Beteiligte Arbeitsgruppen
Physische Geographie
“The past is the key to the future “ bildet den Leitsatz der Arbeitsgruppe. Diese befasst sich mit der Analyse von Sedimentarchiven, um hieraus Rekonstruktionen der quartären Paläoumwelt vornehmen zu können. Die zeitliche Einordnung dieser Archive mittels optisch stimulierter Lumineszenz (OSL) stellt dabei den Kern des methodischen Ansatzes dar. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die historische Bodenerosionsforschung und die Geoarchäologie.
Klima-Umwelt-Mensch-Beziehungen
Das Arbeitsfeld „Klima-Umwelt-Mensch-Beziehungen“ umfasst ein großes Spektrum möglicher Fragestellungen und interdisziplinärer Ansätze. Zentrales Forschungselement unserer Arbeitsgruppe ist dabei die Dendrochronologie, also die Erforschung der Jahrringe von Bäumen. Als „Zeitzeugen“ beleuchten Jahrringe naturwissenschaftliche Aspekte des Baumwachstums und stellen gleichzeitig eine wichtige Analysemethode in historischen oder archäologischen Arbeiten dar. Damit deckt die Dendrochronologie eine klassische Schnittstelle geographischer Forschung ab und hilft die bestehenden Arbeitsfelder am Gießener Institut für Geographie zu verknüpfen.
Klimatologie, Klimadynamik und Klimawandel
Die Analyse der regionalen bis kontinentalen Klimaschwankungen der letzten 2000 Jahre liegen im Fokus der Arbeitsgruppe. Die Forschungen konzentrieren sich dabei auf das Verständnis der natürlichen und der auf menschlichen Einfluss zurückzuführenden Klimaschwankungen, sowie dem Vergleich mit Klimamodellen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Modellierung und Analyse von vergangenen, aktuellen und künftigen Extremereignissen.
Geoinformatik und Fernerkundung
Der Raum als zentraler Untersuchungsgegenstand in der Geographie bestimmt unser tägliches Leben, nicht nur bei der Navigation via Smartphone. Räumliche Prozesse bestimmen den geomorphologischen Formenschatz der Erde, das Klima, die Ökologie und Umwelt, die Siedlungsentwicklung sowie viele weitere Facetten der Geographie. Die Geoinformatik analysiert diese räumlichen Prozesse und Wechselwirkungen mithilfe computerverständlicher Modelle und speziellen Computerprogrammen, den Geographischen Informationssystemen (GIS).



