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Neubau von Praktikumsflächen für die Fleischhygiene

Lehre am Fachbereich Veterinärmedizin sichergestellt – JLU nicht abhängig von Schlachthöfen in der Region

Nr. 23 • 5. Februar 2015

Lageplan des Campusbereichs Veterinärmedizin mit dem Standort des Neubaus. Grafik: JLU

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) wird auch in Zukunf
Der geplante Neubau Fleischhygiene. Grafik: HWP Planungsgesellschaft mbH
t unabhängig von anderen Akteuren die Lehre am Fachgebiet Veterinärmedizin sicherstellen: Für die Ausbildung und die Prüfungen im Fachgebiet „Schlachttier- und Fleischuntersuchung“ entsteht in der Straße Am Steg / Höhe Frankfurter Straße 93 für rund drei Millionen Euro (inkl. Geräte) ein Neubau „Praktikumsflächen Fleischhygiene“. „Die Universität ist langfristig auf eine verlässliche und stabile Infrastruktur für Forschung und Lehre angewiesen“, betont JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, „und das unabhängig von unternehmerischen Entscheidungen anderer.“ Die angehenden Tierärztinnen und Tierärzte nutzen derzeit – ausgelöst durch die überraschende Schließung des Gießener Schlachthofes vor gut zwei Jahren – übergangsweise den Schlachthof Marburg für Ausbildung und Prüfungen.

Mit der Freimachung des Baufeldes und den damit verbundenen Baumfällungen soll bereits in der kommenden Woche, voraussichtlich ab 9. Februar 2015, begonnen werden. Betroffen sind insgesamt 13 Bäume. „Der Standort ist für den Lehr- und Forschungsbetrieb von großer Bedeutung, da er nur wenige Schritte vom Campusbereich Veterinärmedizin entfernt liegt“, betont der Dekan des Fachbereichs, Prof. Dr. Martin Kramer. Er freue sich auch über die nachhaltige Campusbewirtschaftung: Derzeit liegen auf dem Baufeld noch Behandlungsräume der Vogelklinik, die ab Mitte Mai zurückgebaut werden sollen. Mit dem Fleischhygiene-Neubau soll im Juli 2015 begonnen werden, die Übergabe ist für 2016 geplant.

Der geplante Neubau berücksichtigt alle hygienerechtlichen Anforderungen, damit das zu Lehr- und Prüfungszwecken verwendete Fleisch verwertbar bleibt und auch in den Handel gelangen kann. Das Gebäude soll als Kühllager EU-zugelassen werden. Herzstück ist ein Prüfungs- und Demonstrationsraum für etwa 60 Personen, hinzu kommen unter anderem Kühlräume, ein Tierarztzimmer, sowie eine Hygieneschleuse und Sanitärbereiche. Schlachtung und Zerlegung werden in dem neuen Gebäude nicht stattfinden.  


Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041