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Prof. Bojana Kunst steht an der Spitze der Hessischen Theaterakademie

Professorin für Tanzwissenschaft mit dem Schwerpunkt Choreographie und Performance an der Justus-Liebig-Universität Gießen zur Präsidentin der HTA gewählt

Nr. 19 • 27. Februar 2026 

Die Professorin hat halblange braune Haare, eine Brille auf und eine kurzärmlige, weiße Bluse an. Sie hält ein Mikrofon in der Hand.
Prof. Dr. Bojana Kunst, Professorin für Tanzwissenschaft mit dem Schwerpunkt Choreographie und Performance an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Präsidentin der Hessischen Theaterakademie (HTA). Foto: Nada Žgank

Studierende der Angewandten Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) können sich intensiv und bereits früh im Studium auf die komplexe Realität künstlerischer Berufe vorbereiten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie enge Verzahnung von Theorie und Praxis ist möglich dank einer engen Kooperation innerhalb der Hessischen Theaterakademie (HTA). An der Spitze der HTA steht seit Februar 2026 Prof. Dr. Bojana Kunst, die an der JLU die Professur für Tanzwissenschaft mit dem Schwerpunkt Choreographie und Performance innehat.

JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz gratuliert der neuen HTA-Präsidentin herzlich: „Die Wahl von Prof. Bojana Kunst zur Präsidentin der Hessischen Theaterakademie ist ein herausragender persönlicher Erfolg und zugleich eine weitere Auszeichnung für die Gießener Theaterwissenschaft, die national und international einen herausragenden Ruf genießt.“ Gerade in herausfordernden Zeiten, da sich Angriffe auf die Demokratie mehren, gelte es, sich gemeinsam für die Vielfalt der darstellenden Künste starkzumachen, kreative Potenziale auszuschöpfen und durch eine enge Vernetzung eine umfassende Ausbildung künftiger Generationen zu sichern. 

Prof. Bojana Kunst wurde am 21. Februar zur Präsidentin der HTA gewählt und folgt damit auf Prof. Ingo Diehl von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, der das Amt seit 2018 bekleidete. Gemeinsam mit der neuen Vizepräsidentin Dorothea Hartmann, Intendantin des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, hat sich Prof. Kunst vorgenommen, den institutionsübergreifenden Austausch fortzuführen und die gemeinsame Gestaltung von Strukturen der Ausbildung und Forschung zu stärken. Sie sagt: „In meiner neuen Rolle als Präsidentin der Hessischen Theaterakademie sehe ich eine große Chance, die am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft entwickelte enge Verbindung von Forschung, Lehre und künstlerischer Praxis auf Netzwerkebene weiterzutragen. Die HTA ermöglicht einen intensiven Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Theatern, stärkt die Sichtbarkeit der Studiengänge der Angewandten Theaterwissenschaft und fördert zugleich die Weiterentwicklung künstlerischer und theoretischer Forschung.“

Prof. Dr. Bojana Kunst ist seit 2012 Leiterin des Masterstudiengangs Choreographie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU. Sie wurde an der Universität Ljubljana in Philosophie promoviert und habilitierte sich 2003 an der Universität Primorska (Slowenien). In ihrer Forschung konzentriert sich Prof. Kunst auf zeitgenössische Performance, Theater und Tanz, insbesondere auf die Entwicklungen seit dem späten 20. Jahrhundert. In den vergangenen Jahren beschäftigte sie sich u. a. intensiv mit den sich wandelnden Rollen von Künstler:innen in der heutigen Gesellschaft. 

Mit Prof. Kunst steht zum zweiten Mal ein Mitglied der JLU an der Spitze der HTA. Prof. Dr. h.c. Heiner Goebbels war von 2006 bis 2018 Präsident der Hessischen Theaterakademie und prägte in dieser Zeit den interdisziplinären Verbund zwischen Hochschulen und Theatern im Rhein-Main-Gebiet wesentlich mit. 

Hessische Theaterakademie
Die Hessische Theaterakademie mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine Einrichtung des Landes Hessen und wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) finanziert. Sie bildet ein Netzwerk zwischen den Stadt- und Staatstheatern in Hessen und darüber hinaus sowie den Studiengängen für darstellende Künste an fünf hessischen Hochschulen (Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt/M., Hochschule für Gestaltung Offenbach, Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurt University of Applied Sciences und Justus-Liebig-Universität Gießen). Ziel ist die bessere Verzahnung zwischen interdisziplinär angelegter Ausbildung und professionellem Schaffen in Theater, Musiktheater, Tanz und Performance. 

Weitere Informationen
https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb05/atw

 

Kontakt
Prof. Dr. Bojana Kunst, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU Gießen,
Fachbereich 05 – Sprache, Literatur, Kultur 
Telefon: 0641 99-31225; E-Mail: bojana.kunst

 

 

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