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Wechsel im Präsidium der Universität Gießen

Erweiterter Senat der JLU wählt Prof. Dr. Verena Dolle und Prof. Dr. Dr. Peter Kämpfer zu Vizepräsidenten der JLU

Nr. 202 • 11. November 2015
Der Erweiterte Senat der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat am Mittwoch eine neue Vizepräsidentin und einen neuen Vizepräsidenten gewählt. Die Romanistin Prof. Dr. Verena Dolle und der Mikrobiologe Prof. Dr. Dr. Peter Kämpfer sind in den kommenden drei Jahren für die Bereiche Studium und Lehre sowie Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zuständig. Vor der Wahl hatte der Erweiterte Senat beide Kandidaten öffentlich angehört.

JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee freut sich auf die Zusammenarbeit mit den beiden neuen Präsidiumsmitgliedern und bedankte sich gleichzeitig bei den beiden Vorgängern Prof. Dr. Adriaan Dorresteijn und Prof. Dr. Peter Schreiner: „Unsere Zusammenarbeit im Präsidium war immer geprägt von dem gemeinsamen Interesse an der positiven Entwicklung der Justus-Liebig-Universität Gießen. Dafür bin ich den beiden bisherigen Amtsinhabern sehr dankbar. Ich bin überzeugt davon, dass die Universität auch mit den neuen Präsidiumsmitgliedern Prof. Dolle und Prof. Kämpfer die anstehenden Herausforderungen hervorragend meistern wird.“

Prof. Dolle wird ihr Amt als Nachfolgerin des bisherigen Ersten Vizepräsidenten Prof. Dorresteijn am 16. Dezember 2015 antreten. „Ich möchte die Exzellenz der Lehre in die Breite bringen und die Attraktivität der JLU weiter steigern“, betonte die 51-jährige Professorin am Institut für Romanistik.

Prof. Kämpfer bedankte sich nach der Wahl für das Vertrauen des Erweiterten Senats. Der 55-jährige künftige Vizepräsident verband seinen Dank mit dem Wunsch für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit des Präsidiums mit dem Senat und den Fachbereichen der JLU bei künftigen Forschungsangelegenheiten und -herausforderungen.

Prof. Dr. Verena Dolle

Prof. Dr. Verena Dolle (Foto: Fotoland Gießen)


Prof. Dolle wurde 2009 auf die Professur für Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt  Spanien, Portugal und Lateinamerika berufen. Hochschulpolitische Erfahrungen sammelte sie unter anderem als Studiendekanin und später als Prodekanin des Fachbereichs 05 – Sprache, Literatur, Kultur der Universität Gießen. Sie verfügt über langjährige Gremienerfahrung in unterschiedlichen Universitäten und Bundesländern.

Prof. Dolle studierte Romanistik, Komparatistik und Musikwissenschaft in Aachen, Paris, Bonn und Bochum. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin forschte sie zunächst an der Ruhr-Universität Bochum und dann an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Sie promovierte 1998 mit einer Arbeit zu den Romanen Robert Pingets. Nach ihrer Habilitation über die „Eroberung Mexikos im spanischsprachigen Epos des Siglo de Oro“ lehrte sie als Professorin zunächst am Lateinamerika-Institut der FU Berlin, bevor der Ruf an die JLU erfolgte.

Im Bereich der lateinamerikanischen Literatur und Kultur forscht sie derzeit zur Modellierung von historischen Gewalterfahrungen, Transkulturationsprozessen und Identitäten sowie literarischen Formen der Verknappung im Bezug zur Wahrnehmung von Zeit.

Prof. Dr. Dr. Peter Kämpfer
Prof. Dr. Peter Kämpfer (Foto: Rolf K. Wegst)


Prof. Dr. Dr. Peter Kämpfer ist seit 1995 Professor für Mikrobiologie der Recyclingprozesse an der Universität Gießen. Nach einem Biologie-Studium an der Universität Bonn und einem Aufbaustudium (Technischer Umweltschutz) an der TU Berlin promovierte er in beiden Fächern zum Dr. rer.-nat. und Dr. Ing. An der TU Berlin habilitierte er sich 1993 und war im Anschluss bis zu seinem Ruf an die JLU wissenschaftlicher Oberassistent am Institut für Hygiene und Umweltmedizin der RWTH Aachen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Arbeiten zur Beschreibung neuer bakterieller Arten und Gattungen sowie mikrobielle Diversitätsstudien verschiedenster Habitate wie zum Beispiel Klärschlamm oder Biogasanlagen. Seit 2008 ist er Vorsitzender des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe und Vorsitzender des Expertenkreises „Einstufung von Biostoffen“ beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Nicht nur als Dekan des Fachbereichs 09 – Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement konnte er Erfahrungen in der Gremienarbeit sammeln. Zuvor war er bereits Studiendekan und unter anderem Mitglied in der Senatskommission „Modularisierung und gestufte Studiengänge“.