Vom Molekül bis zum Weltklima – Einblicke in die Forschung
Promovierende des Gießener Graduiertenzentrums für Lebenswissenschaften stellen auf der GGL-Jahrestagung am 16. und 17. September 2026 ihre Forschungsarbeiten vor
Nr. 130 • 9. September 2026
Krebsimmuntherapie, Placebo-Mechanismen bei entzündungsbedingten Krankheitssymptomen, Agrar- und Umweltforschung in Zeiten des Klimawandels – spannende Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse aus den Lebenswissenschaften erwartet die Gäste der 19. Internationalen Jahrestagung, zu der das Gießener Graduiertenzentrum für Lebenswissenschaften (GGL) der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) am 16. und 17. September 2026 einlädt. Zur Tagung werden 200 Teilnehmende aus 33 Ländern in Gießen erwartet.
Traditionsgemäß stellen auf der GGL-Jahrestagung einige Doktorandinnen und Doktoranden ihre Projekte und Arbeiten in Kurzvorträgen vor. Jede Session beginnt mit einer Einführung durch eine Expertin bzw. einen Experten in das jeweilige Fachgebiet. Eine Posterausstellung bietet darüber hinaus allen Mitgliedern des Graduiertenzentrums die Möglichkeit, die eigenen Forschungsprojekte der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Tagung ist eine bewährte Plattform zum Austausch und bietet auch in diesem Jahr wieder dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Gelegenheit, sich zu vernetzen. Am Ende der zweitägigen Konferenz werden Preise für den besten Vortrag, das beste Poster und das beste GGL-Foto vergeben, die von Sponsor*innen oder dem Graduiertenzentrum gestiftet werden.
Prof. Dr. Wencke Gwozdz, Vizepräsidentin für Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der JLU, und Prof. Dr. Eveline Baumgart-Vogt, GGL-Sprecherin, werden die Tagung am 16. September (Beginn: 9 Uhr) mit ihren Grußworten eröffnen. Es folgen die Einführungsvorträge aus den einzelnen Sektionen, in denen Expertinnen und Experten von verschiedenen nationalen und internationalen Universitäten neueste Beiträge aus ihrer Forschung präsentieren und mit ihren Impulsen Beiträge zum fächerübergreifenden Austausch leisten.
Prof. Dr. Alexander Visekruna, Philipps-Universität Marburg (UMR), widmet sich der Untersuchung der gegenseitigen Wechselwirkung zwischen Darmmikrobiota und dem Immunsystem und gibt Aufschluss über deren besondere Bedeutung in der Krebsimmuntherapie. Einblicke in die Autophagie (Autophagozytose) gibt Dr. Nicholas Ktistakis, Babraham Institute, Cambridge, UK. Der renommierte Wissenschaftler und Forschungsgruppenleiter ist zugleich Chefredakteur eines Wissenschaftsjournals. Er erläutert den Kontrollmechanismus, der schädliche oder überflüssige Stoffe aus den Zellen entfernt. Dr. Justine Schmidt, Universitätsklinikum Essen, untersucht Placebo-Mechanismen bei entzündungsbedingten Krankheitssymptomen. Sie wird berichten, wie Behandlungserwartungen die Immunreaktionen und die Wahrnehmung von Symptomen während akuter Entzündungen beeinflussen.
Prof. Yoichi Honda, Kyoto University, Japan, beschäftigt sich mit der Molekulargenetik von Pilzen. Er stellt seine Forschungsergebnisse vor, die Anwendung finden in der molekularen Züchtung, der biopharmazeutischen Produktion und der nachhaltigen Entwicklung neuartiger Materialien. Dr. Jayan Wijesingha, Universität Kassel, wird einen Blick in die Zukunft der Agrar- und Umweltforschung mittels Drohnen werfen.
Termin
16. und 17. September 2026, jeweils von 9 bis ca. 19 Uhr
Veranstaltungsort: Hörsäle und Foyer der Physik, Heinrich-Buff-Ring 14, 35392 Gießen
Weitere Informationen
https://www.uni-giessen.de/ggl/AC2026
Kontakt
Dr. Lorna Lück
Internationales Graduiertenzentrum für die Lebenswissenschaften (GGL)
Leihgesterner Weg 52, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-47283
E-Mail: office
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