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Erfreuliche Ergebnisse der FCMH-Hochschulen im bundesweiten Gleichstellungsranking

CEWS-Ranking 2025 würdigt gezielte Maßnahmen zur Förderung von Wissenschaftlerinnen

24. Juli 2025
PM des Forschungscampus Mittelhessen

Die Philipps-Universität Marburg zählt im neuen CEWS-Gleichstellungsranking 2025 zu den führenden Hochschulen Deutschlands: Im Vergleich von 79 Universitäten belegt sie bundesweit mit sechs weiteren Unis die beste Wertungskategorie und ist damit die einzige hessische Universität in dieser Spitzengruppe.

Ausschlaggebend für die Platzierung sind vor allem die gezielten Maßnahmen der Universität zur Erhöhung des Frauenanteils in der Wissenschaft. Durch strategische Instrumente wie die aktive Rekrutierung bei Berufungsverfahren konnte der Anteil von Professorinnen seit dem letzten Ranking 2023 deutlich von 28,5 % auf 34% gesteigert werden. Auch bei den Promotionen von Frauen (52,5 % gegenüber dem Bundesdurchschnitt von 46%) und beim wissenschaftlichen Personal mit Promotion unterhalb der Professur (45%) liegt die Universität Marburg bundesweit über dem Durchschnitt.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere langjährigen Gleichstellungsbemühungen nun auch im Ranking deutlich sichtbar werden“, sagt die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Universität, Dr. Nina Schumacher. „Die gute Platzierung bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg beizubehalten und beispielsweise den Professorinnenanteil noch weiter zu erhöhen.“ Die Universität setzt dabei weiterhin auf individuelle Berufungsstrategien, wie zuletzt am Fachbereich Physik mit der Berufung von Professorin Dr. Nadine Leisgang. Das CEWS-Ranking leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Transparenz, sondern dient auch als Impulsgeber für weitere Gleichstellungsentwicklungen.

 

Das aktuelle CEWS-Ranking bescheinigt der Justus-Liebig-Universität Gießen aufgrund der sehr guten Platzierung eine positive Entwicklung. In nur zwei Jahren ist es der JLU im Gesamtranking gelungen von der Ranggruppe 6 in die Ranggruppe 3 aufzusteigen. Ranggruppe 1 wurde nicht vergeben. In vier der insgesamt sechs Kategorien, die in das Ranking eingeflossen sind, ist die JLU in die Spitzengruppe gelangt.

Dies zeigt, dass die JLU insbesondere bei den Indikatoren, die die frühen Karrierestufen innerhalb des Wissenschaftssystems abbilden, aufgrund ihres hohen Frauenanteils sehr erfolgreich abgeschnitten hat. Bereits seit Jahren verzeichnet die JLU bei den Studierenden und den Promotionen einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil und hat in diesen Bereichen längst Gleichstand erreicht. Eine paritätische Geschlechterverteilung kann sie im aktuellen Ranking auch beim wissenschaftlichen Personal unterhalb der Lebenszeitprofessur verzeichnen. Seit dem letzten Ranking aus dem Jahr 2023 konnte sich der Frauenanteil bei diesen Beschäftigten von 49,4 % auf rund 52,6 % weiterentwickeln. Auf Bundesebene liegt der Frauenanteil mit 45,0% deutlich unter dem der JLU. Ebenfalls sehr erfreulich ist das gute Ergebnis in der Kategorie Juniorprofessuren. Der Frauenanteil liegt in diesem Bereich mit 57,9% rund neun Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. Seit 2019 hat die JLU ihr Unterstützungs- und Maßnahmenangebot für die Zielgruppe der Wissenschaftlerinnen auf den frühen Karrierestufen systematisch an der JLU ausgebaut. Der Anstieg der Frauenanteile verdeutlicht, dass dieses Engagement zielführend ist.

Das Ranking zeigt jedoch auch, dass die Entwicklungen einer stetigen Beobachtung bedürfen. So liegt der Professorinnenanteil an der JLU zwar mit 32,5% deutlich über den 28,0% im Bundesdurchschnitt, hat sich seit dem letzten Ranking aber kaum verändert. Langfristiges Ziel der JLU ist die geschlechtergerechte Verteilung auch auf Ebene der unbefristeten Professuren.

 

Zwischen 2023 und 2025 zeigt die Technische Hochschule Mittelhessen eine positive Entwicklung in der Gleichstellungspolitik. Der Sprung in eine höhere Ranggruppe im neuen CEWS-Gleichstellungsranking 2025 unterstreicht Fortschritte, insbesondere bei den Professuren. Der Anteil von Professorinnen ist in diesem Zeitraum deutlich gestiegen, von 16 Prozent im Jahr 2023 auf 20,5 Prozent im Jahr 2025. Dieser Anstieg setzt die positive Entwicklung seit 2020 fort, als der Anteil noch bei lediglich 11,5 Prozent lag.

Diese positive Entwicklung ist vor allem auf die Maßnahmen zur Qualitätssicherung zurückzuführen, die im neuen Berufungsleitfaden (2022) sowie in der aktualisierten Berufungssatzung (2023) verankert wurden. Beide Dokumente enthalten zahlreiche Neuerungen zur Sicherung der Qualität und zur Förderung chancengerechter Berufungsverfahren. Ein weiterer möglicher Grund für diesen positiven Trend ist die Zielsetzung im Rahmen des Frauen- und Gleichstellungsplans. Der steigende Frauenanteil in den Professuren zeigt, dass die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung zeigen.

Trotz dieser Erfolge besteht weiterhin eine deutliche Unterrepräsentanz von Frauen in den professoralen und wissenschaftlichen Bereichen – insbesondere in den ingenieurwissenschaftlichen Fächern. Die THM möchte daher an die bisherigen Fortschritte anknüpfen und ihre Gleichstellungsarbeit konsequent und wirkungsvoll weiterentwickeln.

 
Link zum Thema

https://www.gesis.org/fileadmin/cews/www/download/CEWSpublik34_Ranking_25.pdf

 
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