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„Verdachtsmomente – Vermutungen, Grenzgänge und Brüche in der Kunst“

Studentische Konferenz am Institut für Kunstpädagogik – 1. und 2. Juli im Philosophikum II

Nr. 125 • 30. Juni 2016

Der Versuch einer Annäherung an die Kunst, besonders in ihren multiplen, aktuellen Ausrichtungen, gleicht bisweilen mehr einer Spurensuche als einem wissenschaftlichen Tatsachenbestand. Zwischen dem Alltäglichen und dem Außergewöhnlichen, zwischen aktuellen Positionen und zeitgeschichtlichen Perspektiven, will die studentische Konferenz „Verdachtsmomente – Vermutungen, Grenzgänge und Brüche in der Kunst“ am 1. und 2. Juli 2016 nach Hinweisen suchen. Künstlerische, kunstwissenschaftliche und journalistische Perspektiven treffen an diesem Juliwochenende aufeinander und suchen nach Koordinaten für ein zeitgemäßes Verständnis von Kunst. Die Konferenz findet im Philosophikum II statt.

Die Konferenz ist das Ergebnis des fachwissenschaftlichen Projektseminars „Verdachtsmomente“, das im Sommersemester am Institut für Kunstpädagogik unter der Leitung von Lisa Beißwanger stattgefunden hat. Die Studierenden haben im Rahmen des Seminars die Konferenz konzipiert und geplant. Die vielfältigen Aufgaben reichten von der inhaltlichen Konzeption, der Formulierung eines „Calls for Papers“ und die Auswahl der Vorträge, über Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit, Gestaltung von Drucksachen, bis hin zur Organisation von Räumlichkeiten, Catering und allgemeiner Veranstaltungsorganisation. Der Titel „Verdachtsmomente“ entstand in Anlehnung an den von Prof. Dr. Angeli Janhsen geprägten Begriff des „Kunstverdachts“.

Für die Leitung des Eröffnungsworkshops am 1. Juli 2016 sowie eine Keynote am 2. Juli konnte Dr. Jan G. Grünwald gewonnen werden. In seinem Vortrag „Monster und Gespenster - ästhetisierte Formen der Abweichung“, wird er die Abweichung von der Norm als einen „mitgedachten Teil der Normalität“ diskutieren: „Wenn die Abweichung jedoch der Normalfall ist, welche Abweichungsmöglichkeiten bieten sich dann überhaupt noch? Wenn die kapitalistische Verwertungslogik allumfassend ist, wie ist Kritik - in Form ästhetischer Produktion - möglich? Sind Hyperaffirmation und Ironie valide Formen der Aufklärung oder wird dadurch die herrschende Ideologie gestärkt?“. Der Vortrag wird gefolgt von drei Panels mit jeweils zwei Vortragenden. Die Themen der Panels reichen von „Transfigurationen des Alltags“ über „Das Künstler*innenbild auf dem Prüfstand“ bis zu „Künstlichkeit und Spiel“. Im Anschluss an diese Panels wird Zeit für allgemeine Diskussion sein.

Studierende, Dozierende und die interessierte Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und mitzudiskutieren. Eine Anmeldung unter verdachtsmomente@kunst.uni-giessen.de ist erwünscht.

  • Termin


Freitag, 1. Juli 2016, ab 16 Uhr, Institut für Didaktik der Mathematik, Karl-Glöckner-Str. 21C, Raum C001,  Gießen
Samstag, 2. Juli 2016, ab 9.45 Uhr, Institut für Kunstpädagogik, Karl-Glöckner-Str. 21H, Raum 008a, Gießen

  • Weitere Informationen


www.uni-giessen.de/ifk/verdachtsmomente (Mit Infos zum Programm)


  • Kontakt


E-Mail: verdachtsmomente@kunst.uni-giessen.de

 

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041