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Preisgekrönte Performance zu den Erfahrungen als Regiehospitantin

JLU-Studentin Hannah Helbig erhält beim Festival Körber Studio Junge Regie den Publikumspreis – Kritische Auseinandersetzung mit dem Machtgefüge an Theatern

Nr. 96 • 13. Juni 2024 

Ihre Erfahrungen als Regiehospitantin hat die JLU-Studentin Hannah Helbig in ihrer preisgekrönten Performance „‘Strukturen und Menschen‘ – Tagebuch einer Hospitantin 2.0“ verarbeitet. Foto: Talisa Frenschkowski
Ihre Erfahrungen als Regiehospitantin hat die JLU-Studentin Hannah Helbig in ihrer preisgekrönten Performance „‘Strukturen und Menschen‘ – Tagebuch einer Hospitantin 2.0“ verarbeitet. Foto: Talisa Frenschkowski

Hannah Helbig, Studentin der Angewandten Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), ist beim Festival „Körber Studio Junge Regie“ in Hamburg für ihre Inszenierung „‘Strukturen und Menschen‘ – Tagebuch einer Hospitantin 2.0“ mit dem Publikumspreis ausgezeichnet worden. Das Körber Studio Junge Regie gilt als die wichtigste Begegnungsplattform für Regiestudierende und -hochschulen im deutschsprachigen Raum. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des Thalia Theaters, der Körber-Stiftung und der Theaterakademie Hamburg unter der Schirmherrschaft des Deutschen Bühnenvereins. Am diesjährigen Wettbewerb am Hamburger Thalia Theater nahmen zwölf Theaterausbildungsinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.

Hannah Helbig präsentierte eine Lectureperformance, in der sie sich mit Machtgefügen an deutschen Theaterinstitutionen kritisch auseinandersetzt. Grundlage des Stückes ist ihre eigene Erfahrung als Regiehospitantin. Mit minutiösem Blick analysiert Helbig Erscheinungsformen, Wirkungsweisen und – physische wie psychische – Auswirkungen der Ausübung von Macht in künstlerischen Produktionsprozessen am Beispiel der Berliner   Theaterinszenierung und ihres Regisseurs. Tagebucheinträge und Sprachnachrichten wechseln sich ab mit feministischer Perspektivierung und struktureller Kritik. Innerhalb einer knappen Stunde entsteht das Bild eines ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnisses, das mit institutionalisierten Produktionsprozessen in den darstellenden Künsten vielfach einhergeht.

Hannah Helbig, geboren 2001 in Wiesbaden, entwickelte bereits verschiedene kollektiv entstandene Theaterarbeiten. Dabei interessiert sie das Hinterfragen von Unhinterfragtem durch theatrale Mittel und ein Changieren zwischen Kanon-, Institutions- und Selbstkritik. Helbig studiert Angewandte Theaterwissenschaft im Bachelor-Studiengang.

Immer wieder werden Studierende der Angewandten Theaterwissenschaft (ATW) an der JLU für ihre Inszenierungen mit Preisen ausgezeichnet. Erst kürzlich hat die ATW-Studentin Dana Maxim für ihr Stück „Domestic Foreigner“ den Grand Prix beim Internationalen Studierendentheaterfestival in Tiflis erhalten.

 

  • Weitere Informationen

www.uni-giessen.de/de/fbz/fb05/atw

 

  • Kontakt

Prof. Dr. Bojana Kunst
Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU Gießen
Telefon: 0641 99-31225

 

Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • pressestelle

 

 

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