Inhaltspezifische Aktionen

Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation Linden bekommt neuen CO2-Tank

Luft-Ausströmungsgeräusche bei der Befüllung möglich – Keine Gefährdung der Anwohnerinnen und Anwohner

Nr. 188 • 27. Oktober 2015

Die Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation Linden erhält einen neuen CO2-Tank, der am 28. Oktober 2015 aufgestellt wird. Am folgenden Tag wird er ab 9 Uhr erstmals mit Kohlendioxid (CO2) befüllt. Dabei kann es zu Ausströmungsgeräuschen durch aus dem Tank verdrängte Luft kommen. Möglich ist auch, dass bei der Befüllung geringe Mengen an CO2 freigesetzt werden. Dies stellt jedoch keine Gefährdung für die Anwohnerinnen und Anwohner dar – ebenso wenig wie das Ablassen von Restmengen an CO2 aus dem Tank, der die Forschungsstation aktuell mit CO2 versorgt. Dieser Tank wird voraussichtlich am 29. Oktober 2015 abgebaut. Gemäß den Gefahrgutvorschriften darf er nur in leerem Zustand transportiert werden.

Auf der Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation Linden wird im Rahmen der dortigen Forschungsarbeiten der Luft, die die Pflanzen umgibt, CO2 in gering erhöhten Dosen zugesetzt. Damit soll der Einfluss eines steigenden CO2-Gehalts in der Luft auf die Vegetation erforscht und vorausgesagt werden. In den Ringen wird die CO2-Konzentration um 20 Prozent über den aktuellen Wert während der Tageslichtstunden erhöht. Diese CO2-Anreicherung in den Ringen liegt weit unter den CO2-Werten, die zum Beispiel in Schulräumen oder in schlecht gelüfteten Schlafzimmern auftreten können; sie führt zu CO2-Konzentrationen, wie sie auch in Innenstädten herrschen. Somit sind auch die Freilandversuche mit CO2-Anreicherung selbstverständlich unkritisch für die Anwohnerinnen und Anwohner. Die CO2-Konzentrationen in der Umgebung der Forschungsstation werden von den Messstationen des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) erfasst.

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041