Inhaltspezifische Aktionen

Dissertationsprojekt

Titel: Die (Un-)Lesbarkeit von Handschrift und Manuskript in autofiktionalen Romanen der Gegenwartsliteratur

Abstract: Die geplante Dissertation stellt die Frage, inwiefern die Verfahren der Autofiktion in Romanen der Gegenwartsliteratur mit denen der Herausgeberfiktion verwandt sind im Hinblick auf die metaliterarische Bedeutung von Handschrift und der fingierten Materialität von Quellen. Es wird davon ausgegangen, dass sich über die Thematisierung von Handschrift Kontinuitäten zwischen den beiden Fiktionalisierungsstrategien herausarbeiten lassen, die den theoretischen Begriff der Autofiktion um eine bestimmte Perspektive erweitern.
Der Hintergrund für dieses Vorhaben liegt in dem sich wandelnden Verständnis von Autorschaft infolge der poststrukturalistischen Theoriebildung des 20. Jahrhunderts, die den Leseprozess in den Schreibprozess integriert. Dieser Leseprozess des schreibenden Subjekts wird in vielen Autofiktionen dargestellt, sowohl in der Re-Lektüre eigener Schriften als auch in der Lektüre fremder Schriften.