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Artikelaktionen

Akademischer Festakt erneut im Zeichen der Pandemie

Hybridveranstaltung mit Preisen und Auszeichnungen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – Festvortrag von Prof. Dr. Martina Brockmeier

Aufzeichnung des Akademischen Festakts (YouTube)


Nr. 162 • 26. November 2021

Begrüßung Mukherjee
JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee bei seiner Begrüßungsrede. Foto: JLU/Katrina Friese

Preisträgerinnen und Preisträger
Das JLU-Präsidium mit den Preisträgerinnen und Preisträgern. Foto: JLU/Katrina Friese
Ende November ist für die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) traditionell die Zeit der Preise und Auszeichnungen für exzellente junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Am Freitag stand die Verleihung der „JLU-Oscars“ beim Akademischen Festakt zum zweiten Mal in Folge im Zeichen der Corona-Pandemie – die frühzeitige Planung einer Hybrid-Veranstaltung, die per Livestream übertragen wurde, hat sich damit als richtig erwiesen. Im Zentrum stand die Festrede der JLU-Alumna Prof. Dr. Martina Brockmeier, ehemalige Vorsitzende des Wissenschaftsrates und designierte Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft, die sich dem Thema „Handlungsstarke Wissenschaft – Visionen und mehr für die nächsten zehn Jahre“ widmete.
Prof. Dr. Martina Brockmeier
Festrednerin Prof. Dr. Martina Brockmeier. Foto: JLU-Katrina Friese

Dissertationspreise
Die Verleihung der Dissertationspreise während des Festakts. Foto: JLU/Katrina Friese
JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee nutzte seine Begrüßungsrede zur aktuellen Lage der Universität erneut zu einem eindringlichen Appell, sich impfen zu lassen, falls das noch nicht geschehen sein sollte: „Zögern Sie nicht. Tun Sie es für sich selbst, Ihre Familie und alle, die Ihnen nahestehen.“ Es sei nun das eingetreten, was von vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern schon im Sommer vorhergesagt worden sein für den Fall, dass die Impfquote nicht ausreiche. Die sich verschärfende Pandemiesituation erfordere in allen Bereichen der Universität ein Höchstmaß an Achtsamkeit und Wachsamkeit. „Das betrifft insbesondere die Aufrechterhaltung der Präsenzlehre“, betonte der Präsident. „Bislang haben wir eine erfreulich niedrige Zahl an Infektionsfällen und keinerlei Hinweise auf Infektionsketten, die an der JLU selbst entstanden sind – alle verhalten sich an der JLU offenkundig sehr verantwortungsvoll und vorsichtig.“

Nach einem Rückblick auf zahlreiche Erfolge der Universität und ihrer Mitglieder in Forschung und Lehre prognostizierte der Präsident einen weiteren herausfordernden Winter: „Wir werden auch in den kommenden Wochen und Monaten einem enormen Stresstest ausgesetzt sein.“ Abschließend fügte er hinzu: „Ich bin angesichts der bisherigen Resilienz, die wir gezeigt haben, zuversichtlich, dass es uns trotz aller Belastungen für Beschäftigte wie Studierende, trotz aller kontroversen Diskussionen zu Einzelmaßnahmen, die dazu gehören, trotz der großen Unsicherheiten mit Blick auf die aktuelle vierte Welle und den Pandemieverlauf insgesamt gelingen wird, solidarisch, rücksichtsvoll und letztlich erfolgreich durch die schwierige Zeit zu kommen.“

Der Festakt wurde musikalisch vom Universitätsorchester der JLU eingerahmt.


Preise und Auszeichnungen:

- Der Röntgenpreis der Justus-Liebig-Universität Gießen ging in diesem Jahr an die Biologin und Medizinerin Dr. Dasha Elena Nelidova vom Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel (IOB) in Anerkennung der Entwicklung ihrer bahnbrechenden Behandlungsmethode der altersbedingten Makuladegeneration. Pfeiffer Vacuum und die Ludwig-Schunk-Stiftung stiften gemeinsam das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro.

- Der mit 5.000 Euro dotierte Preis der Justus-Liebig-Universität Gießen wurde in diesem Jahr auf zwei Preisträgerinnen aufgeteilt. In der Sparte Rechts-, Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften wurde PD Dr. Anna Ladilova in Anerkennung ihrer herausragenden Habilitationsschrift "Multimodale Analyse der interaktiven Aushandlung von Integration bei Brasilianer*innen in Deutschland“ sowie ihres sonstigen wissenschaftlichen Œuvres mit dem mit 2.500 Euro dotierten Preis ausgezeichnet. In der Sparte Naturwissenschaften und Medizin erhielt PD Dr. Anja Oesterhelt den mit 2.500 Euro dotierten Preis in Anerkennung ihrer herausragenden Habilitationsschrift „Geschichte der Heimat. Zur Genese ihrer Semantik in Literatur, Religion, Recht und Wissenschaft“ sowie ihres sonstigen wissenschaftlichen Œuvres.

- Eine Auszeichnung in Höhe von 2.000 Euro für Arbeiten zur Geschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen geht an Robert Wolff in Anerkennung seiner herausragenden Forschungsarbeit "Spurenlese: Ein Vermessungsinstrument aus den 'Geodätischen Kabinett' der Universität Gießen“ sowie seines sonstigen wissenschaftlichen Œuvres.

- Der von der Dr.-Herbert-Stolzenberg-Stiftung ausgelobte Dr.-Herbert-Stolzenberg-Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. In der Sektion Wirtschaftswissenschaften erhielt Prof. Dr. Ulrike Fasbender den Preis in Anerkennung ihrer herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologie sowie ihres sonstigen wissenschaftlichen Œuvres. Den mit 1.500 Euro dotierten Dr. Herbert-Stolzenberg-Lehrpreis erhielt Dr. Rebecca Hasseli-Fräbel in Anerkennung ihrer herausragenden Lehrtätigkeit auf dem Gebiet der Rheumatologie sowie ihres sonstigen wissenschaftlichen Œuvres.

- Zum Andenken an Prof. Dr. Wolfgang Mittermaier, Professor für Strafrecht an der Universität Gießen von 1903 bis 1933, hat die Erwin-Stein-Stiftung 1995 den Wolfgang-Mittermaier-Preis gestiftet. Bei der Bewertung der Leistungen in der akademischen Lehre soll insbesondere die Erziehung zum forschenden Denken und zur akademischen Verantwortung einschließlich der Förderung von Toleranz und Völkerverständigung berücksichtigt werden. Das Vorschlagsrecht für diesen Preis liegt bei den Studierenden, die auch im Kuratorium vertreten sind. Der Wolfgang-Mittermaier-Preis für hervorragende Leistungen in der akademischen Lehre wurde in diesem Jahr an Prof. Dr. Matthias Vogel (Institut für Philosophie) in Anerkennung seiner herausragenden Lehrveranstaltung (Vorlesung) "Einführung in die theoretische Philosophie", an Prof. Dr. Helmut Krasser und Dr. Helge Baumann (Institut für Altertumswissenschaften) in Anerkennung ihrer herausragenden Lehrveranstaltung (Übungen 1+2) "Hätten Sie's gewusst? Literaturgeschichte im Spiel“ und an Rafael Lima Asche (Fachbereich Rechtswissenschaft) in Anerkennung seiner herausragenden Lehrveranstaltung (Vorlesung) "IHL Clinic (International Humanitarian Law Clinic)" vergeben. Sie erhielten jeweils 1.000 Euro Preisgeld.

- Die Dr. Dieter und Sigrun Neukirch-Stiftung fördert mit dem Dr. Dieter und Sigrun Neukirch-Preis herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten der Archäologie, der Klassischen Sprachen und der Geographie an der JLU. In der Sektion Geographie wurde Dr. Dorothea Hamilton für ihre herausragende Dissertation "Zum extraktivistischen Umgang mit Ressourcenreichtum in Postbürgerkriegsländern Lateinamerikas. Konflikte um Gold in Peru und Kolumbien" mit dem mit 4.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet. In der Sektion Klassische Philologie erhielt Dr. des. Leon Schmieder den mit 4.000 Euro dotierten Preis für seine herausragende Dissertation „Deskription als narrativer Modus in der spätantiken lateinischen Dichtung“.

Dank der finanziellen Unterstützung der Gießener Hochschulgesellschaft war es auch in diesem Jahr wieder möglich, acht hervorragende Dissertationen, die an der JLU eingereicht wurden, mit einem Preis in Höhe von jeweils 500 Euro auszuzeichnen.

- Die Dissertationsauszeichnung in der Sektion Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ging an Dr. Björn Schneider (Betreuer: Prof. Dr. Jens Ekkenga) für seine Dissertation „Schutzgesetzhaftung für fehlerhafte Rechnungslegung – Ansprüche Dritter gegenüber Kapitalgesellschaften und ihren Geschäftsleitern gem. § 823 Abs. 2 BGB bei Verstößen gegen Handelsbilanzrecht“.

- In der Sektion Sozial- und Sportwissenschaften sowie Psychologie wurde Dr. Seid Harun Karimpur (Betreuerin: Prof. Dr. Katja Fiehler) für seine Dissertation „From reaching to walking: Insights from virtual reality studies on the use of allocentric cues for spatial representations“ ausgezeichnet.

- In der Sektion Sprach-, Literatur-, Kultur- und Geschichtswissenschaften sowie Philosophie ging die Auszeichnung an Dr. des. Annabel Ruckdeschel (Betreuerin: Prof. Dr. Sigrid Ruby) für ihre Dissertation „‚Montparnasse, carrefour du monde‘. Die Erfindung von Paris als Kunstzentrum – von den Caféausstellungen in Montparnasse zu den internationalen Ausstellungen der ‚École de Paris‘, 1921-1946“.

- In der Sektion Naturwissenschaften erhielt Dr. Hendrik Melior (Betreuerin: Prof. Dr. Elena Evguenieva-Hackenberg) für seine Dissertation „Multifunctionality of bacterial 5’ -UTRs: trans-acting products of transcription attenuation in bacteria" eine Auszeichnung.

- Die Dissertationsauszeichnung in der Sektion Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement ging an Dr. Benjamin Dilberger (Betreuer: Prof. Dr. Gunter P. Eckert) für seine Dissertation „Effects of Polyphenols and their pre-fermented Metabolites on Mitochondrial Functions and Longevity in the Nematode Model Caenorhabditis elegans“.

- In der Sektion Veterinärmedizin, Tierbiologie, Medizin, Zahnmedizin und Humanbiologie wurde Dr. Hanna Sarah Kutsche (Prof. Dr. KIaus-Dieter Schlüter) für ihre Dissertation „Der Einfluss des Uncoupling Protein 2 auf das metabolische Remodeling des insuffizienten Myokards" ausgezeichnet.

Die beiden sektionsunabhängigen Dissertationsauszeichnungen gingen in diesem Jahr an:

- Dr. Pascale Stephanie Petri (Betreuer: Prof. Dr. Martin Kersting) für ihre Dissertation „Ein Prozessmodell des Studieneinstiegs: Differentielle Aspekte studiumsbezogener Kognitionen und deren Effekte auf Studienerfolg und Studienabbruch“.

- Dr. Tim Lüddecke (Betreuer: Prof. Dr. Andreas Vilcinskas) für seine Dissertation „How the integration of phylogenetics and venomics resolves persistent challenges in evolutionary systematics and toxinology: Lessons from the spider kingdom".

 

 

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