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Universitäten Gießen und Marburg schauen nach Exzellenz-Entscheidung gemeinsam nach vorn

Region auch in Zukunft als Wissenschafts- und Innovationsstandort stärken

Marburg/Gießen, 02. Oktober 2026
Gemeinsame Presse-Information von Philipps-Universität Marburg und Justus-Liebig-Universität Gießen

Gruppenfoto
Marburger und Gießener Forschende und andere Beteiligte des Exzellenzantrags kamen zur Bekanntgabe der Exzellenzuniversitäten nach Marburg, um den Livestream des Wissenschaftsrats gemeinsam zu verfolgen. Auch ohne Titel wollen sie die exzellente Spitzenforschung und Innovationskraft in der Region weiter offensiv ausbauen. Foto: Katrina Friese

Nach der Entscheidung im Wettbewerb um den Titel Exzellenzuniversität schauen die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und die Philipps-Universität Marburg (UMR) gemeinsam nach vorn: Auch ohne den Titel werden beide Traditionsuniversitäten daran arbeiten, exzellente Spitzenforschung und Innovationskraft in der Region weiter offensiv auszubauen. Insgesamt vier Exzellenzcluster in Gießen und Marburg hatten den nötigen Rückenwind für den gemeinsamen Antrag „H_CORE – Hessian Collaboration for Research Excellence“ in der Förderlinie Exzellenzuniversität der bundesweiten Exzellenzstrategie gegeben. 

Beide Präsidien sind sich einig darin, dass die seit mindestens drei Jahrzehnten etablierte Zusammenarbeit zwischen den Universitäten in Gießen und Marburg – unter enger Einbeziehung der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) – durch den Wettbewerb ein neues Niveau erreicht hat. Die drei Hochschulen werden weiterhin die strategische Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Mittelhessen vorantreiben. Konzentriert auf Spitzenforschungsprojekte rund um die vier Exzellenzcluster und weit darüber hinaus haben Verwaltung, zentrale Einrichtungen, Gremien und unterschiedliche Statusgruppen beider Universitäten und der THM tragfähige Netzwerke geknüpft und die Zusammenarbeit nachhaltig vertieft.

„Natürlich bedauern wir, dass wir den Titel Exzellenzuniversität und die damit verbundene Förderung nicht bekommen haben“, sagt der Marburger Universitätspräsident Prof. Dr. Thomas Nauss. „Gleichzeitig gehen wir aus dem Wettbewerb mit einem weiter gestärkten Profil hervor. Zusammen mit unserer Spitzenforschungsleistung in der Breite der Fachdisziplinen ist das unsere Basis für die zukünftige Gestaltung der Wissenschaftsregion Mittelhessen.“ 

„Dass wir uns mit vier Exzellenzclustern für die Endrunde der Exzellenzstrategie qualifiziert haben, ist das direkte Resultat herausragender Forschungsleistung, harter Arbeit und der enormen Durchsetzungsstärke unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“, betont JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz. „Wir haben bewiesen, dass wir Exzellenz können – und wir sind bereit dazu, diesen Beweis auch in den kommenden Jahren immer wieder anzutreten. Unser Dank gilt allen Beteiligten in Gießen und Marburg, die mit enormer Energie und Professionalität gezeigt haben, was dieser Verbund zu leisten imstande ist.“ „Im ersten Moment sind auch wir enttäuscht, dass der Verbundantrag in diesem kompetitiven Wettbewerb die entscheidende Hürde nicht genommen hat“, kommentiert Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen. „Die vorbildliche Zusammenarbeit der drei mittelhessischen Hochschulen werden wir zum Wohle der Region fortsetzen.“

„Leider hat es für H_CORE mit dem Exzellenz-Titel nicht geklappt. Ich möchte dennoch allen Beteiligten zu ihrer beeindruckenden Leistung in den vergangenen Monaten gratulieren. Die mittelhessischen Universitäten haben sich in dem hochkompetitiven Verfahren der Exzellenzstrategie hervorragend präsentiert. Sie sind internationale Zentren der Spitzenforschung. Ihre innovativen Zukunftskonzepte haben viel Anerkennung von den internationalen Gutachtenden erfahren. Der Verbund ist über die Jahre gewachsen und zu einem Innovationsmotor für Mittelhessen geworden. Wir als hessische Landesregierung werden diesen Weg weiterhin unterstützen“, so der hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels.

Exzellenzcluster

Die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Philipps-Universität Marburg waren in der Förderlinie Exzellenzcluster der Exzellenzstrategie mit insgesamt vier Clustern erfolgreich. Hier die Cluster im Einzelnen:

Cardio-Pulmonary Institute (CPI) leistet grundlegende und international führende Beiträge zu kardio-pulmonaler Forschung und Therapieentwicklung für Herz- und Lungenerkrankungen. Mehr zum CPI

Microbes for Climate (M4C) will die Wissensgrundlage für einen zukünftig ausgeglichenen Kohlenstoffkreislauf schaffen, um der weiteren Erderwärmung entgegenzuwirken. Mehr zu M4C

Post Lithium Energy Storage (POLiS) betreibt die Batterieforschung der Zukunft, um die Grundlagen für leistungsfähigere, zuverlässigere und umweltfreundlichere Energiespeicher zu ermöglichen. Mehr zu POLiS

The Adaptive Mind (TAM) verfolgt das Ziel, grundlegende Prozesse der menschlichen Wahrnehmung, des Denkens und Verhaltens zu verstehen, die es ermöglichen, sich an ständig verändernde Bedingungen anzupassen. Mehr zu TAM

 

 

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