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Prof. Dr. Ullrich (Münster): Perspektivwechsel: Potentiale einer tiersensiblen Kunst und Kunstgeschichte

Vortragsreihe des Instituts für Kunstgeschichte der JLU TIER - MENSCH - KUNST Gastvortrag von Prof. Dr. Jessica Ullrich (Münster): Perspektivwechsel: Potentiale einer tiersensiblen Kunst und Kunstgeschichte Perspektivwechsel: Potentiale einer tiersensiblen Kunst und Kunstgeschichte

Wann

19.01.2023 von 18:15 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100)

Wo

Justus-Liebig-Universität Gießen, Philosophikum I, Seminargebäude II, Alter Steinbacher Weg 44, 35394 Gießen / Anmeldung für die virtuelle Teilnahme: hiwis-kunst@kunstgeschichte.uni-giessen.de. Der Zugangs-Link wird angemeldeten Teilnehmer:innen vor Veranstaltungsbeginn zugesandt.

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Foto: „Kramfors“, © Ute Hörner / Mathias Antlfinger

Perspektivwechsel: Potentiale einer tiersensiblen Kunst und Kunstgeschichte

Nichtmenschliche Tiere waren und sind grundlegend für Kunst: Sie gehörten zu den ersten Motiven, Modellen, Musen, Materialien, Medien und Metaphern der Kulturgeschichte und dienen Künstler*innen häufig als Ornament, Ideengeber, Ordnungsprinzip, Projektionsfläche oder Abgrenzungsfolie. Dennoch sind nichtmenschlichen Tieren in der Kunstgeschichtsschreibung bislang recht einseitig und eher randständig und ohne großes Interesse für die Tiere selbst untersucht worden.

Das ändert sich mit dem sogenannten Animal Turn seit etwa Anfang des 21. Jahrhunderts. Mit dem Begriff Animal Turn wird der Paradigmenwechsel beschrieben, der dafür sorgt, dass nichtmenschliche Tiere nicht länger als passive Objekte oder bloße Ressourcen betrachtet werden, sondern als historische, soziale und kulturelle Akteur*innen mit Individualität, Eigenwert, Agency und Kultur.

Der Vortrag wird Potentiale und Herausforderungen einer tiersensiblen Kunst und Kunstgeschichte vor allem anhand von Beispielen aus dem Bereich der Gegenwartskunst vorstellen und diskutieren.

Prof. Dr. Jessica Ullrich ist derzeit Vertretungsprofessorin für Kunstwissenschaft und Ästhetik an der Kunstakademie Münster. Seit 2012 ist sie Herausgeberin von Tierstudien, dem ersten akademischen Journal für Animal Studies in Deutschland. Außerdem ist sie in verschiedenen Animal Studies-Forschungsverbünden engagiert.