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Neuer Simulationskreißsaal: Geburtshilfe und Neugeborenenversorgung trainieren mit Lucina und Luna

Einblick in die geburtshilfliche Lehre der Zukunft: Einweihung des Skills Labs Geburtssimulation am 16. Juli 2025

Nr. 114 • 8. Juli 2025 

Ein Ort für starke Nerven – und für moderne geburtshilfliche Lehre: Das neue Simulationslabor für Geburten wird am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) am 16. Juli 2025 offiziell eröffnet. Mit dem Geburtssimulator Lucina und dem Neugeborenensimulator Luna können Studierende der Hebammenwissenschaft geburtshilfliche Abläufe, Notfälle und die Erstversorgung des Neugeborenen unter realitätsnahen Bedingungen trainieren. „Das Ziel ist es, den Studierenden durch praxisnahes, simulationsbasiertes Lernen eine optimale Vorbereitung auf herausfordernde Situationen im praktischen Alltag in der Klinik und außerhalb zu ermöglichen“, so Prof. Dr. Ivo Meinhold-Heerlein, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Projektverantwortlicher.

Sowohl vaginale als auch operative Geburten lassen sich mit Lucina – von den Studierenden „GeBärbara“ getauft – simulieren. Die Schulung an dem Simulator umfasst alle Maßnahmen der Geburtshilfe und bereitet auch auf schwierige Entbindungen oder Notfallgeburten vor. So kann der Umgang mit Komplikationen gezielt trainiert werden – beispielsweise das Steckenbleiben der Schultern des Kindes im Geburtsweg (die sogenannte Schulterdystokie), Blutungen oder ein Nabelschnurvorfall. Dabei sind die Vitalwerte der „Gebärenden“ wie Blutdruck oder Puls, ihre Sprechfähigkeit und ihre Reaktion auf Interventionen durch die Lehrenden steuerbar.

Wenn die Geburt geschafft ist, lassen sich mit dem Neugeborenensimulator Luna die Erstversorgung und die Reanimation von Neugeborenen realistisch üben. Dabei wird die Anatomie des Neugeborenen – etwa Fontanellen oder Nabelschnur – detailliert abgebildet. Das „Neugeborene“ gibt unmittelbares Feedback zu den durchgeführten Maßnahmen. Luna simuliert Säuglinge ab der Geburt bis 28 Tage nach der Entbindung und ermöglicht somit das Erlernen der Versorgung von Neugeborenen in einer Phase, in der sie am anfälligsten sind und das Risiko von Notfällen am höchsten ist. Der Simulator ermöglicht das Üben nach den aktuellen Leitlinien zum Beispiel zur Beatmung und zur Herzdruckmassage.

Das Simulationslabor wird zunächst von Hebammenstudierenden des dualen Bachelorstudiengangs Hebammenwissenschaft genutzt, den die JLU in Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) anbietet. Die Simulatoren kommen vor allem in den Modulen zur Geburtshilfe, zum Notfallmanagement und zur Erstversorgung des Neugeborenen zum Einsatz. „Derzeit arbeiten wir am Ausbau der interprofessionellen Lehre, so dass bald auch Medizinstudierende mit Hebammenstudierenden gemeinsam im Simulationskreißsaal üben können“, sagt Prof. Meinhold-Heerlein.

Hinweis für die Redaktionen:
Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Einweihung des Skills Labs „Geburtssimulation“ im Medizinischen Lehrzentrum (Raum 2, Klinikstraße 29, Gießen) herzlich eingeladen. Das Simulationslabor ist am 16. Juli 2025 von 13 bis 18 Uhr geöffnet, um 17 Uhr wird Prof. Meinhold-Heerlein ein Grußwort zur Eröffnung sprechen.

Termin
Einweihung des Skills Labs „Geburtssimulation“:
Mittwoch, 16. Juli 2025, 13 bis 18 Uhr
17 Uhr: Eröffnung des Skills Labs durch Prof. Dr. Ivo Meinhold-Heerlein, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Medizinisches Lehrzentrum, Raum 2 (EG), Klinikstraße 29, Gießen

Weitere Informationen
Studieninteressierte, die sich für ein Studium der Hebammenwissenschaft interessieren, können sich hier informieren:
www.uni-giessen.de/de/studium/studienangebot/bachelor/hebammenwissenschaft

Kontakt
Rebecca Hepp
Bereich Hebammenwissenschaft, Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Telefon: 0641 99-48343
E-Mail: rebecca.hepp

 

 

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