Hotline für besorgte Bürger – Lesung mit Ali Can
Lehramtsstudent Ali Can stellt am 17. Oktober 2017 in der Aula sein politisches Projekt und gleichnamiges Buch vor – Gemeinsame Veranstaltung des Literarischen Zentrums und der Justus-Liebig-Universität Gießen
Nr. 187 • 12. Oktober 2017 
JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee wird die Veranstaltung eröffnen. LZG-Vorsitzender Prof. Dr. Sascha Feuchert, der an der JLU die Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftungsprofessur für Neuere Deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur und ihre Didaktik innehat, wird die Jubiläumsveranstaltung moderieren: Es handelt sich zugleich um die 300. Lesung des LZG, bei dem das politisch und gesellschaftlich so wichtige Thema Integration im Fokus steht. Auch Dietlind Grabe-Bolz, Oberbürgermeisterin der Universitätsstadt Gießen, wird anlässlich des LZG-Jubiläums ein Grußwort sprechen.
In seinem am 25. August 2017 erschienen Buch verarbeitet Ali Can zahlreiche Erfahrungen aus dem Hotline-Projekt. Er zeigt, wie Integration gelingen kann, und stellt klare Forderungen an Politik und Gesellschaft. „Ein ehrliches Buch über weit verbreitete Vorurteile, aber auch die Wertschätzung, die wir Andersdenkenden entgegenbringen müssen“, betont Prof. Feuchert.
Ali Can ist der älteste Sohn einer immigrierten Familie aus der Türkei. Er ist 1993 in Pazarcik, Provinz Kahramanmaras, geboren. Er kam 1995 als Kleinkind mit seiner Familie nach Deutschland, war selbst Asylsuchender und studiert heute an der JLU. Er engagiert sich für diverse Hilfsorganisationen und gibt seit mehr als einem Jahr Workshops für den Umgang mit kultureller Vielfalt. Durch seine „Friedensreise“ in Deutschland und seine „Hotline für besorgte Bürger“ bekam er europaweit mediale Aufmerksamkeit und setzte wichtige Akzente im deutschen Integrationsdiskurs.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
- Termin
Lesung mit Ali Can am 17. Oktober 2017
Veranstaltungsort: Aula, Universitätshauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
Weitere Informationen
interkulturell-leben.de/hotline-fuer-besorgte-buerger/
- Kontakt
Prof. Dr. Sascha Feuchert
Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur
Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen
Otto-Behaghel-Straße 10 B / 1
35394 Gießen
Telefon: 0641 99 29093
Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041