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Hörsaal vorsorglich geschlossen

Dach undicht – Statische Untersuchung soll Schäden am Tragwerk ausschließen

Nr. 199 • 22. Dezember 2023

Der historische Hörsaal in der Ludwigstraße 21 wurde vorsorglich gesperrt. Foto: Christine Wysotzki 
Der historische Hörsaal in der Ludwigstraße 21 wurde vorsorglich gesperrt. Foto: Christine Wysotzki 

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat am Donnerstag einen historischen Hörsaal in der Ludwigstraße 21 vorsorglich geschlossen. Es handelt sich um einen kleineren Hörsaal mit 124 Sitzplätzen, der vor allem vom Fachbereich 09 – Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement genutzt wird. Der Hörsaal wird voraussichtlich bis zum Ende der Vorlesungszeit des Wintersemesters nicht mehr nutzbar sein. Zuvor war aufgefallen, dass das Dach über der Hörsaaldecke an mehreren Stellen undicht war. Um auszuschließen, dass das Regenwasser das Tragwerk beschädigt hat, wird die JLU die Deckenkonstruktion zusätzlich zu den bereits veranlassten Dachdeckerarbeiten statisch untersuchen zu lassen. Bis zum Abschluss der Überprüfung bleibt der Hörsaal gesperrt. 

Der Fachbereich wurde bereits informiert und um die Verlegung seiner Lehrveranstaltungen gebeten. Das Gebäude in direkter Nachbarschaft zum Hauptgebäude der JLU wurde im Jahr 1895 erbaut. Im Jahr 2017 wurde der historische Hörsaal zuletzt renoviert, wobei neben einem neuen Anstrich ein zweiter Fluchtweg geschaffen wurde. 

Vor dem Hintergrund eines Vorfalls in Marburg, bei dem die Decke eines Hörsaals abgestürzt war, führt die JLU derzeit zusätzliche Begehungen durch. Es werden dabei insbesondere Räume in den Blick genommen, die aus einer ähnlichen Bauzeit stammen wie der in Marburg eingestürzte Hörsaal bzw. ähnliche Konstruktionen aufweisen. Bei dem nun gesperrten Hörsaal gibt es keine Parallelen zu dem Marburger Gebäude. 

 

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