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Warum muss die JLU sparen?

Die Universität steht vor einem jährlichen Defizit von ca. 25 Millionen Euro, das sich aus Änderungen der Budgetierung des Landes im neuen hessischen Hochschulpakt 2026-2031 ergibt. Um die finanzielle Stabilität und die Strategie- und Handlungsfähigkeit zu sichern, sind kurzfristige Einsparungen und nachhaltige Strukturanpassungen notwendig. Diese beinhalten unter anderem einen Abbau von ca. 10 Prozent des Personals, da insbesondere Tarifsteigerungen und steigende Sachkosten während der Laufzeit des Hessischen Hochschulpakts 2026-2031 nicht bzw. nicht mehr vollständig vom Land kompensiert werden. 

 

Implikationen aus dem Hochschulpakt 2026-2031 im Detail:

  1. Dauerhafte Eckwerteabsenkung des Hochschulbudgets für alle Hochschulen ab 2026 um 30 Millionen Euro
  2. Tarifsteigerungen werden nicht ausgeglichen: Kein Ausgleich der Nachwirkung der Tarifsteigerung 2025 im Jahr 2026 und keine Kompensation der Kosten der Tarifsteigerung im Jahr 2026. Ab 2028 werden die Tarifsteigerungen  aus dem Vorjahr (teilweise) ausgeglichen.
  3. Ca. 25 Prozent des Gesamtbudgets auf Landesebene wird künftig über Leistungsindikatoren verteilt (Drittmitteleinnahmen, abgeschlossene Promotionen, Absolventinnen und Absolventen, Berufungen von Frauen, Promotionen von Frauen in MINT-Fächern, Abschlüsse von internationalen Studierenden). Die vorgenannten Leistungsparameter gewinnen, ebenso wie die Anzahl der Studierenden,  zunehmend an Bedeutung, weil damit zu rechnen ist, dass sie als Grundlage für den ab 2032 geltenden Hochschulpakt herangezogen werden. 

 

Finanzielle Ausgangslage der JLU mit deutlich reduzierten finanziellen Handlungsspielräumen:

  1. Hohe Tarifsteigerungen im Jahr 2025 und Nachwirkungen dieser Steigerung im Jahr 2026
  2. Starker Rücklagenabbau an der JLU erfolgt
  3. Weiterhin hoher Sanierungsbedarf der Infrastruktur

Um die Handlungs- und Strategiefähigkeit der JLU kurz- und langfristig zu sichern, sind ein strategischer Personalabbau und die Reduzierung von Infrastrukturkosten notwendig.

04.11.2025