Tagung "Geschlechterkulturen und Krieg" 14. und 15. November 2024
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- Tagung "Geschlechterkulturen und Krieg" 14. und 15. November 2024
- 2024-11-14T13:00:00+01:00
- 2024-11-14T21:00:00+01:00
14.11.2024 von 13:00 bis 21:00 (Europe/Berlin / UTC100)
Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34

Kulturelle Artefakte und Medien wie Filme, Fotografien, literarische Werke, Malerei und Graphic Novels, Theaterinszenierungen oder Ausstellungen weisen ebenso wie Egodokumente daraufhin, dass Krieg von jeher die kulturelle Verfasstheit von Geschlechterbeziehungen herausgefordert hat. Im Vorfeld, während und nach Kriegen werden Geschlechterordnungen zugleich aufgebrochen und gefestigt. Möglichkeiten und Räume geschlechtsbezogener Veränderungen öffnen oder schließen sich, auch wenn dies angesichts von Verwüstungen sowie politischen, ökonomischen u.a. Umwälzungen zunächst weniger sichtbar scheint (vgl. Hagemann/Schüler-Springorum 2002). Mediale und kulturelle Deutungen von Geschlecht im Zusammenhang mit kriegerischen Auseinandersetzungen spielen dabei eine zentrale Rolle, so unsere These. Die weitreichenden Implikationen von Krieg auf Geschlechterkulturen sollen daher im Zentrum der geplanten Tagung stehen, wobei historische Fallbeispiele dazu dienen sollen, Zeitdiagnosen des Verhältnisses von Geschlechterkulturen und Krieg vorzunehmen. Die Auswirkungen von Krieg und Militär(dienst) auf die Pluralität geschlechtlicher Identitäten, Geschlechterverhältnisse und -ordnungen sowie Konstruktionen von Männlichkeiten, Weiblichkeiten und Queerness sollen, auch in intersektionaler Perspektive, anhand von kulturellen Artefakten und Medien untersucht und diskutiert werden. Nicht zuletzt soll gefragt werden, wie geschlechtersensible und -plurale Erinnerungskultur gestaltet werden kann.
Organisatorinnen der Tagung
Dr. Jutta Hergenhan, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Center for Diversity, Media, and Law, vormals: Zentrums für Medien und Interaktivität, der Justus-Liebig-Universität Gießen, Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Gender Studies.
Jana Keidel (Erstes und Zweites Staatsexamen), Wissenschaftliche Mitarbeiterin (DFG-gefördert) am Institut für Romanistik im Bereich Französische Literatur- und Kulturwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen, Forschungsschwerpunkte: u.a. Kriegslyrik und Gender Studies.
Tagungsprogramm
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Donnerstag, 14. November 2024 |
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Ab 13:30 |
Anreise |
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14:00 |
Jutta Hergenhan & Jana Keidel, Justus-Liebig-Universität Gießen Begrüßung und Einführung |
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Panel I Literarisch-mediale Thematisierungen von Geschlecht und Krieg Moderation: Greta Olson, Justus-Liebig-Universität Gießen |
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15:00 |
Hannah Potthoff, Technische Universität Chemnitz Frauen, Krieg und Literatur im Hochmittelalter |
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15:30 |
Loredana Columbo & Selina Seibel, Universität Stuttgart Von Helmen und Haaren – Crossdressing während des Ersten Weltkriegs in französischen und italienischen Karikaturen und Comics |
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16:00 |
Sophia Mehrbrey, Universität Heidelberg Weibliche Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts |
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16:30 |
Nico Stab, Universität Mannheim Weibliche Agency, Männlichkeit und Othering in der Auseinandersetzung mit Nahost-Kriegen: Incendies von Wajdi Mouawad (2003) und Denis Villeneuve (2011) |
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17:00 |
Diskussion |
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17:45 |
Pause |
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18:00 |
Keynote: Bipolar, eindeutig, aufgelöst oder ambivalent? Geschlechterordnungen zwischen Friedensidyllen und War Porn Claudia Kemper, LWL - Institut für westfälische Regionalgeschichte, Münster |
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20:00 |
Gemeinsames Abendessen |
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Freitag, 15. November 2024 |
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Ab 9:30 |
Kaffee |
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9:45 |
Anke Fischer-Kattner, Universität der Bundeswehr München Grußwort Forschungsverbund "Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität" |
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Panel II Erinnerungskulturen und Geschlecht Moderation: Henning Tauche, Justus-Liebig-Universität Gießen |
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10:00 |
Lea Hensch, Freie Universität Berlin Der vergessene Aktivismus von Frauen im Kosovo in den 1990er-Jahren – Nation, Gedächtnis und Geschlecht |
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10:30 |
Diskussion |
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11:00 |
Kaffeepause |
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Panel III Wandel von Geschlechterkulturen durch Kriegswirtschaft? Moderation: Anke Fischer-Kattner, Universität der Bundeswehr München |
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11:15 |
Anna Horstmann, Universität Bielefeld Das Geschlecht der Kriegsindustrie. Weibliche Arbeitskräfte an der deutschen Heimatfront im Ersten und Zweiten Weltkrieg |
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11:45 |
Diskussion |
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12:15 |
Gemeinsames Mittagessen |
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Panel IV Umkämpft: Konstruktionen von Männlichkeit und Queerness im Krieg Moderation: Tarek Shukrallah, Justus-Liebig-Universität Gießen |
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13:30 |
Helena Pirttisaari-Sundström, Universität Helsinki Visuelle Darstellung von Heldentum und Männlichkeit in den Fotografien finnischer Grenztruppen während des Fortsetzungskrieges (1941–1944) |
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14:00 |
Robin Schmitz, Universität Marburg „Warum jetzt mit dem Männerbild kommen?“ – Männlichkeitskonstruktion(en) in der deutschen Medienberichterstattung über den Krieg gegen die Ukraine |
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14:30 |
Bastian Sebastiani-Lassiter, Justus-Liebig-Universität Gießen Identität zwischen Versicherheitlichung und Geopolitisierung: Die ambivalente Rolle queerer Personen im Russland-Ukraine-Krieg |
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15:00 |
Diskussion |
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16:00 |
Ende der Tagung |