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Stadtpolitische KI-Visionen

Projekt: "Stadtpolitische KI-Visionen" von Prof. Dr. Dorothée de Nève und Alexander Dittel zur Kommunalwahl 2026 der Stadt Gießen.

 

Einführung – Projektbeschreibung

Im jüngsten HessenTrend geben 81% der Befragten an, dass bei der Kommunalwahl die Aussagen der Parteien zu Sachfragen wahlentscheidend sind. Insofern sind die Ziele und Standpunkte, die Parteien in ihren Wahlprogrammen präsentieren, durchaus wichtig. Dennoch lesen vermutlich die wenigsten Wähler alle Programme systematisch durch. Viele Parteien bieten deshalb an ihren Ständen und auf ihren Webseiten auch Kurzprogramme oder 10-Punkte-Pläne an, die den Wählern eine schnelle Orientierung ermöglichen. In jüngster Zeit haben Forscher und Bildungseinrichtungen außerdem einen neuen Weg entwickelt, um die Botschaften der Wahlprogramme aufzubereiten: Sie nutzen Künstliche Intelligenz, um die Botschaften der Wahlprogramme in Bilder zu transformieren. Auch wenn diese durch sogenannte generative Künstliche Intelligenz (KI) erzeugten Bilder die Details der Programme nicht wiedergeben können, so ermöglichen sie eine neue visuelle Erfahrung. Es entstehen fiktive Bilder, wie einzelne Parteien die Stadt der Zukunft gestalten wollen würden und wie sie das städtische Leben imaginieren. Insofern sind das keine realistischen Abbildungen von Gießen oder Prognosen. Vielmehr handelt es sich um stadtpolitische KI-Visionen, die mögliche Entwicklungen skizzieren und ästhetisieren.

In der Stadt Gießen treten zwölf Parteien zur Wahl an. Die textliche Qualität dieser Wahlprogramme ist unterschiedlich. Manche Programme sind ausformuliert und detailreich, andere sind knappgehalten und begrenzen sich auf wenige Schwerpunkte. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf die Bilder, die die KI erstellt. Die verwendeten Wahlprogramme wurden durch Gemini 3.1 Pro einzeln ausgewertet und in Form selbstreferenzieller Prompts als Bilder generiert. Um die KI nicht zu beeinflussen, durchlief jedes Bild den gleichen Prozess, mit dem jeweiligen Wahlprogramm als alleiniger Input. Da die KI die Wahlprogramme nicht inhaltlich versteht, werden in der Bildumsetzung einzelne inhaltliche Schwerpunkte der Wahlprogramme überzeichnet. Mit diesen Bildern ist insofern keinerlei Wahlempfehlung verbunden. Selbstverständlich ersetzen sie auch nicht die persönliche Auseinandersetzung mit den Wahlprogrammen, denn bei der Transformation vom Text zum Bild kommt es zwangsläufig zu Vereinfachungen. Zudem lassen sich nicht alle Schwerpunkte der Wahlprogramme bildlich darstellen.

Aufmerksame Leser entwickeln bei der Lektüre von Wahlprogrammen eigene Vorstellungen. Doch diese inneren Bilder bleiben für andere verborgen. In dieser neuen öffentlichen Bildhaftigkeit liegt eine besondere Chance für die Vermittlung politischer Inhalte. Diese KI-Bilder ermöglichen dem Betrachter ein Bilderleben, das zu Perspektivwechseln einlädt, Assoziationen weckt und Emotionen auslöst. Diese spielerischen Experimente können als Orientierungshilfe dienen und im besten Fall als Anregung zur politischen Debatte genutzt werden.

KI-Bild zum Wahlprogramm der AfD: Autostadt und traditionelle Feste

Die KI übersetzt das kurze Kommunalwahlprogramm der AfD-Gießen als Dualität zwischen Sicherheit und Tradition. Einerseits überragen Überwachungskameras schützend den zentralen Platz. Im Bild ist außerdem eine massive Präsenz uniformierter Polizisten zu erkennen. Beides spiegelt die im Wahlprogramm der AfD geforderte Aufstockung der Sicherheitskräfte und Videoüberwachung wider. Andererseits betonen der geschmückte Weihnachtsmarkt und das Fachwerk die Tradition im Stadtbild, wodurch eine rustikale Stimmung erzeugt wird. Durch die Beleuchtung wird die Bedeutung dieses schützenswerten Ortes des städtischen Lebens und der traditionellen Feste betont.
Insgesamt bewegen sich in der stadtpolitischen KI-Version der AfD kaum Fußgänger. Im Zentrum des Bildes sind allerdings Familien mit St. Martins Laternen zu erkennen. Beleuchtete Geschäfte und Außengastronomie laden zum Verweilen ein. Die sterilen Straßen und das farblich auffällige Müllfahrzeug stehen für das Thema der Sauberkeit.
Zentral und überdeutlich im Bild ist die ausschließlich für den individuellen Autoverkehr ausgerichtete Straße. Die Straßen der Innenstadt sind breit und mehrspurig, dominiert von einem dichten, aber fließenden Autoverkehr. Am Straßenrand werden Parkplätze angeboten. Fahrräder und öffentlicher Personenverkehr fehlen in dieser stadtpolitischen Vision, die aus dem Wahlprogramm der Gießener AfD generiert wurde. Ebenso fehlen energetische Projekte und Begrünungen. Dadurch wirkt das Stadtbild pragmatisch, sauber und zugleich grau.

 

KI-Bild zum Wahlprogramm von Bündnis90/Die Grünen: ökologische Stadttransformation


Bündnis 90/Die Grünen setzen in ihrem kommunalpolitischen Wahlprogramm den Klimaschutz ins Zentrum, was die KI-Vision entsprechend betont. Das Bild visualisiert die ökologische und verkehrspolitische Transformation der Stadt. Im Zentrum steht die konsequente Verkehrswende: Private Autos sind aus dem Straßenbild weitestgehend verschwunden. Im Bild ist lediglich ein einzelnes kleines Elektrofahrzeug zu sehen. Stattdessen dominieren breite, rot markierte Fahrradwege und eine moderne Tram auf einem begrünten Gleisbett die Mobilität.
Die Architektur spiegelt das Konzept der "Schwammstadt" wider. Durch Entsiegelung von Innenhöfen, Plätzen und Straßenrändern soll Regenwasser besser versickern können. Die Bestandsarchitektur wird in der stadtpolitischen KI-Vision mit modernen mehrgeschossigen Holzbauten ergänzt. Die Gebäude sind mit vertikalen Gärten und Solaranlagen ausgestattet. Entsiegelte Plätze mit Wasserspielen sorgen für Klimaanpassung und Hitzeschutz. Das KI-Bild des Wahlprogramms zeigt eine Innenstadt, die als Wohnraum genutzt wird. In einzelnen Gebäuden werden im Erdgeschoss Gewerbeflächen gezeigt. Zudem wird die gesellschaftliche Vielfalt durch den prominenten Regenbogen-Zebrastreifen als Symbol für LSBTIQ*-Rechte und eine offene Stadtgesellschaft hervorgehoben.

 

KI-Bild zum Wahlprogramm des BSW: Schranken für Militärtransporte


Das Bündnis Sahra Wagenknecht tritt in Gießen mit vier kommunalpolitischen Schwerpunkten zur Wahl an. Zumindest aus den beiden Schwerpunkten „Wohnen und Bauen“ sowie „Verkehr und Mobilität“ gelingt es der KI, ein Bild zu generieren, das einen ersten Eindruck von den kommunalpolitischen Visionen des Bündnisses vermittelt. Augenfällig ist zunächst die pragmatische Zweiteilung der Mobilität: Auf Alleen sind viele Radfahrer, Fußgänger sowie Straßenbahnen und Busse des öffentlichen Nahverkehrs unterwegs. In der stadtpolitischen KI-Vision des BSWs ist eine Regiotram zu sehen, die für die Zukunftsfähigkeit der Mobilität steht. Die Autos und Lastwagen verkehren auf einer davon getrennten, vergleichsweise einfachen Straße. Geordneter Parkraum am Rand zeigt, dass das Auto für die individuelle Mobilität noch genutzt wird, das Straßenbild wird jedoch eindeutig vom öffentlichen Nahverkehr sowie von Radfahrern und Fußgängern dominiert.
Rechts im Bild wird ein Militärfahrzeug durch eine Schranke gestoppt. Dies symbolisiert den Widerstand des BSW gegen militärische Logistik und Rüstungsprioritäten. Die zivile Daseinsvorsorge genießt im imaginierten Stadtbild des Bündnisses Sarah Wagenknechts Vorrang. Das Stadtbild wird von mehrgeschossigen Bauten dominiert. Zu erkennen sind gepflegte, moderne Wohnkomplexe. Um neuen Wohnraum zu schaffen, werden die Dächer systematisch aufgestockt.

 

KI-Bild zum Wahlprogramm der CDU: Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung


Die CDU verspricht in ihrem Wahlprogramm zur Kommunalwahl einen „Neustart für Gießen“ als eine Stadt, die „Arbeit, Wirtschaft und Unternehmertum“ fördert. Die KI transformiert dieses Wahlprogramm der Gießener CDU in die Vision einer makellosen Stadt. Der Fokus liegt dabei vor allem auf extremer Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung. Am Wegesrand sind Mülleimer platziert. Die Pflastersteine und Gehwege sind sauber. Keine Graffiti und kein Müll stören das Stadtbild.
Das Ensemble der „Heimat“ verbindet Tradition und Fortschritt. Neben moderner Architektur findet sich traditionelles hessisches Fachwerk. Die öffentlichen Gebäude wirken frisch saniert. Solaranlagen auf den Dächern sowie Fassadenbegrünung an Geschäftshäusern setzen fortschrittliche und nachhaltige Akzente in einer effizienten Smart City. Digitale Parkleitsysteme und Info-Terminals am Straßenrand erleichtern die Orientierung und vermitteln eine freundliche, technologisch moderne Atmosphäre.
Der öffentliche Raum wird zu einem Ordnungsraum. Die stadtpolitische KI-Vision zeigt keine Orte der Begegnung. Auf den sanierten, breiten Asphaltstraßen fließt der Verkehr auf vier Fahrspuren staufrei. Radfahrer nutzen baulich getrennte Radwege. Das Gefühl der Ordnung und Sicherheit der Bürger wird einerseits durch gut sichtbare Überwachungskameras an Laternenmasten imaginiert. Andererseits patrouillieren uniformierte Ordnungskräfte auf E-Bikes. Paare und Familien bewegen sich auf den Gehsteigen entlang der Geschäfte. In der fiktiven Szenerie geht es primär um Mobilität sowie um sicher und praktisch zurückzulegende Wege.

 

KI-Bild zum Wahlprogramm der Partei Die Linke: Inklusion und Teichanlagen


Im Zentrum der bildlichen Umsetzung des Wahlprogramms der Linken steht die Transformation des Straßenraums. Die einst breiten Straßenverläufe werden zu entsiegelten Grünstreifen und Parkanlagen mit verschlungenen Wegen und Teichen. PKWs sind in dieser staatspolitischen KI-Vision nicht zu sehen. Auf begrünten Gleisen verkehren stattdessen Regiotram und Elektrobusse. Daneben sind unterschiedlichste Arten von Fahrrädern auf ausgebauten Radwegen unterwegs. Breite Fußgängerwege laden viele Menschen zum Flanieren ein.
Die Atmosphäre in der Stadt ist geprägt von einer offensiven „Willkommenskultur“. Aus dem Programm der Linken wird ein KI-Bild generiert, auf dem ein Rollstuhlfahrer zu erkennen ist. Außerdem sind Regenbogenfahnen und Personen in regenbogenfarbener Kleidung zu sehen. Der öffentliche Raum wird als farbenfrohe und inklusive „Begegnungszone" imaginiert. Hier finden sich auch zahlreiche lokale Kleinbetriebe, die kleine Straßengeschäfte und Marktstände betreiben.
Die konsequente Klimapolitik manifestiert sich an der Vielzahl der Photovoltaik Anlagen auf den Dächern. Die KI imaginiert intensive Begrünung auf den Flächen und Fassaden. Selbst auf bestehenden Betonbauten ist Baumbestand zu erkennen. Die stadtpolitische KI-Vision von Die Linke vermittelt eine Atmosphäre von kollektivem Wohlstand, Entschleunigung und ökologischer Dichte.

 

KI-Bild zum Wahlprogramm von Die Partei: Dystopie der grauen Stadt


Im Bild wird der satirische Kern von Die Partei zur Realität. Zu sehen ist eine graue, rauchverhangene und zubetonierte Dystopie, die das Motto „Make Giessen Grey Again“ atmosphärisch umsetzt. Der brutalistische Stil bestimmt die Szenerie. Die Mehrzahl der Bauten steht leer. Das Elefantenklo, das von der KI nicht exakt darstellbar ist, wird im Kontrast hierzu als Tempel inszeniert. Einzelne Sonnenstrahlen markieren das Bauwerk als „Weltkulturerbe“.
Auf den Straßen türmen sich Müllberge. Dieser Müll ist in der Imagination von Die Partei „Ausdruck wirtschaftlicher Dynamik, studentischer Kreativität und konsumorientierter Prosperität“. Auf den Straßen staut sich der Autoverkehr. Fahrräder und öffentlicher Nahverkehr sind indes nicht Teil der stadtpolitischen KI-Vision. Es geht also um eine Inszenierung der Herrschaft des Autos. Die freie Fahrt für Autos genießt oberste Priorität.
Massen von Fußgängern in identischen Anzügen bevölkern die Stadt. Sie rauchen und tragen zum Smog bei. Einladend beleuchtete Eckkneipen und biertrinkende Anzugträger sorgen für einen Kontrast und symbolisieren „Wirtschaftsförderung". Martialisch auftretende Einsatzkräfte überwachen das städtische Treiben. Sie repräsentieren in dem Bild die eiserne „Law & Order“-Politik.

 

KI-Bild zum Wahlprogramm der FDP: Autos, Business und Party


Das Bild visualisiert die infrastruktur- und ordnungspolitischen Kernforderungen des FDP-Wahlprogramms. Die KI generiert aus dem Wahlprogramm eine belebte Abendszene des städtischen Lebens. Sicherheit und Sauberkeit prägen den Raum. Die Lichtspuren heben den ungehinderten Verkehrsfluss hervor. Smarte Ampelschaltungen verhindern Staus. Geparkte Autos stehen in Tiefgaragen und verschwinden dadurch aus dem Stadtbild. Ungenutzte Radwege sind mit blauer Farbe markiert und durch bauliche Elemente strikt vom Autoverkehr getrennt. Die Gehwege sind sauber und nahezu menschenleer. Am Wegesrand stehen geschlossene, smarte Mülleimer. Volltransparente Bushaltestellen und Videoüberwachung erhöhen das Sicherheitsempfinden.
Die Büroräume sind hell beleuchtet. Hier wird offenbar imaginiert, dass auch abends noch gearbeitet wird. Zugleich sind die Restaurants und Bars belebt. In den angrenzenden Parkanalagen ist eine freie Party- und Nachtkultur zu erkennen. Die KI-Vision präsentiert ein Nebeneinander von starker Wirtschaft und florierenden Start-up-Büros mit einer Open-Air-Partyzone in der angrenzenden Grünanlage. Die Gewinner der Innenstadt sind Autofahrer, Unternehmer, Start-ups und Partygänger.

 

KI-Bild zum Faltblatt der Freien Wählergemeinschaft: Einkaufsstadt und Pragmatismus


In der KI-Vision des Kurzwahlprogramms werden in erster Linie die wirtschaftliche Ausrichtung und die strikte, pragmatische Ordnung der Freien Wählergemeinschaft dargestellt. Nach dem Motto „Hand in Hand – Stadt und Land!“ wird Gießen als eine naturnahe und zugleich funktionale Einkaufsstadt mit deutlicher Anbindung ans Umland in Szene gesetzt. Dies zeigt sich besonders durch den Schienenverkehr, der von den grünen Hügeln direkt zu den eleganten Glasfassaden der Einkaufsmeile führt. Die vielen Einkaufstüten und das geschäftige Treiben zeugen von florierendem Einzelhandel.
Eine sehr breite Straße, auf der sich ein geordneter Verkehr aller Teilnehmenden abspielen kann, vernetzt die Stadt. Die helle strukturierte Beleuchtung am frühen Abend steht für ständige Sicherheit. Die Sicherheitsvision der Freien Wählergemeinschaft wird durch die patrouillierende Stadtpolizei und Ordnungshüter in gelben Westen illustriert. Die ruhelose Stadt wirkt trotz des vielen Verkehrs und den einkaufenden Passanten auffallend sauber.

 

KI-Bild zum Wahlprogramm der Gigg: Grüne Oasen und Bewegungsorte


Die Liste Gießen gemeinsam gestalten (Gigg) hat zur Kommunalwahl 2026 ein sehr umfangreiches Wahlprogramm vorgelegt. Das von der KI erzeugte Bild zeigt plakativ die stadtpolitische Priorität der Gigg von Klima und Umwelt. Autos sind aus dem Straßenbild verschwunden. Stattdessen dominieren farbige Radwege, großzügige Fußgängerzonen und ein elektrischer Stadtbus die Szenerie. Wo früher Autos standen, finden sich nun überdachte, moderne Fahrradabstellanlagen, Lastenrad-Verleihstationen und Haltestellen für Elektrobusse.
Das Stadtbild ist von traditionellen Fachwerkbauten und modernen, mehrgeschossigen Holzbauten geprägt. Die Flächen der Innenstadt sind in der Vorstellung der Gigg weitestgehend entsiegelt. Ehemalige Parkflächen werden im Sinne der „essbaren Stadt“ in grüne Oasen mit Hochbeeten und Gewächshäusern verwandelt. Auf vielen Dächern sind in der KI-Vision Photovoltaikanlagen installiert und Begrünungen zu sehen. Im Hintergrund deutet ein Gebäude am Fluss auf den Ausbau umweltfreundlicher Flusswärmepumpen hin.
Der öffentliche Raum wird als ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Menschen imaginiert. Ein integrierter Sportplatz visualisiert das Ziel der Gigg, wohnortnahe öffentliche Bewegungsorte wie Calisthenics-Anlagen zu schaffen. Es gibt Sitzgelegenheiten im Freien und die Außengastronomie ist belebt.

 

KI-Bild zum Flyer der GSF: Monument für Frieden


Die Liste Gießen - sozial und friedenstüchtig (GSF) hat zur Kommunalwahl lediglich einen programmatischen Flyer, kein umfangreiches Programm vorgelegt. Die KI generiert aus diesem Text eine stadtpolitische Vision, die Antimilitarismus ins Zentrum rückt: In der Bildmitte ist ein gigantisches Friedenstauben-Monument zu sehen. Der Stil erinnert an sozialistischen Realismus.
Die Innenstadt wird einerseits als Arbeitsort imaginiert. Andererseits ist die intensive Begrünung auffällig. Die GSF plädiert dafür, Bäume zu erhalten und Oberflächen weitreichend zu entsiegeln. Die Idee der Verkehrswende wird mit breiten Wegen für Fußgänger und Radfahrer sowie Straßenbahnen gedacht, die den ausgebauten, kostenfreien ÖPNV repräsentieren sollen. Autos sind in dem KI-Bild nicht zu sehen. Ein großes zentrales Gebäude steht symbolisch für ein Uniklinikum in „Bürgerhand“. Die soziale Daseinsvorsorge und Generationengerechtigkeit werden durch belebte Spielplätze sowie öffentliche Trinkbrunnen verbildlicht.

 

KI-Bild zum Wahlprogramm der SPD: Aufenthaltsqualität und Verdichtung


Die SPD überschreibt ihr Kommunalwahlprogramm mit dem Titel „Wir investieren in Gießen“. Die KI transformiert den Text dieses Wahlprogrammes in ein Bild einer lebendigen Stadt geprägt durch eine umgesetzte Verkehrswende und gesteigerte Aufenthaltsqualität. Moderne Wohnblöcke fügen sich in den Bestand ein und schließen Baulücken. Innerstädtische Gebäude sind aufgestockt. Diese Nachverdichtung dient der Wohnraumschaffung. Der Wohnungsbau wirkt hochwertig, aber uniform. Ein modernisiertes Schulgebäude mit begrünter Glasfassade geht offen in einen Park über. Die klimapolitischen Ambitionen der Sozialdemokraten werden bildhaft gemacht, indem Solarpanelen auf vielen Dächern platziert sind und schattenspendende Bäume das Stadtbild prägen.
Im Bild dominieren außerdem die verkehrspolitischen Ziele der SPD. Der optische Fokus liegt auf der Verkehrswende: Breite, rot markierte Fahrradwege bilden die städtische Verkehrsader. Gleichzeitig symbolisieren moderne Stadtbusse den gestärkten öffentlichen Personennahverkehr. Private Autos fehlen fast völlig. Parkplätze sind Bäumen gewichen. Diese Komponenten der Stadtgestaltung spiegelt sich auch in der Vision eines autofreien Marktplatzes. Hier finden Bürger und Markttreiber unter großen Bäume Schatten. Große „Nebel-Stelen“ bieten Zonen zur Abkühlung. Der Platz wird für viele Menschen zu einem Ort der Begegnung mit Aufenthaltsqualität.

 

KI-Bild zum Wahlprogramm der Volt: Shuttles und Wassermulden


Die Volt-Partei hat zur Kommunalwahl in Gießen ein sehr umfangreiches Programm vorgelegt. Aus diesem Programm generiert die KI eine stadtpolitische Vision, die die Kernziele der paneuropäischen Partei visualisiert. Im Zentrum steht die Mobilitätswende: Fahrradschnellwege und autonome Shuttles ersetzen den PKW-Verkehr weitestgehend. Die Idee einer klimagerechten Entwicklung manifestiert sich auch in der „Schwammstadt", sichtbar durch entsiegelte Böden, Wassermulden und intensive Begrünung. Die KI-Vision zeigt nachhaltige Baupolitik mit Solardächern und Fassadengrün an Bestandsbauten. Die Betonstrukturen werden in der stadtpolitischen Vision von Volt zu hängenden Parks in eine „grüne Haut“ umfunktioniert.
Die Szene spiegelt den Fokus auf soziale Teilhabe und Aufenthaltsqualität wider: Barrierefreie Plätze mit flexiblen Holzmöbeln und Urban Gardening laden Bürger zur Begegnung ein. Das Bild zeigt eine Stadt, die ökologisch und technisch modern ist, jedoch fest in der lokalen Architektur verankert ist.

  • Inhaltliche Analyse & Vision (Prompt 1): Ableitung eines extremen Zukunftsszenarios für das Jahr 2031 aus dem jeweiligen Wahlprogramm, unter der Annahme einer absoluten Mehrheit der Partei.

  • Visuelle Konzeptualisierung (Prompt 2): Übersetzung der politischen Schwerpunkte in konkrete visuelle und atmosphärische Bildkomponenten inklusive technischer Fotografie-Vorgaben.

  • Technische KI-Optimierung (Prompt 3 & 4): Spezifische Anpassung des Basis-Bildprompts an die Eigenheiten verschiedener KI-Bildgeneratoren (Nano Banana, Dall-E, Midjourney) für jede Partei.

  • Druckvorbereitung (Prompt 5): Formatierung und Qualitätsskalierung des generierten Bildes für den großformatigen Druck (A1).

  • Kritische Reflexion (Prompt 6 & 7): Analytischer Abgleich zwischen Bild und Wahlprogramm, um textlich zu erfassen, welche Themen erfolgreich visualisiert wurden und welche nicht darstellbar waren.

Die hier generierten Bilder sind keine realistischen Rekonstruktionen, sondern künstlerische Interpretationen der Wahlprogramme. Sie dienen lediglich zur visuellen Auseinandersetzung und stellen keine Wahlempfehlung dar.

Der Anspruch ist hierbei nicht Meinungen zu formulieren, sondern Neugier und Interesse zu wecken. Somit ersetzen diese Bilder nicht eine persönliche Auseinandersetzung mit den Wahlprogrammen der Parteien, sondern sollen hierzu einladen.

 

Die methodischen Grenzen der Text-zu-Bild-Übersetzung mit KI

Das verwendete Modell ist Google Gemini 3.1, welches für die visuelle Umsetzung das integrierte Bildgenerierungsmodell Nano Banana 2 (offiziell Gemini 3 Flash Image) nutzt. Dabei gelten folgende methodische und technische Rahmenbedingungen:

  • Medienwechsel: Durch den direkten Transfer von komplexen Textinformationen in ein Bildformat kommt es zwangsläufig zu visuellen Vereinfachungen und inhaltlichen Auslassungen.

  • Gezielte Reduktion: Gemini 3.1 bricht vielschichtige Wahlprogramme herunter, indem es in der Generierung einzelne Schwerpunkte stark überzeichnet. Diese Zuspitzung ist zwingender Teil des visuellen Konzeptes, markiert aber gleichzeitig dessen Grenze.

  • Technische Verzerrungen: Systembedingte Limitationen können das Ergebnis beeinflussen. Dazu gehören intrinsische Voreingenommenheiten (Bias) in den Trainingsdaten des Bildmodells sowie strenge Filtermechanismen und Sicherheitsrichtlinien, die bestimmte Darstellungen regulieren.

  • Statistische Verarbeitung: Die KI versteht die Wahlprogramme nicht im menschlichen, inhaltlichen Sinn. Die Analyse der Texte und die darauf folgende Ableitung der Bild-Prompts basieren auf reiner Mustererkennung und Wahrscheinlichkeitsberechnungen auf textueller Ebene.