Palliativforschung: Neue Impulse aus Marburg und Gießen
Anna Pedrosa Carrasco und Daniel Berthold gemeinsam in neuer Sprecherrolle
25. August 2026
Gemeinsame Pressemitteilung von der Philipps-Universität Marburg und der JLU
Dr. Anna Pedrosa Carrasco aus Marburg und PD Dr. Daniel Berthold aus Gießen sind zu den Sprechern der Arbeitsgruppe Forschung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) gewählt worden. Gemeinsam wollen sie die bundesweite Vernetzung der Palliativforschung stärken und den wissenschaftlichen Austausch über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg fördern.
Die Palliativversorgung hat das Ziel, die Lebensqualität von Menschen mit schweren, nicht heilbaren Erkrankungen und ihren Angehörigen zu erhalten und zu verbessern. Forschung spielt dabei eine wichtige Rolle: Sie hilft beispielsweise zu verstehen, welche medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Angebote Betroffenen tatsächlich helfen und wie eine gute Versorgung gestaltet werden kann.
Die Arbeitsgruppe Forschung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) bringt Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen zusammen, die sich mit diesen Fragen beschäftigen. Palliativforschung ist dabei ausdrücklich multiprofessionell: Medizin, Pflege, Psychologie und weitere Gesundheitsberufe arbeiten ebenso zusammen wie Forschende aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, den fachübergreifenden Austausch zu fördern, die Qualität und Sichtbarkeit der Forschung zu stärken und insbesondere auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu unterstützen.
Zwei wissenschaftliche Perspektiven für die Arbeitsgruppe
Mit Dr. Anna Pedrosa Carrasco und PD Dr. Daniel Berthold übernimmt nun ein Sprecherduo Verantwortung für die Arbeitsgruppe, das unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven verbindet.
Pedrosa Carrasco forscht an der Philipps-Universität Marburg und arbeitet als Postdoktorandin an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) am Standort Marburg. Als Ärztin ist sie zudem in der neuropalliativen Versorgung tätig und betreut unter anderem Patient*innen im Rahmen einer neuropalliativen Sprechstunde. Zu ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören unter anderem Fragen der Neuropalliation und der Versorgung von Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen.
PD Dr. Daniel Berthold forscht an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und ist Psychologe, Palliativpsychologe und Psychoonkologe am UKGM am Standort Gießen. Im Schwerpunkt Palliativmedizin der Medizinischen Klinik II ist er unter anderem für die Koordination der Forschung zuständig.
Vernetzung als gemeinsames Ziel
Mit ihrem gemeinsamen Sprecheramt möchten Pedrosa Carrasco und Berthold die Vernetzung der Palliativforschung in Deutschland weiter voranbringen. Dabei soll die Arbeitsgruppe eine offene Plattform für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen und Karrierestufen sein.
„Palliativforschung lebt von unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und von der Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg“, sagt Dr. Anna Pedrosa Carrasco. „Ich möchte dazu beitragen, dass die Arbeitsgruppe ein Ort ist, an dem Forschende ihre Erfahrungen und Ideen miteinander teilen, neue Kooperationen entstehen und auch junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler frühzeitig Anschluss an die Forschungscommunity finden.“
Dr. Daniel Berthold betont die Bedeutung der bundesweiten Vernetzung: „In der Palliativforschung gibt es an vielen Standorten spannende Projekte und wertvolle Expertise. Unser Ziel ist es, diese stärker miteinander zu verbinden und den Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen und Forschungsschwerpunkten zu fördern. So können aus einzelnen Aktivitäten langfristig gemeinsame Forschungsnetzwerke entstehen.“
Ein besonderes Anliegen des neuen Sprecherduos ist es, Brücken zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und Standorten zu bauen. Dazu gehört die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen und Disziplinen ebenso wie die Verbindung von Forschung und klinischer Praxis sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Arbeitsgruppe stärkt deutsche Palliativforschung
Die Arbeitsgruppe Forschung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin widmet sich unter anderem dem wissenschaftlichen Austausch, der methodischen Weiterbildung und der Vernetzung von klinischen und wissenschaftlichen Arbeitsbereichen. Sie setzt sich zudem für eine stärkere nationale und internationale Sichtbarkeit der deutschen Palliativforschung ein. Seit 2013 organisiert die Arbeitsgruppe die Wissenschaftlichen Arbeitstage der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.
Ansprechpersonen:
Dr. Anna Pedrosa Carrasco
Fachbereich Medizin
Philipps-Universität Marburg
Tel.: 06421 58-66487
E-Mail: anna.pedrosacarrasco
PD Dr. Daniel Berthold
Fachbereich Medizin
Justus-Liebig-Universität Gießen
E-Mail: daniel.berthold
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