Natur verbessern, Menschen kategorisieren: Die Herstellung von Romipen und die Ökologien imperialer Herrschaft im späten Habsburgerreich (1850 – 1900) / Prof. Dr. Wolfgang Göderle (Universität Passau)
- https://www.uni-giessen.de/de/ueber-uns/veranstaltungen/seminar/natur-verbessern
- Natur verbessern, Menschen kategorisieren: Die Herstellung von Romipen und die Ökologien imperialer Herrschaft im späten Habsburgerreich (1850 – 1900) / Prof. Dr. Wolfgang Göderle (Universität Passau)
- 2026-05-12T18:00:00+02:00
- 2026-05-12T20:00:00+02:00
12.05.2026 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200)
Phil I: , Raum E 209
Der Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Göderle (Universität Passau): Natur verbessern, Menschen kategorisieren; untersucht, wie die habsburgische Bürokratie des langen 19. Jahrhunderts soziale Kategorisierungspraktiken und naturkundliche Wissensproduktion miteinander verknüpfte. Am Beispiel der Czigányösszeirás (1893) wird gezeigt, dass „Zigeuner" weniger eine vorgefundene als eine administrativ hergestellte Kategorie war – erzeugt durch dieselben epistemischen Verfahren, mit denen die imperiale Mittelschichtsverwaltung auch nicht-menschliche Ressourcen erfasste, klassifizierte und zur „Verbesserung" freigab. Dieser Befund wird in den Kontext des Anthropozäns eingebettet: als Fallstudie einer Herrschaftsform, die Natur und Bevölkerung gleichermaßen als verwaltbare Materialität konstruierte.
Alle Interssierten sind recht hertzlich eingeladen den Vortrag, im Rahmen des Kolloquiums der Osteuropäischen Geschichte der Justus-Liebig Universität, am 12. Mai um 18:15 Uhr am Phil I, Raum E. 209, mit beizuwohnen. Ebenso können Sie den Vortrag Online verfolgen:
https://studip.uni-giessen.de/plugins.php/BigBlueButtonPlugin/public_rooms/index/ba5d086276af088bb9fb9307?cancel_login=1
Bei Fragen melden Sie sich bitte bei:
Tobias Haberkorn
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
JLU Osteuropäische Geschichte
Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus D Raum 204
tobias.haberkorn@geschichte.uni-giessen.de
Tel: 0049-641-99-28261