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Bilderinnerung und Interpikturalität in der politischen Druckgraphik um 1800

December 22nd, 2010

Wie funktioniert geschichtliche Bild-Erinnerung und worin gründet die politische Macht der Bilder? Der Vortrag stellt hypothetische Antworten auf diese Fragen zur Diskussion, indem er am Beispiel revolutionärer Printmedien skizziert, wie vor 200 Jahren typische diskursive Prozesse des bildlichen Zitierens und Transformierens abliefen und wie dabei expressive Bildformeln geschaffen und verbreitet wurden.

Prof. Dr. Rolf Reichardt
Rolf Reichardt hat Geschichte, Romanistik und Politik in Heidelberg, Dijon und Marburg studiert und 1970 zur Reform und Revolution bei Condorcet promoviert. Er war Leiter des „Sammelschwerpunkts Frankreich-Forschung“ an der Universitätsbibliothek Mainz und ist seit 1996 Honorarprofessor für Neuere Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Daselbst ist er am SFB „Erinnerungskulturen“ und am GK „Transnationale Medienereignisse“ beteiligt.
Außerdem kuratierte er Ausstellungen über die Bastille (1989), französische Presse-Karikaturen (1992), Georg Forster (1994) sowie das Journal London und Paris (2006). Derzeit leitet Reichardt das DFG-Projekt „Lexikon der Revolutions-Ikonographie in der europäischen Bildpublizistik 1789-1889“.