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Transatlantische Zusammenarbeit trotz vielfältiger Herausforderungen

Universität Gießen stärkt Partnerschaft mit den Universities of Wisconsin (USA) – Antrittsbesuch der JLU-Präsidentin bei langjährigen Partnern in Madison und Milwaukee

Nr. 129 • 2. September 2025 

Dr. Jennifer L. Mnookin steht links mit roter Jacke. Rechts daneben steht Prof. Dr. Katharina Lorenz mit lila Jacke vor einer Tafel mit dem Schriftzug Wisconsin.
An der University of Wisconsin-Madison traf die JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz (r.) ihre Amtskollegin Dr. Jennifer L. Mnookin, Chancellor. Foto: Julia Volz

Internationale Kooperationen und wissenschaftlicher Austausch geraten politisch immer stärker unter Druck. In diesen Zeiten sind langjährige und vertrauensvolle Partnerschaften wie die zwischen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und ihren Partnern in Madison und Milwaukee (Wisconsin, USA) von besonderem Wert. Mit einer Reise zu diesen beiden US-Partneruniversitäten hat JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz nun ein Zeichen für die Stärkung dieser transatlantischen Zusammenarbeit gesetzt.

Begleitet von der Leiterin des Akademischen Auslandsamts der JLU, Julia Volz, führte die JLU-Präsidentin in den USA Gespräche mit ihrer Amtskollegin Dr. Jennifer L. Mnookin, Chancellor der University of Wisconsin-Madison, sowie mit Thomas Gibson, Chancellor, und Andrew Daire, Provost der University of Wisconsin-Milwaukee. In den Gesprächen mit den Hochschulleitungen standen die aktuellen Herausforderungen der politischen Rahmenbedingungen und die Rolle der Hochschulen in diesen Zeiten im Vordergrund. 

Darüber hinaus gab es mehrere Treffen mit zahlreichen, der JLU zum Teil eng verbundenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, um die Intensivierung der Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Studierendenaustausch zu besprechen. Mit der University of Wisconsin-Madison pflegt die JLU Verbindungen in Forschung, Lehre und Austausch in sieben Fachbereichen. Die Themenvielfalt reicht von der Rechtswissenschaft – hier währt die Zusammenarbeit mit der Law School der UW-Madison bereits mehr als 40 Jahre – über amerikanische Literatur und Kultur, Materialwissenschaften, Chemie und Ernährungssoziologie bis hin zur Geschichte der Medizin.

Enge langjährige Beziehungen der JLU mit der University of Wisconsin-Milwaukee bestehen zu den Fachbereichen 02 – Wirtschaftswissenschaften und 05 – Sprache, Literatur, Kultur. Hier gibt es einen regelmäßigen Austausch von Dozentinnen und Dozenten, außerdem eine enge Zusammenarbeit in der Lehrkräftebildung des Fachbereichs 03 – Sozial- und Kulturwissenschaften mit der School of Education. Verbindungen bestehen insgesamt in vier Fachbereichen und zwei Zentren der JLU in den Fachgebieten Wirtschafts- und Politikwissenschaft, amerikanische Literatur und Kultur, Pädagogik sowie den Materialwissenschaften. Für den Austausch hat die JLU Mittel aus dem Programm Erasmus+ eingeworben.

Links steht die JLU Präsidentin mit hellblauem Blazer, rechts Thomas Gibson im grauen Anzug mit blauer Kravatte. Hinter den beiden ein Gemälde.
Die JLU-Präsidentin mit Thomas Gibson, Chancellor der University of Wisconsin-Milwaukee. Foto: Julia Volz

„Wir setzen alles daran, gerade unter den aktuell schwierigen politischen Bedingungen die Wissenschaftskollaboration mit unseren Partneruniversitäten in Wisconsin zu intensivieren, mit denen wir bereits seit über 40 Jahren eng zusammenarbeiten“, betonte die JLU-Präsidentin. „Die Kontaktpflege und der Austausch über gemeinsame Werte und Visionen, die dieser Besuch ermöglicht hat, sind dafür eine wichtige Basis.“

Wie der internationale Austausch und die wissenschaftliche Zusammenarbeit in Zeiten globaler Herausforderungen weiter gestärkt werden können, war auch Thema in Terminen mit dem Präsidenten des Universities of Wisconsin System, Jay O. Rothman, sowie Prof. Dr. Johannes Britz, Interim Senior Vice President for Academic and Student Affairs und dem hessischen Wissenschaftsminister Timon Gremmels. Prof. Britz ist der JLU eng verbunden; er hatte im Jahr 2023 die Justus-Liebig-Medaille der JLU für seine Verdienste um die transatlantischen Beziehungen erhalten.

Im kommenden Jahr steht ein besonderes Ereignis für Hessen und Wisconsin an: Die Landespartnerschaft feiert 2026 ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass sind vielfältige Aktivitäten zur Stärkung der politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Verbindungen geplant, an denen sich die JLU aktiv beteiligen wird.

Letzter Programmpunkt der USA-Reise war die Jahrestagung des German Academic International Network (GAIN) in Boston, Massachusetts. Die GAIN Tagung ist die größte Plattform außerhalb Europas für internationale Wissenschaftskarrieren in Deutschland. Gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Sander, Prodekan des Fachbereichs Medizin der JLU, wurden internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu Karriereoptionen an der JLU beraten.

 

 

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