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Sanierungspläne für Heinrich-Buff-Ring 58 vorerst gestoppt

Neuplanung erforderlich – Dringend benötigte Laborflächen betroffen

Nr. 127 • 25. August 2025 

Die Sanierungspläne für den Heinrich-Buff-Ring 58 im Campusbereich Seltersberg liegen vorerst auf Eis: Wegen enormer Kostensteigerungen um rund 95 Millionen Euro kann die Maßnahme, die ursprünglich in diesem Jahr mit der Fassadensanierung beginnen sollte, nicht wie vorgesehen stattfinden. Wie es mit dem Gebäude, das vielen noch als „Alte Chemie“ bekannt ist, weitergeht, hängt von weiteren Prüfungen ab, die die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) jetzt schnellstmöglich durchführen werden.   

Bis dahin ist ein Weiterbetrieb der maroden Räumlichkeiten in der bisherigen Form und ohne Investitionen in den Altbestand nicht mehr möglich. Auch vor dem Hintergrund der enormen Energiekosten wird die JLU den Heinrich-Buff-Ring 58 und das von derselben Problematik betroffene angrenzende Hörsaal-Gebäude Heinrich-Buff-Ring 62 so schnell wie möglich leerziehen und schrittweise stilllegen. 

„Das Ende der über Jahre entwickelten Sanierungspläne aufgrund der Preissteigerungen im Bausektor ist für uns ein riesiges Problem“, betonte JLU-Kanzlerin Susanne Kraus. „Gerade die dort vorgesehenen Laborflächen werden von den Forschenden am Seltersberg dringend benötigt. Wir suchen jetzt so schnell wie möglich mit dem Land Hessen nach einer alternativen Lösung – einerseits für die mittel- und langfristigen Raumbedarfe der JLU, aber auch für die Zukunft des weithin sichtbaren Gebäudes.“ Ursprünglich sollte die für die kommenden zehn Jahre geplante Sanierung rund 150 Millionen Euro kosten. Zwischenzeitlich sind die Kosten aber auf rund 245 Millionen Euro gestiegen. 

Im Zuge der Energiekrise und mit Blick auf die anstehende Sanierung hatte die JLU das Gebäude schon zu großen Teilen geleert. Die noch verbliebenen Nutzungen, auch im angrenzenden Hörsaalgebäude, werden ab dem Sommersemester 2026 wie geplant durch das modernisierte Audimax im Philosophikum II und das wieder in Betrieb genommene Carl-Vogt-Haus (Heinrich-Buff-Ring 38) kompensiert. 

Den ursprünglichen Plänen zufolge sollte die Fassadenfläche von rund 5.000 Quadratmetern für vertikale Photovoltaik genutzt werden. Nach dem Ende der aufwändigen und langen Sanierungsphase sollte unter anderem die Zweigbibliothek Natur- und Lebenswissenschaften, die derzeit im Seltersweg untergebracht ist, in das Gebäude zurückkehren. Darüber hinaus waren an dem Standort vor allem Laborflächen, Praktikums- und Seminarräume sowie eine Mensa geplant.

 

 

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