhalten.
Zugleich ist der Umbau in der gesamten Universität spürbar. Bereits heute wurden mehr als 100 Vollzeitäquivalente abgebaut; Aufgaben, Prozesse und Strukturen verändern sich, und manches wird künftig nicht mehr möglich sein.
Dass die JLU diesen Weg so gehen kann, verdankt sie dem Engagement ihrer Mitglieder und Angehörigen: In Fachbereichen, Verwaltung, Services und Infrastruktur leisten Mitarbeitende und Führungskräfte täglich ihren Beitrag dazu, die Universität zugleich zu konsolidieren und weiterzuentwickeln. Dafür bedankt sich das Präsidium ausdrücklich.
Veränderungen dieser Größenordnung brauchen Zeit, sorgfältige Abstimmung und tragfähige Entscheidungen. Das Ziel ist eine JLU, die auch in einem schwieriger werdenden Umfeld wissenschaftlich sichtbar, strategisch fokussiert und zukunftsfähig aufgestellt ist.
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FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Hochschulpakt 2026-2031 und seinen Auswirkungen auf die JLU
Die Universität steht vor einem jährlichen Defizit von ca. 25 Millionen Euro, das sich aus Änderungen der Budgetierung des Landes im neuen hessischen Hochschulpakt 2026-2031 ergibt. Um die finanzielle Stabilität und die Strategie- und Handlungsfähigkeit zu sichern , sind kurzfristige Einsparungen und nachhaltige Strukturanpassungen notwendig. Diese beinhalten unter anderem einen Abbau von ca. 10 Prozent des Personals, da insbesondere Tarifsteigerungen und steigende Sachkosten während der Laufzeit des Hessischen Hochschulpakts 2026-2031 nicht bzw. nicht mehr vollständig vom Land kompensiert werden.
Implikationen aus dem Hochschulpakt 2026-2031 im Detail:
- Dauerhafte Eckwerteabsenkung des Hochschulbudgets für alle Hochschulen ab 2026 um 30 Millionen Euro
- Tarifsteigerungen werden nicht ausgeglichen: Kein Ausgleich der Nachwirkung der Tarifsteigerung 2025 im Jahr 2026 und keine Kompensation der Kosten der Tarifsteigerung im Jahr 2026. Ab 2028 werden die Tarifsteigerungen aus dem Vorjahr (teilweise) ausgeglichen.
- Ca. 25 Prozent des Gesamtbudgets auf Landesebene wird künftig über Leistungsindikatoren verteilt (Drittmitteleinnahmen, abgeschlossene Promotionen, Absolventinnen und Absolventen, Berufungen von Frauen, Promotionen von Frauen in MINT-Fächern, Abschlüsse von internationalen Studierenden). Die vorgenannten Leistungsparameter gewinnen, ebenso wie die Anzahl der Studierenden, zunehmend an Bedeutung, weil damit zu rechnen ist, dass sie als Grundlage für den ab 2032 geltenden Hochschulpakt herangezogen werden.
Finanzielle Ausgangslage der JLU mit deutlich reduzierten finanziellen Handlungsspielräumen:
- Hohe Tarifsteigerungen im Jahr 2025 und Nachwirkungen dieser Steigerung im Jahr 2026
- Starker Rücklagenabbau an der JLU erfolgt
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Weiterhin hoher Sanierungsbedarf der Infrastruktur
Um die Handlungs- und Strategiefähigkeit der JLU kurz- und langfristig zu sichern, sind ein strategischer Personalabbau und die Reduzierung von Infrastrukturkosten notwendig.
04.11.2025
Die Sparmaßnahmen sind hart, aber sie bieten auch die Chance, die JLU resilient und zukunftssicher aufzustellen.
Das Präsidium hat fünf Leitplanken entwickelt, die als Hilfestellung für künftige Entscheidungen dienen, beispielsweise bei der Berufungsplanung der Fachbereiche:
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Flexibles Fächerprofil:
Besonderer Fokus auf die gezielte Weiterentwicklung und Anpassung des breiten JLU-Fächerspektrums sowie bestehender Studienangebote und Forschungsschwerpunkte
Flexibles und vielseitiges Studium - Erfolgreiche Studienangebote: Besonderer Fokus auf nachgefragte Studienangebote und nachweisbaren Studienerfolg
- Sichtbare Spitzenforschung: Besonderer Fokus auf national und international herausragende (Drittmittel-)Forschung
- Interne Kooperation: Besonderer Fokus auf fach- und fachbereichsübergreifende Kooperationen
- Externe Kooperation: Besonderer Fokus auf zielorientierte Kooperationen mit externen Partnern
04.11.2025
Um die Liquidität zu sichern, hat das Präsidium Rücklagen in die Zentrale überführt und ein allgemeines Stellenmoratorium verhängt. Diese Stellensperre bleibt bis Ende 2026 bestehen, ausgenommen gut begründete Ausnahmen.
Selbstverständlich sollen die kurzfristigen Maßnahmen so schnell wie möglich durch eine tragfähige Zukunftsplanung abgelöst werden. Dazu steht das Präsidium mit den Fachbereichen und Zentren in einem engen Austausch.
04.11.2025
Nein, es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
17.07.2025
Die Einsparungen betreffen alle Einrichtungen der JLU inklusive der Verwaltung. Auch wenn die Hoffnung auf schnelle Lösungen und einfache Antworten nachvollziehbar ist: Die JLU ist eine komplexe und sehr vielfältige Organisation, die eine sorgfältigen und gründlichen Umgang mit den Herausforderungen verdient hat.
Die JLU-Mitglieder können sich darauf verlassen, dass das Präsidium und die Fachbereiche sich alles sehr genau anschauen und differenzierte Entscheidungen treffen werden.
04.11.2025
Ein dauerhafter Personalabbau von rund zehn Prozent des landesmittelfinanzierten Personals ist ein politisches Ziel der Landesregierung und betrifft auch die JLU. Daher ergreift die JLU kurzfristig eine Reihe von Sparmaßnahmen, wie z.B. ein Stellenmoratorium. Langfristig soll ein strategisches Zukunftskonzept erarbeitet werden.
17.07.2025
Für alle Einrichtungen der JLU gilt ab sofort – zunächst bis Ende 2026 – ein vorübergehendes Stellenmoratorium . Dies bedeutet, dass im Sinne einer temporären Stellensperre alle Entscheidungen ausgesetzt werden. Zukünftige Aufgaben und Dienstleistungen und somit Planungen über Stellenstrukturen und Stellenfreigaben werden grundsätzlich neu überdacht.
Neue Stellen oder durch Austritte freiwerdende Stellen können während des Stellenmoratoriums grundsätzlich nicht freigegeben oder nachbesetzt werden.
Von diesem Stellenmoratorium sind ausgenommen :
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Vertragsverlängerungen von aktuell
befristet
besetzten Stellen zur
wissenschaftlichen Qualifizierung
.
a) im Zuge der an der JLU praktizierten Verlängerungsoptionen nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG), beispielsweise im Rahmen der sogenannten 3+2+1 bzw. 3+3 Regelungen.
b) im Rahmen der sogenannten familienpolitischen Komponente und weiterer Verlängerungsmöglichkeiten nach WissZeitVG.
c) im Rahmen des Corona-Verlängerungsjahres .
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Stellen, die im Rahmen von
Berufungs- und Bleibeverhandlungen
innerhalb der gesetzlichen Bindungsfrist von fünf Jahren zugesagt wurden.
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aus
Drittmitteln
finanzierte Stellen.
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Vertretungsstellen
für Mutterschutz- und Elternzeiten, Arbeitszeitreduzierungen aus familiären Gründen, Krankheit, Sonderurlaub etc. können im Umfang von 50 Prozent des freigewordenen Stellenanteils eingerichtet werden.
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Über weitere Ausnahmen im gut zu begründenden Einzelfall entscheiden die Personalbudgetverantwortlichen (Dekanate für die Fachbereiche, Präsidium für die zentralen Bereiche), soweit diese Ausnahmen zur Abwehr sicherheitsrelevanter, rechtlicher oder finanzieller Gefahren oder zur Aufrechterhaltung des zwingend notwendigen Dienstbetriebs (etwa zur Sicherstellung der Lehre) unabdingbar sind und anderweitige organisatorische Kompensationsmaßnahmen nicht ergriffen werden können.
21.07.2025
Das Präsidium arbeitet eng mit den Fachbereichen und Zentren zusammen, um die JLU fit für die Zukunft zu machen.
Auch alle anderen Mitglieder der Universität sind dazu aufgerufen, Ideen und Vorschläge in diesen Prozess einzubringen – gern direkt an die Präsidentin unter praesidentin .
04.11.2025
Für die seit Jahren – trotz intensiver Bemühungen des Fachbereichs – unbesetzte Professur ist auch im kommenden Sommersemester eine Professurvertretung vorgesehen. Damit bleibt die Lehre abgesichert wie in den vergangenen Jahren, das Studienangebot passt sich – wie in jedem Semester – an, und die Studierbarkeit bleibt gewährleistet. Der Fachbereich hatte die Vertretung regulär beantragt; mittlerweile hat das Präsidium eine positive Entscheidung getroffen.
Ob mit einer Professurvertretung oder alternativ mit zusätzlichen Lehrbeauftragten: In jedem Fall bietet die JLU die für das Studium erforderlichen Lehrveranstaltungen so an, dass ein regulärer Studienverlauf in der vorgesehen Regelstudienzeit möglich ist. Die aktuelle Situation führt weder zu einer Einschränkung der Studierbarkeit noch zu einer Aufgabe der Musikpädagogik.
Es bleibt festzuhalten, dass neben den Schwierigkeiten, die Professur wieder zu besetzen, der Musikbereich deutschlandweit von sinkenden Studierendenzahlen betroffen ist. Es versteht sich von selbst, dass die JLU unter diesen Vorzeichen den Bereich inhaltlich und strukturell weiterentwickeln wird, um ihn zukunftsfähig aufzustellen – insbesondere unter den Bedingungen des Hochschulpakts. Hierbei handelt es sich um mittel- bis langfristige Planungen ohne unmittelbare Auswirkungen auf die aktuellen Studierenden.
Bei konkreten Fragen zu Lehrveranstaltungen kann die Studienfachberatung im Fachbereich 03 weiterhelfen – oder auch das Studiendekanat. Gern können Studierende sich auch direkt an das Präsidium wenden unter praesidentin
20.01.2026
Die Lehr- und Versuchsstation Oberer Hardthof der JLU bleibt erhalten. Es ist lediglich geplant, die Rinderherde am Oberen Hardthof aufzugeben, die derzeit 32 Milchkühe umfasst. Die praktische veterinärmedizinische Ausbildung für die Studierenden steht nicht zur Disposition: Für die Ausbildung wird in Zukunft die Rinderherde auf dem Gladbacherhof der JLU genutzt; zusätzlich besteht auch die Möglichkeit von Kooperationen mit landwirtschaftlichen Betrieben in der Region.
20.01.2026
Vor dem Hintergrund der aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen hat das Präsidium entschieden, die Professur für Turkologie nicht nachzubesetzen. Die Entscheidung orientiert sich wie alle Maßnahmen an den Stärken der JLU, die es zu erhalten gilt: Flexibles Fächerprofil, erfolgreiche Studienangebote, sichtbare Spitzenforschung sowie interne und externe Kooperationen. Diese Leitplanken waren für das Präsidium und den Fachbereich auch bei der Entscheidung über die Zukunft der Turkologie maßgeblich. Die JLU wird selbstverständlich – dazu ist sie auch gesetzlich verpflichtet – sicherstellen, dass die immatrikulierten Studierenden ihr Studium ordnungsgemäß in Gießen fortsetzen und abschließen können.
16.06.2026
- Weitere Informationen finden JLU-Angehörige unter nachfolgendem Link:
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Detailliertere Antworten zu den Budgets der Fachbereiche finden JLU-Beschäftige unter nachfolgendem Link:
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