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Von Giftmorden und haarigen Ermittlungen: Forensische Toxikologie Gestern & Heute (Prof. Dr. Sven Hartwig)

Veranstaltungsreihe der Medizinischen Gesellschaft Gießen e. V.

Wann

23.04.2025 von 18:00 bis 19:00 (Europe/Berlin / UTC200)

Wo

Hörsaal H1, Medizinisches Lehrzentrum, FB Medizin, Klinikstraße 29, Gießen

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0641 98546271

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Von Giftmord und haarigen Ermittlungen: Forensische Toxikologie Gestern & Heute

Prof. Dr. Sven Hartwig (Institut für Rechtsmedizin, UKGM, Justus-Liebig-Universität, Gießen)

Die Forensische Toxikologie ist ein multiprofessioneller Teil der Rechtsmedizin. Die von Pharmazeuten, Biologen, Chemikern und Medizinern übernommenen Aufgaben sind vielfältig und berühren viele Rechtsgebiete. Das Fachgebiet hat nach dem eigenen Verständnis seine Wurzeln bereits im 19. Jahrhundert. Wie Prof. Dr. Sven Hartwig (Institut für Rechtsmedizin, UKGM, Justus-Liebig-Universität, Gießen) berichten wird, geht es dabei heute längst nicht mehr nur um die Aufklärung von unnatürlichen Todesfällen und Vergiftungen sondern auch um Drogen- und Medikamentenmissbrauch. Die Nachweismöglichkeiten von Fremdstoffen haben sich in den letzten 200 Jahren enorm entwickelt, wobei hierzu die Probennahme entweder aus dem Gewebe von Organen bzw. Haaren oder aus den Körperflüssigkeiten Urin, Blut oder Speichel erfolgt. Zur Klärung von straf- und zivilrechtlichen Fragestellungen trägt die forensische Toxikologie im Sinne einer gerichtlichen Vergiftungslehre erheblich bei, wobei sich das Arbeitsfeld dynamisch entwickelt und eine stete Forschung und Fortbildung erfordert. Das hat sich herumgesprochen: Giftmorde sind heute in Deutschland eine „Rarität“.