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Verleihung der Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Veterinärmedizin an Prof. Thomas C. Mettenleiter

Direktor des Friedrich-Loeffler-Instituts im Rahmen der Promotionsfeier geehrt

Nr. 113 • 22. Juli 2022

Verleihung der Ehrenpromotion an Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter (links) durch den Dekan des Fachbereichs Veterinärmedizin der JLU, Prof. Dr. Dr. Stefan Arnhold (rechts). Foto: Christof Braun

Der Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter, dem Präsidenten des Friedrich-Loeffler-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, FLI), die Ehrenpromotion verliehen. Er erhielt die Auszeichnung im Rahmen der Promotionsfeier in Gießen für seine Verdienste um das so genannte One-Health-Konzept. Demnach ist die menschliche Gesundheit mit der Gesundheit der Tiere und der Umwelt unmittelbar verbunden.

Prof. Mettenleiter beschäftigte sich zu Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere mit der Molekularbiologie von ausschließlich veterinärmedizinisch relevanten viralen Erregern. Seine Studien zu Pathogenese und Virulenz von Herpesviren sowie zur molekularbiologischen Analyse kritischer Proteinfunktionen beim Viruseintritt in die Zielzelle, haben das Wissen um die Herpesviren wesentlich erweitert und den Grundstein für die Entwicklung moderner Impfstoffe zum Einsatz bei Tieren gelegt. Diese Studien wurden 2017 mit dem erstmals und bisher einmalig verliehenen „Veterinary Herpesvirus Award“ der Europäischen Gesellschaft für Veterinärvirologie sowie dem Martin-Lerche Forschungspreis der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft geehrt.

Im Jahr 1996 übernahm Prof. Mettenleiter die Leitung des heutigen Friedrich-Loeffler-Instituts und entwickelte es mit Mitteln des Bundes zu einer international führenden Forschungsinstitution. Bei seinem Engagement für das One-Health-Konzept liegt ihm als Biologe besonders die Einbeziehung von Umweltfaktoren – zusätzlich zur „One Medicine“ aus Veterinär- und Humanmedizin – am Herzen.

Auf seine Initiative hin wurde am FLI ein neues Fachinstitut mit dem Schwerpunkt „Internationale Tiergesundheit/One Health“ geschaffen, das im April 2021 seine Arbeit aufgenommen hat. Die Besetzung der Leitung des Instituts erfolgt in einem gemeinsamen Berufungsverfahren mit der Justus-Liebig-Universität Gießen.

 

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