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Studienverlauf

Das viersemestrige Masterstudium ist durch die interdisziplinäre Betrachtung einzelner Geosysteme gekennzeichnet. Im ersten Semester wird ein lokaler Georaum aus verschiedenen Blickwinkeln im Rahmen mehrerer Module untersucht, um Prozesse innerhalb und Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Sphären des Geosystems zu erfassen. Im zweiten Semester werden die aus lokaler Perspektive erlangten Erkenntnisse auf einen neuen Georaum aus einem anderen Naturraum angewendet und durch Gegenüberstellung beider Räume neue Skalenniveaus erschlossen. Im dritten Semester werden individuelle Schwerpunkt durch die Independent Studies, das Berufspraktikum und das Kolloquium gesetzt. Das Masterstudium findet mit der Masterarbeit im vierten Semester seinen Abschluss.

Spezielle Studienordnung Geosysteme im Wandel

 

Lokale Perspektive: Geomorphologische Raumanalyse

Im Modul „Lokale Perspektive: Geomorphologische Raumanalyse“ lernen die Studierenden einen Raum der Mesoskala (z.B. ein Flusseinzugsgebiet) unter den Aspekten Geologie, Tektonik, Geomorphologie, oberflächennaher Untergrund und Boden zu beschreiben und zu analysieren sowie physiogeographische Systemzusammenhänge zu verstehen. Der Untersuchungsraum ist identisch mit den übrigen Modulen der Lokalen Perspektive.

Lokale Perspektive: Klimageographische Raumanalyse

Im Modul „Lokale Perspektive: Klimageographische Raumanalyse“ lernen die Studierenden den anthropogenen Einfluss auf das Klimasystem von natürlichen, lokalen Schwankungen in Klima- und Umweltparametern abzugrenzen sowie einzuschätzen, welche ökologischen und sozio-ökonomischen Folgen der beobachtete und prognostiziert Klimawandel im Untersuchungsgebiet hat und haben wird. Der Untersuchungsraum ist identisch mit den übrigen Modulen der Lokalen Perspektive.

Lokale Perspektive: GIS-gestützte Raumanalyse

Im Modul „Lokale Perspektive: GIS-gestützte Raumanalyse“ lernen die Studierenden Methoden zur Geodatenerfassung fragestellungsspezifisch zu benennen und auszuwählen sowie grundlegende Methoden der räumlichen Analyse in einem Geographischen Informationssystem (GIS) anzuwenden. Der Untersuchungsraum ist identisch mit den übrigen Modulen der Lokalen Perspektive.

Forschungs- und Projektkonzeption

Im Modul „Forschungs- und Projektkonzeption“ lernen die Studierenden Hypothesen und Forschungsfragen im Bereich Physische Geographie zu identifizieren und zu formulieren. Darauf aufbauend entwerfen sie ein Forschungsprojekt, das die Hypothese/Forschungsfrage beantwortet.

Wahlpflichtmodule

Zusätzlich zu dem Modulangebot der Geographie belegen die Studierenden drei eigens gewählte Module anderer Disziplinen aus dem Nebenfachangebot der Fachbereiche 04 (Archäologie), 07 (Mathematik, Informatik, Physik), 08 (Biologie und Chemie) sowie 09 (Umweltmanagement).

Regionale Perspektive: Exkursion

Im Modul „Regionale Perspektive: Exkursion“ übertragen die Studierenden das in den Modulen der Lokalen Perspektive erlernte Wissen auf einen neuen Untersuchungsraum mit anderen naturräumlichen und klimatischen Merkmalen zunächst theoretisch im Vorbereitungsseminar und überprüfen dieses Wissen anschließend mithilfe von Geländemethoden im Rahmen einer mindestens 1-wöchigen Exkursion.

Globale Perspektive: Angewandte Geosystemanalyse

Im Modul „Globale Perspektive: Angewandte Geosystemanalyse“ lernen die Studierenden Forschungsmethodik aus aktuellen Forschungsfeldern nachvollziehen und kritisch zu bewerten sowie Methoden der Datengewinnung und -interpretation auf eigene Fallbeispiele anwenden. 

Wissenschaftskommunikation

Im Modul „Wissenschaftskommunikation“ lernen die Studierenden zum einen verschiedene Kommunikationsformate und -medien innerhalb der Wissenschaft kennen. Zum anderen werden Kommunikationsstrategien, die sich an die allgemeine Öffentlichkeit richten, untersucht und eigene Produkte der Wissenschaftskommunikation erstellt. 

Berufspraktikum

Im Rahmen des Masterstudiums wird ein Berufspraktikum in einem Umfang von 6 Wochen absolviert. Dabei lernen die Studierenden eine Institution aus der Berufspraxis der Geographie kennen und wenden die im Studium erworbenen theoretischen und methodischen Kenntnisse in der Praxis an.

Kolloquium Geosysteme

Im „Kolloquium Geosysteme“ werden konzeptionellen Fertigkeiten für die Anfertigung eigener Studien vertieft und die Studierenden bei der Erstellung der Independent Study und der Vorbereitung auf die Master-Thesis begleitet. Die Studierenden lernen eine Fragestellung mit theoretischen Konzepten zu verbinden sowie methodische Vorgehensweisen und ihren Einsatz auf spezifische Fragestellungen zu bewerten.

Independent Studies

Das Modul „Independent Studies“ dient dem Aneignen der Fähigkeit, eigenständig wissenschaftlich zu arbeiten und empirische Daten zu erheben und zu analysieren. Die Studierenden lernen selbstständig die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens auf eine geowissenschaftliche Fragestellung anzuwenden und diese mit empirischen Daten zu bearbeiten. Dabei entwickeln Sie ein Vorgehen zur Bearbeitung von Fragestellungen, beschaffen alle zur Bearbeitung notwendigen Quellen und Mittel und analysieren sie zur Beantwortung der Fragestellung.

General Skills: Lernen durch Lehre

Im Modul „General Skills: Lernen durch Lehre“ sammeln die Studierenden Erfahrungen in der Betreuung, Lehre und Begleitung von Bachelor-Studierenden auf ihrem Lernweg, sie wenden didaktische Verfahren an und werden mit Evaluationsmethoden und -verfahren und deren kritischer Beurteilung vertraut gemacht.

Master Thesis 

Die Master-Thesis dient als Nachweis für die Fähigkeit eine wissenschaftliche Fragestellung innerhalb einer vorgegebenen Frist selbstständig nach anspruchsvollen wissenschaftlichen Methoden und Praktiken zu bearbeiten. Im Thesis-Kolloquium werden die wesentlichen Resultate der Arbeit vorgestellt und diskutiert.