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Artikelaktionen

Prof. Dr. Verena Dolle

Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Spanien, Portugal und Lateinamerika
Für Startseite

Büro: Phil II, Haus G, Raum 04a

Tel.: +49 (0)641/99-31150

Sekretariat: Raum 04b

Sekretärin: Pilar Diz Núñez, Tel.:  99 - 31151

Fax: +49 (0)641/99-31159

Email/Correo electrónico/email

Dolle, Prof. Dr. Verena

Sprechstunden

Terminvereinbarung nur über StudIP möglich.

Sprechstunde Sekretariat

 Sprechstunde des Sekretariats (Frau Diz)

In der Regel montags bis donnerstags 9:00 bis 13:00 Uhr sowie zusätzlich bei Bedarf nach Vereinbarung per Mail oder Telefon.

pilar.diz@romanistik.uni-giessen.de

0641-99 31151

Infos für Studierende

Studierendenaustausch (Auslandssemester)

Auslandssemester

Auslandssemester in Mexiko-Stadt (UNAM), Lima (PUCP), Rio de Janeiro (UERJ) oder Bogotá (Uni de los Andes, 2 Stipendien pro Semester)
Wir bieten Plätze für Auslandssemester an unseren Partneruniversitäten in Mexiko-Stadt, Lima, Rio de Janeiro und Bogotá. Richten Sie bitte Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Transcript of Records, Sprachnachweis) an das Erasmusbüro, Karl-Glöckner-Str. 21G. Von dort wird es an Frau Prof. Dolle als Kooperationsbeauftragte weitergeleitet. Bewerbungsfrist ist der 13. Januar 2020.

 

Rio de Janeiro, Universidade do Estado do Rio de Janeiro, UERJ

Das Kooperationsabkommen zwischen der JLU und der UERJ ermöglicht, dass pro Semester 5 Studierende der JLU ein Auslandssemester (evtl. auch zwei Semester) an der UERJ absolvieren. Dazu bewerben Sie sich mit folgenden Unterlagen beim Erasmusbüro:

  • Eigenes Motivationsschreiben und Lebenslauf auf Portugiesisch
  • Aktueller Leistungsnachweis und Transcript of Records für JLU outgoing students (wird vom Prüfungsamt ausgestellt) auf Deutsch oder Englisch, mit eigener portugiesischer Übersetzung
  • Bescheinigung über das Sprachniveau bzw. Nachweis Língua 3 (wird z. B. von den Lektorinnen ausgestellt)
  • Bewerbungsformular der UERJ (Homepage) und Liste der Kurse, die man dort besuchen möchte (Plano de Estudos)
  • Kopie des Reisepasses
  • Auslandsreisekrankenversicherung inclusive Rücktransport (erst später notwendig, wenn man akzeptiert wurde)

Geben Sie bei der Bewerbung bitte auch einen Zweitwunsch und einen Drittwunsch an, wahrscheinlich stehen auch noch weitere Plätze in Salvador da Bahia zur Verfügung.

 

 

Mexiko, UNAM - Universidad Nacional Autónoma de México

Im Rahmen des Kooperationsabkommen zwischen der UNAM und der JLU können pro Semester 5 Studierende der JLU ein Auslandssemester (evtl. auch zwei Semester) an der UNAM absolvieren. Dazu bewerben Sie sich mit folgenden Unterlagen beim Erasmusbüro:

  • Eigenes Motivationsschreiben auf Spanisch (in Briefform an die UNAM gerichtet)
  • Lebenslauf auf Spanisch (incl. Abinote, Zeugnissen und Foto (1024x768 Pixel))
  • Transcript of Records für JLU outgoing students (wird vom Prüfungsamt ausgestellt)
  • Bescheinigung über das Sprachniveau (wird von den Spanischlektorinnen ausgestellt)

 Später, wenn Frau Prof. Dolle Sie auffordert, reichen Sie bitte folgende Unterlagen nach:

  • 2 Empfehlungsschreiben der Lektorinnen (oder anderer Dozenten, auf Spanisch oder Englisch)
  • Carta de Compromiso (darin verpflichten Sie sich, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, sobald Sie von der UNAM als Austauschstudent akzeptiert werden)
  • Kopie Ihres Reisepasses

E-Mail-Adressen ehemaliger Austauschstudierender, die gerne Ihre Erfahrungen aus Mexiko weitergeben:

2015: m-inna@web.de

 Erfahrungsbericht UNAM 1

 

Peru, Lima PUCP - Pontificia Universidad Católica del Perú

Im Rahmen des Kooperationsabkommen zwischen der PUCP und der JLU können pro Semester 2 Studierende der JLU ein Auslandssemester (evtl. auch zwei Semester) an der PUCP absolvieren. Dazu bewerben Sie sich mit folgenden Unterlagen beim Erasmusbüro:

  • Eigenes Motivationsschreiben und Lebenslauf auf Spanisch (incl. Abinote, Zeugnissen und Foto)
  • Transcript of Records for JLU outgoing students (wird vom Prüfungsamt ausgestellt)
  • Bescheinigung über das Sprachniveau auf Spanisch (wird von den Lektorinnen ausgestellt)

Später, wenn Frau Prof. Dolle sie auffordert, reichen Sie bitte folgende Unterlagen nach:

  • Formular der PUCP "Application Form 1, 2, 3"
  • 2 Empfehlungsschreiben der Lektorinnen (Sprachniveau)
  • Reiseunbedenklichkeitsbescheinigung (Ärztliches Attest) mit eigener Übersetzung (Spanisch oder Englisch)
  • Carta de Compromiso (darin verpflichten Sie sich, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, sobald Sie von der PUCP als Austauschstudent akzeptiert werden)
  • Letter of Financial Support (darin bescheinigen z. B. Ihre Eltern, dass sie ggf. für alle Kosten aufkommen werden)
  • Kopie des Reisepasses

Erfahrungsbericht Lima Aug. 2011

Erfahrungsbericht Lima Aug-Dez. 2012

Erfahrungsbericht Lima Feb. 2012

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E-Mail-Adressen ehemaliger Austauschstudierender, die gerne Ihre Erfahrungen aus Lima weitergeben:

2014: David Frey <davidj.frey@web.de>

2014: Simone Halmen <simone.halmen@gmail.com>

2013: jackipora87@yahoo.de

2013: Annika.Lemke@erziehung.uni-giessen.de

Kolumbien, Universidad de los Andes Bogotá

Im Rahmen eines Abkommens zwischen der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universidad de los Andes, Bogotá stehen Gießener Studenten und Studentinnen 1-2 Studienplätze zur Verfügung. Die Semester in Bogotá dauern von:

  • Mitte Januar bis Ende Mai (1. Jahressemester)
  • Anfang August bis Mitte Dezember (2. Jahressemester)

In der Regel werden Studienplätze für das 2. Jahressemester vergeben, da diese am ehesten mit den modularisierten Studiengängen im Einklang stehen. Der Vertrag sieht einen geringfügigen monatlichen Zuschuss, die Befreiung von allen Studiengebühren, Krankenversicherung sowie Mithilfe bei der Besorgung einer preisgünstigen Unterkunft vor.

Für das 2. Jahressemester sind Bewerbungen bis spätestens 15. Januar, für das 1. Jahressemester bis spätestens Ende Juni an das Erasmus-Büro zu richten.

Bewerbungsunterlagen:

  • Eigenes Motivationsschreiben (Bewerbung) auf Spanisch
  • Lebenslauf incl. Abinote, Foto und Zeugnissen, auf Spanisch
  • FlexNow-Ausdruck (bzw. Transcript of Records) auf Spanisch oder Englisch
  • Bescheinigung über das Sprachniveau (wird von den Lektorinnen ausgestellt) auf Spanisch oder Englisch

Nähere Auskünfte erhalten Sie bei Frau Prof. Dr. Verena Dolle (Raum G04a). Ausgeschlossen sind Bewerbungen von Studierenden, die sich gleichzeitig für ein Erasmus-Auslandssemester bewerben!

Häufig gestellte Fragen

Anerkennung von Prüfungsleistungen deutscher und ausländischer Universitäten

 

Wer Studienleistungen aus dem Ausland oder von anderen deutschen Universitäten anerkannt haben möchte, reicht bitte einen formlosen, schriftlichen Antrag bei mir oder im Sekretariat ein, auf dem steht, welche Leistungen wofür anerkannt werden sollen und fügt das Formular "Anerkennung von ausländischer Studienleistungen" (bitte vollständig ausgefüllt, auch mit korrekter Modulbezeichnung!) bei. Bei Leistungsscheinen ist unbedingt die schriftliche Arbeit beizufügen.

 

Modulverantwortlichkeiten

 

Für die Literatur- und Kulturwissenschaftlichen Module bin ich verantwortlich und zuständig. Nachstehend finden Sie Links zu den verschiedenen Namenslisten der Modulverantwortlichen:

 

BachelorMasterLehramt

Sprachnachweise

 

Wenn Sie Sprachnachweise für Spanisch und Portugiesisch benötigen, wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Lektoren. 

 

Hausarbeiten

 

Hausarbeiten geben Sie bitte ausgedruckt im Sekretariat bei Frau Diz ab und zusätzlich mir (oder bei Frau Diz) als doc- oder pdf-Datei per e-Mail (oder auf CD gebrannt). Bei nichtmodularisierten Studiengängen fügen Sie bitte einen ausgefüllten Leistungsschein bei.

Bitte beachten Sie die Formalia und Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens:  Style-Sheet Literatur- und Kulturwissenschaft

 

 

Aktuelles

Tagungen / Gastvorträge

Einladung zum XVII. FORSCHUNGSTAG „LATEINAMERIKA / IBERISCHE HALBINSEL“ DES IBERO-AMERIKANISCHEN FORSCHUNGSSEMINARS DER UNIVERSITÄT LEIPZIG 8.-9. November 2019 UNIVERSITÄT MAINZ/GERMERSHEIM

 

In Germersheim findet dieses Jahr vom 8.-9. Novmeber der Forschungstag „Lateinamerika/ Iberische
Halbinsel“ statt. Wie bei den vorhergehenden Forschungstagen soll die Vielfalt der Projektvorstellung
nicht durch ein Rahmenthema eingeschränkt werden, sondern thematisch offen bleiben. Die OrganisatorInnen legen großen Wert darauf, dass die NachwuchswissenschaftlerInnen mit dem hohen Niveau ihrer Vorträge (Dissertationen, Habilitationen und sonstige Projekte) und ihren hoch innovativen Ansätzen überzeugen. Interessenten, die am XVII. Forschungstag mitwirken möchten, werden gebeten, sich
bis zum 15. Juni 2019 mit einem kurzen CV und einem Abstract ihres Projektes/Vortrags zu bewerben und uns ihre Unterlagen per Mail an zu schicken. Weitere Informationen erhalten Sie hier.



Gastvortrag Dr. Doris Wieser, 09.05.2019

Gastvortrag von Dr. Doris Wieser (Universidade de Lisboa): "Literatur und kulturelles Gedächtnis: Gedanken zum Ende des portugiesischen Kolonialreichs"

Gießen, 09. Mai 2019. Phil II Raum G 104 10-12 Uhr

Tagung "El sueño europeo", 31.10.-02.11.2018

 http://www.uni-giessen.de/fbz/fb05/romanistik/LitKul/ehemalige/jornadas-internacionales


Gastvortrag Moira Fradinger, 10.07.2018

Frau Moira Fradinger spricht zum Thema "The revolutionary potential of Antigone in Latin America" am Dienstag, 10.7.2018, 16-18 Uhr, Raum G02b, Haus G, Phil II.

 

Gastvortrag Prof. Dr. Guido Rings, 2.7.2018

Prof. Dr. Guido Rings von der Anglia Ruskin University Cambridge UK spricht zum Thema " Transkulturelle Tendenzen in Sanchis Sinisterras Naufragios de Alvar Núñez" am Montag, 2.7.2018, 14 Uhr c.t. in Raum G104, Haus G, Phil II.


Vortrag / Theateraufführung Max Aub, 8.12.2017

Vortrag: 17 Uhr, Senatssaal Hauptgebäude, Ludwigstr. 23, Gießen

Theateraufführung/Monolog: 19.30 Uhr, Margarethe-Bieber-Saal gegenüber Hauptgebäude, Ludwigstr. 34, Gießen

 

Gastvortrag Prof. Dr. Guido Rings, 26.10.2017

Prof. Dr. Guido Rings von der Anglia Ruskin University Cambridge UK spricht zum Thema " Vom monokulturellen Eroberer zum transkulturellen Schamanen in 'Cabeza de Vaca' am Donnerstag, 26.10.2017, 10-12 Uhr, G110e.

 

Lesung mit José F. A. Oliver, 17.01.2017

José F.A. Oliver liest aus Gastling (1993), Fremdenzimmer (2015) und 21 Gedichte aus Istanbul 4 Briefe und 10 Fotow:orte (2016) am Dienstag, 17.01.2017, 20:00 Uhr, Ulenspiegel Gießen.

 

Werkstattgespräch mit Édgar Chías, 12.01.2017

Cómo hacer teatro en el siglo XXI - Werkstattgespräch mit dem mexikanischen Theaterautor Édgar Chías am Donnerstag, 12.01.2017, 10 Uhr, Raum G110e. Moderation: Prof. Dr. Verena Dolle

 

Zweisprachige Lesung mit Luiz Ruffato, 25.1.2016

Luiz Ruffato liest aus seinem Roman "Ich war in Lissabon und dachte an dich" (2015). Übersetzung und Moderation: Michael Kegler, KiZ (Kongresshalle Gießen), 19.00 Uhr.

 

Zweisprachige Lesung mit Eliane Brum, 17.11.2015

Die brasilianische Autorin und Journalistin wirft einen kritischen Blick auf die politische Situation in ihrem Heimatland und liest aus eigenen Schriften. Thematische Schwerpunkte: Politischer Protest, Raubbau im Amazonas und das Leben in Favelas. Übersetzung und Moderation: Michael Kegler. Café Zeit-los, 18.30 Uhr.

 

Gastvortrag Prof. Dr. Guido Rings, 29.06.2015

Prof. Dr. Guido Rings von der Anglia Ruskin University Cambridge UK spricht zum Thema "Zwischen Grenzauflösung und Grenzverschiebung: Gregory Navas Filme im Spiegel transkultureller Identitätsentwürfe" am Montag, 29.06.2015, 14.30 Uhr.

 

Lesung mit Beatriz Bracher, 26.05.2015

Zweisprachige Lesung mit Beatriz Bracher aus ihrem Roman Nao falei (dt. Die Verdächtigung, 2014) Übersetzung und Moderation: Dr. Christian Grünnagel am Dienstag, 26.5.2015, Ulenspiegel 20 Uhr.

 

Gastvortrag Prof. Dr. Ute Seydel, 4.12.2014

Frau Prof. Dr. Ute Seydel (México D. F. / UNAM) spricht über "Carlos Fuentes en el campo literario de los años 60 y 70" am Donnerstag, 4.12.14 um 14 Uhr in Raum G119.

 

Lesung / Diskussion mit Hernán Valdés, 04.06.2014

Im Rahmen des Seminars "Chilenische Literatur der Gegenwart" diskutierten wir mit dem chilenischen Autor Hernán Valdés über sein Werk "Tango en el desierto" am 4.6.14 um 16 Uhr, Raum G119.

 

Lesung mit Luiz Ruffato und Michael Kegler, 26.5.2014

Am 26.05.2014 veranstaltete die Professur für Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Spanien, Portugal und Lateinamerika (Prof. Dr. Verena Dolle) eine Lesung mit dem renommierten brasilianischen Autor Luiz Ruffato. Im Café Zeit-los gab er mit O mundo inimigo (2005; Dt. Feindliche Welt, 2014) einen literarischen Einblick in die Geschichte des brasilianischen Proletariats. Die Lesung wurde übersetzt und moderiert von dem gebürtigen Gießener Michael Kegler.

Zum Werk
Der alte Zé Pinto weigert sich, zu sterben. Während er sich im Dämmerlicht billiger Videofilme hartnäckig ans Leben klammert, wartet der Neffe darauf, endlich dessen Lebenswerk, die „Gasse“, eine Ansammlung von Armenbehausungen, abreißen zu können. Alles zerfällt. Aus São Paulo kommen die Jungen zurück, stolz die einen im VW-Käfer, der Wohlstand vorgaukelt, zumeist gescheitert die anderen. Auf der Suche nach dem, was geblieben ist von der Familie, die „alles [war], was wir nicht hatten“.

Zé Pintos Gasse, eines der Armenviertel der Textilindustriestadt Cataguases im Landesinneren Brasiliens, ist Dreh- und Angelpunkt des Romans Feindliche Welt. Sie ist Zwischenstation und vorübergehende Heimat derjenigen, die aus dem kargen, archaischen Leben auf dem Land in das Elend der Städte ziehen.

Feindliche Welt ist der zweite Band des Romanzyklus Vorläufige Hölle. Luiz Ruffato stellt in der Pentalogie Individuen in den Vordergrund, die umgeben von einer großen und feindlichen Welt im Sog der Geschichte zu überleben versuchen.

Zum Autor
Luiz Ruffato, geb. 1961 in Cataguases im brasilianischen Bundesstaat Minais Gerais, aufgewachsen in einer armen Migrantenfamilie. Tätigkeiten als Verkäufer und Schlosser. Studium des Journalismus. 1998 Veröffentlichung eines ersten Bandes mit Kurzgeschichten, 2001 seines Debütromans Eles eram muitos cavalos (Es waren viele Pferde), Prêmio Machado de Assis der brasilianischen Nationalbibliothek. 2005-2011 Veröffentlichung des fünfbändigen Zyklus Inferno provisório (Vorläufige Hölle). 2013 literarischer Eröffnungsredner der Frankfurter Buchmesse.

Zum Übersetzer
Michael Kegler, geb. 1967 in Gießen, aufgewachsen in Liberia, Brasilien und Oberhessen. Übersetzt seit Ende der 1990er Jahre aus dem Portugiesischen, u. a. Werke von Paulina Chiziane (Mosambik), José Eduardo Agualusa (Angola) und Luiz Ruffato (Brasilien). Ausgezeichnet mit dem Straelener Übersetzerpreis 2014 der Kunststiftung NRW für die Übersetzung des Romans Es waren viele Pferde.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Gießener Hochschulgesellschaft, die Fachschaft Romanistik und die Fundação Biblioteca Nacional, Brasilien.

Gastvortrag Frau Dr. Ingrid Wehr, 22.1.2014

Frau Dr. Ingrid Wehr vom Arnold-Bergstaesser-Institut Freiburg sprach über:
Chile vor der zweiten Amtszeit Michelle Bachelets: Post-neoliberale Transformationen
oder wieder nur "Reförmchen"?, Mittwoch, 22.1.2014, 10 Uhr, Phil II, Raum G119

Gastvortrag Michael Kegler, 10.12.2013

Am 10.12.2013 hielt der Gießener Übersetzer für portugiesischsprachige  Literatur, Michael Kegler, einen Gastvortrag zum Thema Brasilien anders lesen - Abenteuer Literatur Übersetzen

Michael Kegler übersetzt portugiesischsprachige Literatur. In seiner Übersetzungsliste findet man Autoren wie Luiz Ruffato (oben rechts), João Paulo Cuenca und José Eduardo Agualusa.

Gastwissenschaftler Pablo Montoya, 13.11.2013

Von September bis Dezember 2013 hat Herr Dr. Pablo Montoya, Gastwissenschaftler aus Kolumbien, Medellin, verschiedene Vorträge am Institut für Romanistik gehalten.
"Pablo Montoya en la literatura colombiana contemporánea" am 9.10.2013, 12.15 Uhr, G02a.
"La violencia en la literatura colombiana" am 13.11.2013, 10 Uhr, G119.

Konzert mit Pablo Ardouin, 22.01.2013

Dienstag, 22.01.2013 | 20:30 (Einlass: 20 Uhr) im Ulenspiegel
Pablo Ardouin präsentiert: “AMERICAS…von Mexico bis Feuerland” (Solo mit Gesang und Gitarre, Moderation in Deutsch, Lieder auf Spanisch)
Eine Reise durch die Kultur und Musik Lateinamerikas: Von eigens geschriebenen Folkloreliedern sowie populären lateinamerikanischen Stücken verschiedenster Herkunft und Rhythmen über den Einfluss des „Canto Nuevo“, bis hin zum Argentinischen Tango und musikalischen Auseinandersetzung mit Texten bedeutender zeitgenössischer Dichter wie Pablo Neruda, Federico García Lorca und Bertold Brecht.

Der Künstler erzählt über die Entstehung des Tangos, spricht über seine eigene Vergangenheit in Chile und wie er sich 1983 gezwungen sah, aufgrund der Pinochet-Diktatur nach Deutschland auszuwandern und welche Erfahrungen in dem neuen Land gemacht hat.
Eintritt frei!
Veranstaltung unterstützt von der Fachschaft Romanistik und dem ASTA.

Gastvortrag Frau Dr. Yasmin Temelli, 16.01.2013

Frau Dr. Yasmin Temelli (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) spricht über „Gallos finos con los huevos bien puestos -  Konstruktionen von Männlichkeit
in mexikanischen und kolumbianischen narcocorridos“ am Mittwoch, 16.01.2013, 16-18 Uhr s.t. in Raum G119, Philosophikum II

Gastvortrag Anne Begenat-Neuschäfer, 21.06.2012

Frau Prof. Dr. Anne Begenat-Neuschäfer (RWTH Aachen) spricht über „Camilo Castelo Branco, Mistérios de Lisboa“ am Donnerstag, 21.6.2012, 10 Uhr c. t. in Raum A109, Philosophikum II.

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Tagung "La conquista en el teatro latinoamericano de los siglos XX y XXI", 30.05.-01.06.2012

Programa del coloquio „La Conquista en el teatro latinoamericano de los siglos XX y XXI“en el Castillo de Rauischholzhausen de la Universidad Justus Liebig de Giessen, 30.05.-01.06.2012 Auspiciado por la Fundación Fritz Thyssen

I. Introducción
Miércoles, 30.05.12 Palabras de bienvenida
14.15-14.45 horas   Katja Becker, Vicepresidenta de Investigación de la Universidad Justus Liebig de Giessen, Ministro Sergio Sierra, Representante de la Embajada de México
14.45-15.10 horas   Wilfried Floeck: El discurso de la representación de la Conquista en el teatro español, Verena Dolle: El tema de la conquista como provocación continua
II. La Conquista “por antonomasia”: México
15.10-15.50 horas   Néstor Ponce: Memoria e historia en La noche de Hernán Cortés de Vicente Leñero
16.20-17.00 horas   Ute Seydel: Resignificaciones de la figura de La Malinche a partir del multiculturalismo y neocolonialismo
17.00-17.40 horas   Verena Dolle: Conquista, globalizada, y la metáfora de la frontera en el teatro mexicano actual
20.00-21.00 horas   Función de teatro Aguila o Sol de Sabina Berman en la Aula de la Universidad Justus Liebig (dir. Laura Cuadrado).
Subvencionado por la GHG (Giessener Hochschulgesellschaft), a continuación vino de honor, ofrecido por la Embajada de México y el Consulado General de México, Fráncfort del Meno.
Jueves, 31.05.12
III. La Conquista en América Central y en el Caribe (Cuba, Puerto Rico, Costa Rica, Guatemala)
9.40-10.20 horas     Wilfried Floeck: Drama histórico e identidad nacional. La configuración de la Conquista en el teatro costarricense
10.20-11.00 horas   Jorge Chen Sham: Fray Bartolomé de Las Casas en Buenaventura y en Asturias
IV. La Conquista en Colombia y Venezuela
11.15-12.00 horas   Hugo Hernán Ramírez Sierra: La Conquista en el teatro colombiano contemporáneo
12.00-12.40 horas   Francisco Rodríguez Cascante: Transtemporalidad e ironía en una relectura del siglo XVI hispanoamericano. A propósito de Verdadera historia del asalto a la minas del Perú     perpetrado por una pandilla de aventureros españoles en el siglo XVI (1981), de Alejandro Buenaventura
14.50-15.30 horas   Guido Rings: El conquistador conquistado en El carnaval de la muerte alegre de Carlos José Reyes
15.30-16.10 horas   Luz Marina Rivas: La Conquista en el teatro venezolano contemporáneo
V. La Conquista en el entorno de los Ándes (Chile, Ecuador, Peru)
16.10-16.50 horas   Ingrid Simson: Entre mito y realidad histórica: el héroe nacional Lautaro en el teatro chileno del siglo XX
17.10-17.50 horas   Julio Checa: La Conquista en el teatro ecuatoriano contemporáneo
Viernes, 01.06.12
9.00-9.40 horas       Eduardo Hopkins Rodríguez: Brecht, Las Casas y el indigenismo en Los conquistadores, de Hernando Cortés
9.40-10.20 horas     Dorde Cuvardic García: Representaciones de la conquista del Perú en Atahualpa, de Nicolás Granada, y La muerte de Atahualpa, de Bernardo Roca Rey
VI. La Conquista en Argentina
10.30-11.10 horas   Graciela Aletta de Sylvas: Los ecos de la Conquista en Bálsamo de Maite Aranzabal
11.10-11.50 horas   Juliana Lorenz: Representación de las violaciones a los derechos humanos en el teatro argentino con temática de Conquista
11.50-12.30 horas   Karl Kohut: De un mito nacional a la parodia. La Conquista en el teatro argentino contemporáneo
12.30 horas              Discusión final

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Gastvortrag / Lesung Carlos Salem, 5.6.2012

El torturador arrepentido (Dictaduras en el Cono Sur) am Dienstag, 5.6.12, 14 Uhr c. t. in Raum G119, Haus G, Philosophikum II, Karl-Glöckner-Str. 21
Verantwortlich: Prof. Dr. Verena Dolle
Abends Lesung im Ulenspiegel, Seltersweg 55, 35390 Gießen, Dienstag, 05.06.2012 | 20:00

Mit seinem Kopftuch sieht er aus wie ein Freibeuter, ein wilder Kerl - und doch entert er den Ulenspiegel mit Literatur: Carlos Salem. Der 1959 in Buenos Aires geborene und 1988 nach Spanien ausgewanderte Schriftsteller, hat für seine Werke zahlreiche Preise erhalten. Darunter den Premio Novepol für den besten 2008 veröffentlichen Krimi.

Sein erstes Theaterstück "El Torturador arrepentido" (frei übersetzt: Der reuevolle Folterer), aus dem er vorträgt, behandelt die Abgründe einer Gesellschaft. Es geht ebenso um Vergessen, Vergeben und Gerechtigkeit, wie um Schuld und Rache und schließlich um das Leben mit der Erinnerung.

Alle, die einen literarischen Einblick in die argentinische Diktatur und den Umgang damit bekommen wollen, sind herzlich zu seiner Lesung eingeladen. Neben Carlos Salem wird es eine deutsche Moderation geben, die alle Sprachbarrieren beseitigt.

Gastvortrag / Lesung Raúl Zurita und Ronald Spiess, 22.05.2012

Mesa redonda sobre "Los traumas de las dictaduras en el Cono Sur y su representación en obras de arte" (zusammen mit Ronald Spiess)
Raúl Zurita spricht über: „Cultura de la memoria: De la Divina Commedia a Alturas de Macchu Picchu“ am Dienstag, 22. Mai 2012, 14.15 Uhr in Raum G119, Haus G, Philosophikum II
Lesung: Raúl Zurita, Dienstag, 22.05.2012, 20:00 Uhr, Ulenspiegel, Seltersweg 55, 35390 Gießen

Keine Lust mehr auf rosarote Augenwischerei in Reimform? Ewige Liebe und ritterliche Treue sind in Zeiten der Krise, Gewalt und Krieg nichts als leere Worte? Dann bist Du bei der Lesung von Raúl Zurita genau richtig! Der 1950 in Chile geborene Schriftsteller und Träger zahlreicher Preise, darunter der Preis der Fundación Pablo Neruda und der Premio Nacional de Literatura (Chile), eröffnet dem Leser mit seinen Werken eine Welt des poetischen Widerstandes. Lass Dich in seiner Lesung, in der er aus zweien seiner Werke vorlesen wird (INRI, Die Wasserstädte) von seiner Sprachgewalt mitreißen und nimm Lyrik einmal anders wahr. Für diejenigen, die kein Auswärts verstehen, wird der deutsche Schauspieler, Sprecher und Regisseur Ronald Spiess Raúl Zuritas Werke auf Deutsch lesen. Also: Schal umwickeln und einen lyrischen Abend im Ulenspiegel verbringen!

¿Estás cansado del mundo rosado presentado en rimas? ¿El Amor eterno y la lealdad caballeresca no son nada más que palabras vacías en tiempos de crisis, violencia y guerra? ¡Entonces ven a la lectura de Raúl Zurita! Nacido en 1950 en Chile, el escritor y ganador de varios premios, incluyendo el Premio de la Fundación Neruda y el Premio Nacional de Literatura (Chile), nos lleva con su obra a un mundo de la resistencia poética. Raúl Zurita va a leer de dos de sus obras (INRI, Las ciudades de agua). Déjate arrebatar y percibe lírica en una forma diferente. Para todos que no hablen español va a leer el actor, locutor y director alemán Ronald Spiess la obra de Zurita en alemán. Es decir: ¡envuelve la bufanda y pasa una noche de lírica en el Ulenspiegel!
Eine Veranstaltung des Instituts für Romanistik der JLU Gießen (Prof. Dr. Verena Dolle)
Zeitungsartikel Auftritt Ulenspiegel:

Zeitungsartikel Doris Wirkner

 

Gastvortrag Hernán Dinamarca, 18.01.2012

Hernán Dinamarca spricht über: "Nicanor Parra, Premio Cervantes 2011: ANTI-POEMAS A FALTA DE ECUACIONES" am Mittwoch, 18.01.2012, 10.00 Uhr in Raum G119, Haus G, Philosophikum II
 
 

 

Gastvortrag Juan David Restrepo, 5.12.2012

Juan David Restrepo, Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller des kolumbianischen Films "En Coma“spricht über: El nuevo cine colombiano y el llamado „realismo sucio“ am Dienstag, 20.12.2011 um 14 Uhr c.t., Phil II, A109. In diesem Zusammenhang findet eine begleitende Fotoausstellung von Beatriz Aguirre (Fotografin), vom 14.-21.12.2011 im Eingangsbereich von Haus G (Phil II) statt.

Fotoausstellung zum Film "Ein Coma"

Gastvortrag Dr. Mario Martín Gijón, 2.11.2011

Gastvortrag von Dr. Mario Martín Gijón, Universidad de Extremadura, Cáceres (Spanien) zum Thema: "José María Camps (1909-1975) - ein spanischer Dramatiker in der DDR"
am Mittwoch, 2.11.2011, 10.15 - 11.45 Uhr, Phil II, Haus G, Raum 119

Gastvortrag / Lesung Alonso Cueto, 11.7.2011

Zweisprachige Lesung mit Alonso Cueto Caballero aus Lima, Peru Panorama de la literatura peruana. Der peruanische Autor liest aus seinen Werken La hora azul, 2005 (Dt. Die blaue Stunde) und El susurro de la mujer ballena, 2007 (Dt. Das Flüstern der Walfrau), Montag, 11.07.2011, 18.15 Uhr im Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstr. 34 (gegenüber dem Hauptgebäude)
Verantwortlich: Prof. Dr. Verena Dolle

Gastvortrag Maria Cristina Fernández Rámos, 5.7.2011

María Cristina Fernández Rámos von der Universidad Europea Miguel de Cervantes, Facultad de Ciencias Jurídicas y Económicas spricht über: “¿Qué está ocurriendo con los jóvenes españoles? Reflexiones sobre la crisis económica” am Dienstag, 05.07.2011, 16.15 Uhr in Raum B018, Haus B, Philosophikum II

Gastvortrag Hernán Dinamarca, 27.06.2011

Hernán Dinamarca spricht über:"Un testimonio de las dictaduras del Cono Sur"am Montag, 27.06.2011, 10.00 Uhr in Raum G119, Haus G, Philosophikum II.
Verantwortlich: Prof. Dr. Verena Dolle

Gastvortrag Ute Seydel, 9.6.2011

Prof. Dr. Ute Seydel, (México/UNAM) spricht über: Visiones críticas de la Revolución en el cine de los años sesenta am Donnerstag, 09.06.2011, 14.00 s.t., Phil II, A 109.

Gastvortrag Doris Wieser, 18.5.2011

Doris Wieser (Göttigen) spricht über: El Salvador después de la guerra civil - "La diabla en el espejo" y "El arma en el hombre" de Horacio Castellanos Moya, am Mittwoch, 18.5.2011, 10 Uhr, G 119.

Gastvortrag / Lesung Raúl Ariza, 17.5.2011 

http://www.escribir en el tiempo de Internet, Nuevas formas - Nueva distribución, Mesa redonda con:Raúl Ariza (autor), Mariano Vega, (editor) y Francisco Machuca (crítico) am Dienstag, 17. Mai 2011, 10.00 s.t im Raum 109, Haus A, Philosophikum II, Lehrstuhl: Prof. Dr. Verena Dolle, gefördert von der Gießener Hochschulgesellschaft

KURZ und KLEIN - Dienstag, 17.05.2011 | 20:00 im Ulenspiegel
Lesung: Spanische Kurz-Kurz-Geschichten mit Musik, Lesung in spanischer und deutscher Sprache, Musik: Joe Bonica, Schlagzeug; Andreas Jamin, Posaune
Gefördert vom AStA der JLU

Gastvortrag Nicole Witt, 26.01.2011

Gastvortrag von Nicole Witt, Literarische Agentur Mertin Frankfurt/M.: weltweite Vermittlung von lateinamerikanischer Literatur zum Thema: "Einblicke in die Praxis einer Literaturagentin"
am Mittwoch, 26. Januar 2011, 10.30 Uhr in Raum G119, Haus G, Philosophikum II

Gastvortrag Washington Cucurto, 27.10.2010

Washington Cucurto Washington Cucurto Prof. Dolle Publikum Büchertisch

Fotos: Washington Cucurto, Washington Cucurto & Prof. Dolle, Publikum, Büchertisch

Gastvortrag von Herrn Washington Cucurto, Eloísa Cartonera Verlag Buenos Aires am Institut für Romanistik - Hispanistik, am 27. Oktober 2010

Der Seminarraum ist gut gefüllt, als Frau Prof. Dolle, Lehrstuhlinhaberin für spanische und lateinamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Gießen, den Redner vorstellt, der extra aus Argentinien nach Deutschland gereist ist, um ein ganz besonderes Phänomen der lateinamerikanischen Verlagslandschaft zu präsentieren. Schnell klärt sich auch ein beliebtes Missverständnis auf: "Eloísa Cartonera" ist nicht der Name einer Frau, sondern eine Verlagskooperative in Buenos Aires, für die Washington Cucurto spricht. Der Grundgedanke zur Verlagsgründung wurde aus der extremen Not  der schweren Wirtschaftskrise in Argentinien geboren: So kaufen die Mitglieder der Kooperative aus dem großstädtischen Müll gesammelte Kartonagen, die als Bucheinbände kulturell wertvoll recycelt werden. Daher auch der Name "Cartonera" vom spanischen Wort für Pappe - cartón. Cucurto, selbst Schriftsteller. kann bereits große Namen aus dem literarischen Verlagsprogramm zitieren, darunter auch den argentinischen Bestseller-Autor César Aira, der extra für "Eloísa" zwei Erzählungen geschrieben habe; an den aktuellen Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa sei man aber noch nicht herangetreten. Das Publikum war jedenfalls von diesem außergewöhnlichen Projekt und der künstlerischen Kraft der Bücher mit handbemaltem Kartoneinband fasziniert: Alle von Cucurto mitgebrachten Bücher fanden neue Besitzer - und hoffentlich auch Leser.

Gastvortrag Elvia María González Agudelo, 15.7.2010

Gastvortrag von Prof. Dr. Elvia María González Agudelo (Universidad de Antioquia, Kolumbien) zum Thema: „Fotografía de grupo o los paradigmas actanciales  en la novelística de Gabriel García Márquez“ am Donnerstag, 15. Juli 2010, 16 Uhr, H 118, Phil II.

Gastvortrag Helmut Siepmann, 17.06.2010

Gastvortrag von Herrn Prof. Dr. Helmut Siepmann zum Thema: Formen des Erzählens im modernen portugiesischsprachigen Roman am Donnerstag, 17. Juni 2010, 12 Uhr c.t. im Hörsaal A109, Philosophikum II.

Tagung Multiple Identitäten, Berlin, 26. - 28.11.2009

Internationale Tagung "Multiple Identitäten" der FU Berlin in Kooperation mit dem Ibero-Amerikanischen Institut: Multiple Identitäten

Curriculum Vitae

Curriculum Vitae
1984-86:   Romanistik/Komparatistik und Musikwissenschaft an der RWTH Aachen
1986-87:   DAAD-Stipendiatin an der Sorbonne Nouvelle, Paris III
1987-88:   Universität Bonn
1988-92:  Ruhr-Universität Bochum

 

Magister Artium im Juli 1992

Thema der Magisterarbeit: Leibzeichen, literarische Körperbilder und christliche Tradition in Texten von Ionesco, Tournier und Pinget.

 

Akademischer Werdegang

08/1992-03/98: Wissenschaftl. Hilfskraft 
Mitarbeiterin am Romanischen Seminar, Univ. Bochum
04/98-01/2000: Wiss. Mitarbeiterin an der KU Eichstätt, Romanische Literaturwiss. II (Lehrstuhl Prof. Kohut)
02/1998 Promotion. Titel der Dissertation: Tonschrift. Die Romane Robert Pingets in der Spannung zwischen Stimme und Schrift. Tübingen: Narr 1999
03-05/99: Forschungsaufenthalt Madrid (BNE, CSIC) als Stipendiatin des spanischen Aussenministeriums
02/2000- 05/06: Wiss. Assistentin an der KU Eichstätt

WS 2006/07: Lehrbeauftragte am Lateinamerika-Institut der FU Berlin
07/2007: Habilitation. Titel der Habilitationsschrift: Helden gestalten. Die Eroberung Mexikos im spanischsprachigen Epos des Siglo de Oro: Hernán Cortés als epischer Held Venia Legendi: romanische Literaturwissenschaft
04/2007-09/09: Gastprofessorin am Lateinamerika-Institut der FU Berlin
seit 10/2009: Universitätsprofessorin an der JLU Gießen

 

 

 Gremientätigkeiten

1997-98: Frauenbeauftragte der Fakultät für Philologie der Ruhr-Universität Bochum
1999-2001: Mittelbauvertreterin im Fachbereichsrat der Sprach- u. Literaturwissenschaftlichen Fakultät der KU Eichstätt
1999-2001: Sprecherin des Mittelbaus der KU Eichstätt
2000-2001: Vorstandsmitglied der Landesvertretung des Bayerischen Mittelbaus
2001-2005: Mittelbauvertreterin in der Kommission für Hochschulplanung an der KU Eichstätt-Ingolstadt

04/2010-09/11:

Studiendekanin des FB 05 Sprache, Literatur, Kultur der JLU Giessen

ab 10/2014:

Prodekanin des FB 05 Sprache, Literatur, Kultur der JLU Giessen

 Weitere wissenschaftliche Aktivitäten

10/1998 bis 05/2006:  Mitglied des Organisationsteams der Eichstätter Wintervortragsreihe

Mitgliedschaften in Berufsverbänden

– ADLAF (Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung)
– DASP (Deutsche Gesellschaft für die afrikanischen Staaten portugiesischer Sprache)
– Deutscher Hispanistenverband
– Deutscher Lusitanistenverband  

Forschung

Forschungsschwerpunkte / Aktivitäten in Forschung und Lehre

Publikationen - Auswahl

   

 

Prof. Dr. Verena Dolle

 

1. Schwerpunkte in der Lehre

  • Lateinamerikanische Literatur (Hispanoamerika, Brasilien) von der Kolonialzeit bis zur Aktualität, Schwerpunktländer: Mexiko, Peru, Chile, Argentinien, Brasilien
  • Stadtliteratur Lateinamerika im 20./21. Jahrhundert
  • Portugiesische Literatur in der Breite: von Camões bis in die Gegenwart

 

2. Derzeitige Forschungsschwerpunkte

  • Épica americana: Historisches Epos im 16./17. Jahrhundert – Geschichte und Fiktion
  • „Spatial turn“ – Globalisierungsprozesse und Raumwahrnehmung in der Literatur der Frü­hen Neuzeit und der Gegenwart, 
  • Transkulturation und Identität(en) in lateinamerikanischer (jüdischer) Literatur seit der Frü­hen Neuzeit,     
  • Repräsentation von (urbaner/staatlicher) Gewalt und traumatischen Erfahrungen in Literatur und Film,
  • Kulturelle Begegnungen in einer globalisierten Welt – Un-Heimlichkeit“, Migration, Übersetzung und Utopie („American Dream“ vs. „European Dream“) in Lateinamerika und dem lusophonen Afrika
  • Microrrelatos und die Ästhetik des Ephemeren.

 

3. Ausgewählte Publikationen

Monographien und Herausgaben:

 

  • Tonschrift. Die Romane Robert Pingets in der Spannung zwischen Stimme und Schrift, Dissertation Ruhr-Universität Bochum 1998. Tübingen: Narr 1999.
  • Hg., Das schwierige Individuum. Menschenbilder im 19. Jahrhundert, Regensburg: Pustet (Eichstätter Kolloquium, 10) 2003.
  • Helden gestalten. Die Eroberung Mexikos im spanischsprachigen Epos des Siglo de Oro: Hernán Cortés als epischer Held, Habilitationsschrift Universität Eichstätt-Ingolstadt 2007.
  • Hg., zs. mit U. Helfrich. Zum spatial turn in der Romanistik, Akten der Sektion 25 des XXX. Romanistentages, München: Meidenbauer 2009.
  • Hg., Múltiples identidades. Literatura judeo-latinoamericana de los siglos XX y XXI, Madrid: Iberoamericana (BIA, 147) 2012.
  • Hg., zs. mit G. Rings. Identidades Glocales, Themenheft der elektronischen Zeitschrift iMex revista VI 2014.
  • Hg., zs. mit A. Begenat-Neuschäfer. Poesia do terceiro espaço. Lírica lusófona contemporânea - Poesie des Dritten Raumes. Zeitgenössische lusophone Lyrik, Frankfurt am Main: Peter Lang 2014.
  • Hg., La representación de la Conquista en el teatro latinoamericano de los siglos XX y XXI. Teoría y práctica del teatro, Hildesheim: Georg Olms Verlag 2014.
  • Hg., zs. mit H. Bonito Pereira/A. Begenat-Neuschäfer †, Migrações literárias e artísticas: África - Brasil - Europa, Berlin: Peter Lang 2018.
  • In Vorbereitung: Hg., zs. mit J. Born et al., Tagungsband der Deutsch-Portugiesischen Arbeitsgespräche, Gießen November 2016. Berlin: Tranvía.

 

Aufsätze:

  • Blockierte Erinnerung, qualvolle Kreativität. Möglichkeiten und Grenzen der Schrift in Quelqu’un von Robert Pinget. In: P. Reisewitz (Hg.), Kreativität. Beiträge zum 12. Nachwuchskolloquium der Romanistik. Bonn: Romanistischer Verlag 1997, 45-56.
  • Entre l’illisible et l’ineffable: l’oeuvre de Robert Pinget, de L’Apocryphe (1980) à Taches d’encre (1997). In: R. Ripoll (Hg.), Stratégies de l’illisible. http://seneca.uab.es/filfrirom/
  • L’ethnographie musicale chez Gonzalo Fernández de Oviedo: entre fonction et fiction de la musique. In: G. Borras (Hg.), Musiques et sociétés en Amérique Latine. Rennes: PUR 2000, 187-199.
  • span. Version: La etnografía musical en G. Fernández de Oviedo. In: G. Borras (Hg.), Músicas, sociedades y relaciones de poder en América Latina. Guadalajara: Universidad de Guadalajara 2000, 169-182.
  • Armas y letras o la guerrilla en la literatura: desde Julio Cortázar (Libro de Manuel, 1973) hasta Manuel Scorza (La danza inmóvil, 1983) y Carlos Montemayor (Guerra en el Paraíso, 1991). In: K. Bodemer et al. (Hgg.), Violencia y regulación de conflictos en América Latina. Caracas: Heinrich-Böll-Stiftung/Nueva Sociedad 2001, 189-208.
  • Einleitung, in Vf. (Hg.), Das schwierige Individuum. Menschenbilder im 19. Jahrhundert. Regensburg: Pustet 2003, 7-12.
  • “Con bergantines y chalupas puestas de diez mil hombres en las corvas cuestas“. Verdad histórica y ficción en el episodio de los bergantines cortesianos. In Iberoromania 58 (2003), 146-170.
  • ¿“Añoranza de la metrópoli“ o expresión de una conciencia criolla? El Bernardo o Victoria de Roncesvalles de Bernardo de Balbuena. In K. Kohut/S. Rose (Hgg.), La formación de la cultura virreinal II: el siglo XVII. Frankfurt: Vervuert 2004, 473-503.
  • La construcción del sí mismo: memoria cultural e identidad en Las Genealogías de Margo Glantz. In G. Maihold/S. Steckbauer (Hgg.), Literatura – Historia – Política. Festschrift Karl Kohut. Frankfurt: Vervuert 2004, 151-162.
  • Tiburones, caníbales e hijos pródigos: encuentros con el otro y nociones de patria en el primer poema épico novohispano Nuevo Mundo y Conquista de Francisco de Terrazas. In: Gero Arnscheidt, Pere Joan Tous (Hgg.), “Una de las dos Españas...”. Representaciones de un conflicto identitario en la historia y en las literaturas hispánicas. Festschrift Manfred Tietz. Frankfurt/Madrid: Vervuert/Iberoamericana 2007, 763-781.
  • „Nur ein Räuberhauptmann war er“ – Hernán Cortés, Eroberer von Mexiko. In: Andreas Hartmann, Michael Neumann (Hgg.), Mythen Europas. Schlüsselfiguren der Imagination. Vom Barock zur Aufklärung. Regensburg: Pustet 2007, 54-83.
  • Amerika als Ort der Freiheit? Die Eroberung Mexikos als Erinnerungsort in „Captain from Castile“ (USA, 1947). In: Ute Fendler/Monika Wehrheim (Hgg.), Entdeckung, Eroberung, Inszenierung. Filmische Versionen der Kolonialgeschichte Lateinamerikas und Afrikas. München: Meidenbauer 2007, 27-52.
  • Vom Schrumpfen und von der Permanenz des Raumes: Raumwahrnehmung in der Frühen Neuzeit. In: V. Dolle/U. Helfrich (Hgg.), Zum spatial turn in der Romanistik. Akten der Sektion 25 des XXX. Romanistentages. München: Meidenbauer 2009, 195-216.
  • Einleitung: Zum spatial turn in der Romanistik (zs. mit Uta Helfrich). In: V. Dolle/U. Helfrich (Hgg.), Zum spatial turn in der Romanistik. Akten der Sektion 25 des XXX. Romanistentages. München: Meidenbauer 2009, ix-xix.
  • A constituição literária do self feminino na diáspora: No exílio, de Elisa Lispector. In: C. Gronemann/P. Imbert/C.Sieber (Hgg.), Estrategias autobiográficas en Latinoamérica: Géneros - Espacios - Lenguajes. Hildesheim: Georg Olms Verlag 2010, 89-108.
  • “... ahora me dicen que está ya todo confundido”: espacio cerrado vs. espacio abierto en los Comentarios reales del Inca Garcilaso. In: J. A. Mazzotti (Hg.), Renacimiento mestizo: Los 400 años de los Comentarios reales. Madrid: Vervuert 2010, 243-256.
  • Transformaciones teatrales: la Conquista de México en el imaginario alemán del siglo XIX. August Klingemann y Gasparo Spontini. In: Karl Kohut et al. (eds.), Alemania y el México independiente. Percepciones mutuas, 1810-1910. México D. F.: Herder 2010, 595-616.
  • Las plumas de Jael: Mira de Amescua, Calderón y Espinosa Medrano. In: M. Tietz/G. Arnscheidt (Hgg.), Calderón y su escuela: variaciones e innovación de un modelo teatral. XV Coloquio Anglogermano sobre Calderón, Wroclaw 2008. Stuttgart: Verlag Franz Steiner 2011, 133-160.
  • La bruja Cañizares y la teatralización de la subjetividad (femenina). In: Carmen Rivero Iglesias (Hg.), Ortodoxia y heterodoxia en Cervantes. Alcalá de Henares: Centro de Estudios Cervantinos 2011b, 43-56.
  • Fantasías urbanas: México D.F. por Rafael Ramírez Heredia (La jaula de Dios), Guillermo Fadanelli (La otra cara de Rock Hudson) y Roberto Bolaño ("Jim"). In: iMex. México Interdisciplinario. Publicación en línea 1 (invierno 2011/2012) (http://www.imex-revista.com/imex-revista-ediciones html).
  • Autorretratos. Las relaciones entre imagen y texto en Las genealogias de Margo Glantz. In: Verena Dolle (Hg.), Múltiples identidades. Literatura judeo-latinoamericana de los siglos XX y XXI. Madrid: Iberoamericana (BIA, 147) 2012, 151-179.
  • Espacios al margen de la ley. In: Brigitte Adriaensen, Valeria Grinberg Pla (Hgg.), Narrativas del crimen en América Latina. Transformaciones y transculturaciones del policial. Berlin: Lit Verlag Dr. W. Hopf 2012, 109-125.
  • “Falha a fala. Fala a bala“. Die brasilianische favela und ihre symbolische Repräsentation in der zeitgenössischen Literatur und Kultur. In: C. Müller et al. (Hgg.), Lusophone Konfigurationen. Festschrift für Helmut Siepmann zum 75. Geburtstag. Frankfurt am Main: TFM 2012, 193-212.
  • Entre encogimiento y permanencia: Sobre algunas matizaciones del espacio en la temprana modernidad. In: E. Geisler (Hg.), La representación del espacio en la literatura española del Siglo de Oro. Barcelona: Anthropos 2013, 140-164.
  • Santiago en el Perú. Historia de España vindicada del polígrafo limeño Pedro de Peralta y Barnuevo (1664-1743): negociación de Identidades. In: J. Gómez-Montero (Hg.), Imaginarios jacobeos entre Europa y América. Frankfurt: Peter Lang (Serie Hispano-Americana. Geschichte, Sprache, Literatur) 2014, 174-197.
  • Das Un-Heimliche im lyrischen Werk von Conceição Lima (São Tomé). In: V. Dolle, A. Begenat-Neuschäfer (Hgg.), Poesia do terceiro espaço. Lírica lusófona contemporânea – Poesie des Dritten Raumes. Zeitgenössische lusophone Lyrik. Frankfurt am Main: Peter Lang 2014, 199-214.
  • Poesie des Dritten Raumes – zeitgenössische lusophone Lyrik. In: V. Dolle, A.  Begenat-Neuschäfer (Hgg.), Poesia do terceiro espaço. Lírica lusófona contemporânea – Poesie des Dritten Raumes. Zeitgenössische lusophone Lyrik. Frankfurt am Main: Peter Lang 2014, 3-16.
  • La predilección por lo efímero: algunas reflexiones sobre el boom actual del microrrelato. In: E. Neira Palacio, S. D. von Werder (Hgg.), Intolerancia y Globalización. Fenómenos lingüísticos y literarios. Frankfurt am Main: Peter Lang 2014, 99-113.
  • Entre Benarés y Buenos Aires: El yo lírico como flâneur mundial en Fervor de Buenos Aires de Jorge Luis Borges. In: R. Spiller (Hg.), Borges-Buenos Aires: configuraciones de la ciudad del siglo XIX al XXI. Madrid/Frankfurt: Iberoamericana/Vervuert 2014, 71-86.
  • Einleitung. A manera de introdución. In: Verena Dolle (Hg.), La representación de la Conquista en el teatro latinoamericano de los siglos XX y XXI: constantes transnacionales y variantes nacionales. Hildesheim: Georg Olms Verlag 2014, ix-xxxii.
  • La Conquista, globalizada, y la metáfora de la frontera en el teatro mexicano contemporáneo. In: Verena Dolle (Hg.), La representación de la Conquista en el teatro latinoamericano de los siglos XX y XXI. Hildesheim: Georg Olms Verlag 2014, 35-57.
  • Microrrelatos - Zwischen zeitlicher Verknappung und der Suche nach der Aura des Kunstwerks. In: Borvitz, Sieglinde / Yasmin Temelli (Hgg.), Phänomene der Verknappung in den romanischen Literaturen und Kulturen, Berlin: Kadmos Verlag 2018, 223-242.
  • Terapia conversacional: la tenencia de la tierra en La Oculta (2014) de Héctor Abad Faciolince. In: R. Spiller et al. (Hgg.), Actas del simposio internacional: "Colombia: memoria histórica, posconflicto y transmigración" (Frankfurt am Main, 03.-05.2017), Berlin: Peter Lang Verlag 2018, 205-222.
  • Do ‘sonho americano’ ao ‘sonho europeu’: o romance de emigração Estive em Lisboa e lembrei de você (2009), de Luiz Ruffato. In: Literatura e sociedade (USP) 23, 28 (2018), 298-316.

Im Druck:

  • Cuerpo, dolor y pasión: sufrimiento y transcendencia en INRI de Raúl Zurita, erscheint in: C. Sieber, L. Bizama (Hgg.), Arte es vida.
  • Vom „amerikanischen“ zum „europäischen Traum“: Luiz Ruffatos Migrationsroman Estive em Lisboa e lembrei de você (2009), erscheint in: Y. Hendrich/B. Meisnitzer (Hgg.), Língua e identidade no mundo lusófono.
  • Ein „Brasilianer“ in Paris: Vicente Huidobro, erscheint in: S. Zepp/St. Bung, Migration und Avantgarde. Paris 1917-1962, Romanistentag Zürich 2017. Berlin, De Gruyter (Reihe Mimesis).

Handbuchartikel:

  • Autoritäre Regime und ihr Erbe. In: J. Born/R. Folger/Ch. Laferl et al. (Hgg.), Hand­buch Spanisch: Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte in Spanien und Hispanoamerika. Berlin: Erich Schmidt Verlag 2012, 579-588.
  • El Kahal/Oro (Roman von Hugo Wast, 1935). In: W. Benz (Hg.), Handbuch des Antisemitismus. Bd. 7. Berlin: De Gruyter 2015, S. 246-249.
  • El Judío (Essay von Julio Meinvielle, 1936). In: W. Benz (Hg.), Handbuch des Antisemitismus. Bd. 8. Berlin: De Gruyter 2015, S. 230-233.

Im Druck:

  • Intercultural memory and violence in Jewish literature. In: The Cambridge Handbook of Intercultural Communication. Hrsg. v. Rings, Guido / Rasinger, Sebastian. Cambridge: UP.

  • El trauma de la conquista y del colonialismo. In: Trauma y memoria cultural. Hispanoamérica y España. Hrsg. v. Spiller, Roland / Mahlke, Kirsten / Reinstädler, Janett. Berlin: De Gruyter.

Rezensionen, Kongressberichte, Interviews :

  • Rezension zu F. J. García Saborido, El neoindigenismo de Manuel Scorza. In: Notas 7, 3 (2000), 122-125.
  • Compte rendu du Colloque: Simone de Beauvoir – Pour une édition critique du Deuxième Sexe, Eichstätt, RFA, du 10 au 13 novembre 1999. In: CIRAC Forum 48 (1999), 28-32.
  • Compte rendu du Colloque: Simone de Beauvoir – Pour une édition critique du Deuxième Sexe, Eichstätt, RFA, du 10 au 13 novembre 1999. In: Romanistische Zeitschrift für Literaturgeschichte 24, 3/4 (2000), 461-469.
  • Rezension zu St. Günzel (Hg.), Topologie. Zur Raumbeschreibung in den Kultur- und Medienwissenschaften. In: http://www.transcript-verlag.de/ts710/ts710l.php#for
  • Rezension zu  Lydia Schmuck und Marina Corrêa, Hrsg., Europa im Spiegel von Migration und Exil: Projektionen – Imaginationen – Hybride Identitäten = Europa no contexto de migração e exílio: Projecções – Imaginações – Identidades híbridas , Romanistik 18 (Berlin: Frank & Timme, 2015), 246 S. In: Romanische Forschungen 4 (2015), 394-401.
  • Rezension zu Edna Aizenberg: On the Edge of the Holocaust. The Shoah in Latin American Literature and Culture. Waltham, Massachusetts: Brandeis University Press 2016. In: Iberoamericana, XVII, 66 (2017), 296-299.
  • Interview zur Rezeption der lateinamerikanischen Literatur in Deutschland (m. R.A. Leiva, CAI (Centro Alemán de Información para Latinoamérica hispanoparlante)
  • Interview mit dem mexikanischen Schriftsteller Edgar Chías. In: iMex revista VI (2014).

Vorträge:

Vorträge zu Qualitätssicherung und –management im Bereich Studium und Lehre:

Überlegungen zu Studiengängen und Studienordnungen auf der lehren Tagung Humboldt ade – Bologna, oh je? Lehre Gestalten! Debatte zu Praxis und Bildungsverständnis von Studienreformprojekten, 27.6.2016, Hannover

Fachwissenschaftliche Vorträge und Teilnahme an Tagungen/Workshops in Europa, USA und Lateinamerika:

- Entre vacas, puercos, agua y chocolate: Mexikanische Autorinnen der 80er und 90er Jahre (Vortrag im Rahmen des vom ZILAS veranstalteten interdisziplinären Fortbildungslehrgangs „Mexiko: Porträt eines faszi­nie­renden Landes der Widersprüche“ an der Akademie für Lehrerfort­bildung und Personal­führung Dillingen, November 2002).

- Transformaciones teatrales: “La Conquista de México” en August Klinge­mann y Gasparo Spontini (Vortrag im Rahmen des Kongresses „Alemania y México: percepciones interculturales en el siglo XIX“, México, D.F., 11.-14.9.2006).

- „Nur ein Räuberhauptmann war er“ – Hernán Cortés, Eroberer von Mexiko (Vortrag am 7.12.06 im Rahmen der Eichstätter Wintervortrags­reihe „Mythen Europas – Schlüsselfiguren der Imagination im 17.-18. Jahrhundert“).

- „Esta chica … permanecida dentro de mí”: No exílio de la escritora brasileira Elisa Lispector como autorrepresentación (Vortrag auf dem Hispanistentag in Dresden, März 2007).

- Poetiken des Raumes (Vortrag im Rahmen des „Spatial Symposion“ auf der Langen Nacht der Wissenschaften der Freien Universität Berlin, 9.6.2007).

‑ Raumwahrnehmung und Raumkonzeption in der neuspanischen Epik (Vortrag gehalten in der von einer Kollegin und mir organisierten Sektion 25 „Spatial turn“ des Wiener Romanistentages, September 2007).

‑ Erde und Heimat in No Exílio de Elisa Lispector (Vortrag gehalten auf der Tagung der Brasilianisten-Gruppe der ADLAF, Berlin, 19./20.10.2007)

‑ Frontier, schwarze Legende und transatlantische Beziehungen: die Eroberung Mexikos aus der Sicht Hollywoods (Vortrag gehalten auf der Jornada Latinoamericana, organ. v. d. Hispanistik der Universität Bonn, 23.11.2007) 

‑ Inszenierung von Alterität, Identität und Marginalität: Alberto Luis Pereiras Spielfilm Hans Staden (Brasilien, 1999) und Mauricio Dias/Walter Riedwegs Medieninstallation „Funk-Staden“ (Documenta 12, Kassel 2007) (Vortrag gehalten auf der Tagung der DASP, IAI Berlin, 3./4.12.2007)

‑ (S)ich ins Bild setzen – das Verhältnis von Bild und Text in (neuen) Autobiographien von M. Glantz (Mexiko), M. Agosín (Chile/USA) und A. Bessa-Luís (Portugal) (Gießen, 31.1.2008)

‑ Das Ich im Bild: Bild-Text-Räume in autobiographischer Literatur (M. Duras, L’amant, J. Goytisolo, Coto vedado, M. Glantz, Genealogías) (Mannheim, 30.4.2008)

‑ Calderón y el teatro colonial: aspectos de un intercambio cultural fructífero en la segunda mitad del siglo XVII – El Lunarejo (Vortrag gehalten auf dem “XV Coloquio Anglogermano sobre Calderón“, Wroclaw, 15.7.2008)

‑ „Falha a fala. Fala a bala“ – die favela und ihre symbolische Repräsentation in der zeitgenössischen Literatur und Kultur Brasiliens (Berlin, 31.10.2008)

‑ Stadt und Erinnerung? La Coruña in Manuel Rivas’ Roman Los libros arden mal (2006) (Paderborn, 11.11.2008)

‑ Jenseits der Lesbarkeit? Mexiko-Stadt in narrativen Texten von Rafael Ramírez Heredia, Guillermo Fadanelli und Roberto Bolaño (Heidelberg, 3.4.2009)

‑ Giro espacial: los conceptos de espacio y globalización en los Comentarios reales del Inca (Medford, Tufts University, 9.4.2009)

‑ Santiago Apóstol en el Virreinato del Perú: Illapa, matamoros, mataindios, matachinos (Ibero-Amerikanisches Institut Berlin, 8.9.2009, Tagung: „Entre Europa e América. A proxección xacobea – Jakobsmythen in zwei Welten“, organis. von J. Gómez-Montero, Berlin, 7.-8. Sept. 2009)

.‑ Entwürfe weiblicher Subjektivität bei Cervantes (Internat. Tagung der Cervantistas, organis. von Ch. Strosetzki, Münster, 1.-4.10.2009)

‑ Spanische Conquistadoren als epische Helden: Hernán Cortés und Jerónimo de Aguilar (bei Luis Zapata und Gabriel Lobo Lasso de la Vega) (Internat. Arbeitskreis Tagung „Epische Bauformen“, organis. von Ch. Reitz, Mainz, 8.-10.10.2009)

‑ Las relaciones entre imagen y texto en los esbozos autobiográficos de Margo Glantz y Marjorie Agosín (eigene Tagung: Multiple Identitäten, 26.-28.11.2009, IAI Berlin)

– Transnationale Konzepte bei José Eduardo Agualusa (DASP-Jahrestagung, IAI Berlin, 3.2.2010)

– "Falha a fala. Fala a bala" - die brasilianische favela und ihre symbolische Repräsentation in der zeitgenössischen Literatur und Kultur (Antrittsvorlesung Gießen, 17.06.2010)

‑–Das lyrische Werk von Conceiçao Lima (Sao Tomé e Príncipe) (DASP-Tagung, Köln 20.7.2010)

‑ ¿Jael como alegoría de América? Algunas reflexiones sobre Amar su propia muerte de Juan Espinosa Medrano (Pontificia Universidad Católica del Perú, Lima, 18.11.2010)

– Revolución y nación revisitadas: ¿La "suave patria" telenovelada? (Düsseldorf, 10.12.2010)

 Revolución y nación revisitadas: ¿La „suave patria“ telenovelada? (Düsseldorf, 10.12.2010)

‑ Espacios al margen de la ley (Passau, Hispanistentag, 25.03.2011)

‑ Víctima – delincuente – testigo: elementos del policíaco y de la novela de formación en La zona (R. Plá, 2007) (Göttingen, 13.7.2011)

‑ Sensaciones de una compresión espacio-temporal („time-space-compression“) en la literatura de la temprana Modernidad (Mainz, DFG-Tagung, 22.7.2011)

– Poesie des Dritten Raumes - zeitgenössische lusophone Lyrik (Wien, Lusitanistentag, Eröffnungsvortrag der gleichnamigen Sektion, 15.9.2011)

– "Mientras juego con dudosas imágenes, la ciudad que canto, persiste […] - el yo lírico como flâneur mundial en la poesía temprana de Jorge Luis Borges (Bad Homburg, Borges-Tagung, 18.11.2011)

– Wenig Zeit, kurze Texte? Überlegungen zum Boom des microrrelato (RWTH Aachen, 16.1.2012)

– Lissabon und Luanda in As Naus (1988) von António Lobo Antunes (DASP-Tagung zur Urbanität, Lusophone Stadtkulturen, Berlin 2.2.2012)

– Einleitung der eigenen Tagung (finanziert von der Fritz-Thyssen-Stiftung) u. Vortrag: La conquista, globalizada, y la metáfora de la frontera en el teatro mexicano contemporáneo (Rauischholzhausen 30.5.2012) 

– La conquista en el teatro mexicano actual: Edgar Chías y Franco Frías (IILI, Cádiz, 5.7.2012)

– Literatura judeo-latinoamericana de los siglos XX y XXI (Universidad de los Andes, Bogotá, 20.9.12)

– La novela negra hispanoamericana (colombiana) y el mercado internacional: realismo sucio para sustituir el realismo mágico como artículo de exportación exitoso (Universidad de Antioquia, Medellín, Kolumbien, 28.9.2012)

– Las deformaciones del individuo: desde la ciudadanía del miedo a la ciudadanía de la violencia (Salzburg, 13.12.2012)

– Einführung zur Sektion 4 des Lusitanistentags, “Literarische Migrationen zwischen Afrika, Brasilien und Portugal” (Hamburg, 12.9.2013)

– Aktuelle brasilianische Literatur: Luís Krausz (DASP-Kolloquium, Köln 2.12.2013)

– Narrating violence and torture in Kucinski and Laub. Paper presented at the Conference Brasilidades, Contemporary Jewish Brazilian Literature, São Paulo, 6.5.2014

– Workshop des CEYLA, Bielefeld, 27.-28.6.2014

– Globalisierung und ihre Schattenseiten: José E. Agualusa, As mulheres do meu pai und Luiz Ruffato, Inferno provisório /Mundo inimigo, DASP-Tagung, Berlin, Brasilian. Botschaft, 27.11.14

– Von Brücken, Grenzen und Mauern: Möglichkeiten und Aporien kultureller Übersetzung in fiktionalen Texten zeitgenössischer Autoren hispanischer Provenienz, Berlin, 8.2.2015

– Teilnahme an EU-LAC-Summit in Brüssel, 5.-6.6.2015, Networking-Aktivitäten

Microrrelatos - Zwischen zeitlicher Verknappung und der Suche nach der Aura des Kunstwerks, Romanistentag Mannheim, 28.7.2015

– El cuerpo, el dolor y la pasión – sufrimiento y transcendencia en la poesía de Raúl Zurita, Germersheim, 21.1.2016

– Juan Villoro: Founding a Civil Movement for Juridical Changes in Mexico, MLA Symposium Düsseldorf, 25.6.2016

– Making Europe – From the American to a European Dream? Europe in Latin American Mass Media (2001-2015), Internationale Tagung/Conference "The migration-human rights nexus", Forschergruppe Migration und Menschenrechte (FGMM), Gießen, 1.7.2016

– Mesa redonda: La literatura judía en lengua española: ¿pertenencia o alteridad? Lost (and found) in Translation? Algunos comentarios acerca de On Borrowed Words (2001) de Ilan Stavans, AIH-Tagung Münster, 13.07.2016

– Luiz Ruffatos Migrationsroman Estive em Lisboa e lembrei de você, DASP-Tagung Berlin, 1.12.2016

– „El papel de la memoria histórica y de la memoria colectiva en el posconflicto“, Simposio internacional: „Colombia: memoria histórica, posconflicto y transmigración“, Panel  (Frankfurt am Main, 03.-05.05.2017).

– „Gastling?“ – Vicente Huidobros Umgang mit Bilingualismus, XXXV. Romanistentag (Zürich, 08.-12.10.2017).

– „Die Rolle der Literatur in der kolumbianischen Erinnerungskultur", Internationale Tagung Der Friedensprozess in Kolumbien, CAPAZ Instituto Colombiano-Alemán para la Paz (Gießen, 19.06.2018).

– Case Study: Ivan Stavans and Jewish Transnational Identity, Gentner Symposium: Redefining and Integrationg Modern Jewish Literary Studies, Freie Universität Berlin (28.6.2018).

– "El sueño europeo en biografías de deportistas latinoamericanos", Jornadas internacionales „El sueño europeo“, o: ¿del sueño americano al europeo? Europa como destino anhelado de migración en los productos culturales y mediales latinoamericanos (2001-2015), Justus-Liebig-Universität Giessen (31.10.-02.11.2018).

– "Zwischen Ephemerem und Epiphanie. Überlegungen zum Verhältnis von Microrrelatos und Mediengesellschaft", Jahrestagung des Graduiertencollegs "kleiner werden, Verfahren und Techniken der Ökonomisierung kleiner Formen", Humboldt-Universität Berlin (29.1.2019).

In Vorbereitung:

- "Esther nómada - lo judío en las obras de Esther Seligson", XX Congreso de la Asociación Internacional de Hispanistas, Jerusalem (7.-12.7.2019).

 

 

 

 


Lehre

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2019

Sommersemester 2019


Seminar/Übung: ¿Sueño (o pesadilla)? Traum oder Albtraum? Europa als ‘Gelobtes Land’ (auch für Komparatistik und Lusitanistik), mittwochs 10:00 - 12:00 Uhr, G119

Prof. Dr. Verena Dolle/Dr. Ulrike Nespital


Die Vorstellung und Hoffnung, es in einem anderen Land besser zu haben, zu individuellem Glück, sozialem Aufstieg und zu (religiöser) Freiheit zu kommen sowie materiell erfolgreich zu sein (z.B. dt.: vom Tellerwäscher zum Millionär; engL. „from rags to riches“) ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Ganz am Anfang der abendländischen Vorstellungen steht als Sehnsuchtsraum das „irdische Paradies“, aus dem Gott Adam und Eva vertrieb, weil sie gegen sein Gebot verstoßen hatten. Die Israeliten hatten die Vorstellung von Kanaan, dem Gelobten Land („tierra prometida“), in dem Milch und Honig fließen.

Jede Kultur/jedes Kollektiv erhofft und erträumt sich – je nach gegenwärtiger Situation - andere irdische Räume und versucht ggf., sie durch Expeditionen/Auswanderung/ Migration zu erreichen. Amerika ist seit dem Zeitpunkt seiner „Entdeckung“ immer wieder mit konkreten Träumen und Sehnsüchten belegt worden: es diente nicht nur Kolumbus, sondern auch den christlichen Orden, den Siedlern, Goldsuchern und Abenteurern als Projektionsfläche, wie es z.B. Alejo Carpentier in seinem Roman Los pasos perdidos (1952) anhand unterschiedlicher Figuren durchspielt. Die USA schreiben eine „pursuit of happiness“ in ihre Verfassung und gerieren sich seit Gründung als eine Art „Gelobtes Land“, verbunden mit einem „American Dream“.

In den letzten Jahrzehnten hat es einen signifikanten Anstieg von Migration aus Lateinamerika nicht mehr in die USA, sondern nach Europa gegeben, so dass sich die Frage stellt, ob ein „Europäischer Traum“ (formuliert etwa bei Jeremy Rifkin oder Aleida Assmann) in Konkurrenz zu einem sich in Krise befindenden „Amerikanischen Traum“ tritt.

Die Lehrveranstaltung befasst sich mit historischen und aktuellen literarischen und filmischen Ausprägungen des „Gelobten Landes“ aus lateinamerikanischer Sicht und untersucht basierend auf theoretischen Überlegungen von A. Appadurai, inwieweit hier tatsächlich eine mediale Formung eines „europäischen Traums“ vonstatten geht und wie diese sich zum „amerikanischen Traum“ verhält.

Zuerst wird danach gefragt, was einen Sehnsuchtsort/Gelobtes Land im Allgemeinen (im Vergleich zu Utopie, Heterotopie, vgl. Foucault; Aínsa) ausmacht und welche Komponenten der „American dream“ besitzt; zudem werden grundsätzliche Begriffe der Migrationsforschung (Pries) behandelt; dann wird ein zentraler lateinamerikanischer Essay der Wende (José Martí, Nuestra América, 1891) vom 19. zum 20. Jahrhundert bearbeitet, der sich kritisch auf die USA bezieht. Es ist eine Phase, in der die USA militärisch massiv in Hispanoamerika eingreifen und ihren Anspruch als Handlungsmacht auf dem Subkontinent deutlich machen.

Im Anschluß widmen wir uns ausgewählten Migrationsstatistiken (vornehmlich Richtung Lateinamerika – USA bzw. Europa), der US-amerikanischen Einwanderungspolitik der letzten Jahrzehnte sowie dem Diskurs über Auswanderung in einigen lateinamerikanischen Ausgangsländern. Im Anschluß gehen wir auf aktuelle Romane – El síndrome de Ulises (2005) von Santiago Gamboa und Entre el cielo y el suelo (2008) von Lorenzo Helguero –, ausgewählte Erzählungen und den mexikanisch-deutschen Spielfilm Buen día, Ramón (2013) ein, die ein „Gelobtes Land“ kritisch, ironisch oder befürwortend in den Blick nehmen.

Anhand einer Einführung in die rhetorische Argumentationstechnik und des speziellen Erlernens und Anwendens der Fünfsatztechnik in einer Debatte wird das im Seminar behandelte Thema der Migration vertieft. Rhetorisches und inhaltliches Beobachter- und Video-Feedback bieten die Möglichkeit, die eigene Selbst- und Fremdwahrnehmung beim Debattieren wahrzunehmen und zu reflektieren. Dadurch kann inhaltliches Wissen mit erlernten rhetorischen Techniken verknüpft und intensiviert werden.

 

Dringende Empfehlung:

Die Romane von Gamboa und Helguero zu kaufen und mit der Lektüre möglichst bald zu beginnen.

Lehrveranstaltungen in früheren Semestern

Lehrveranstaltungen in früheren Semestern

Wintersemester 2018/19

LV - Cervantes: Don Quijote

Sommersemester 2018

LV - Cervantes: Don Quijote

Wintersemester 2017/18

LV - Migration und kulturelle Übersetzung

Sommersemester 2017

VL - Geschichte der spanischen und hispanoamerikanischen Literatur

LV - Más allá de la soledad: La literatura colombiana después de García Marquez

Wintersemester 2016/17

LV - Migration und kulturelle Übersetzung

Sommersemester 2016

LV - "Tupi or not Tupi" - der Kannibale als brasilianische Identitätsfigur

Wintersemester 2015/16

LV - Boom-Autoren von 1949 bis heute

LV - Der amerikanische Traum (und sein Scheitern) in der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur

LV - Jorge Luis Borges: frühe Gedichte und Erzählungen

LV - Literatur und Wirtschaft: El milagro mexicano und der künstlerische Gegendiskurs der 1950er Jahre

Sommersemester 2015

VL - Geschichte der spanischen und hispanoamerikanischen Literatur

S - Chilenische Literatur der Gegenwart

S - Portugiesische und brasilianische Literaturgeschichte

S - Von Zentauren, Folterern und Migranten: von Scliar bis Kuchinski

Wintersemester 2014/15

VL - Die Boom-Autoren von 1949 bis heute

Ü -  Methoden und Gegenstände der Literatur- u. Kulturwissenschaft

 Sommersemester 2014

VL - Geschichte der spanischen und hispanoamerikanischen Literatur

S - Von Zentauren, Folterern und Migranten, von Scliar bis Kuchinski

S - Chilenische Literatur der Gegenwart

VL - Portugiesische und brasilianische Literaturgeschichte

Wintersemester 2013/14

VL - 11. September 1973: 40 Jahre Golpe de Pinochet – Politik und Literatur

PS - Brasilianische Gegenwartsliteratur

S - Cervantes: Novelas ejemplares

Ü - Die Malinche: Verräterin am eigenen Volk oder Mittlerin zwischen den Kulturen?

Ü - Leben zwischen/in Sprachen und Kulturen: Mehrsprachigkeit und Tanslation

Sommersemester 2013

Im Sommersemester 2013 fanden keine Lehrveranstaltungen statt (Forschungssemester).

Wintersemester 2012/13

Ü - Neuer historischer Roman in Lateinamerika

Ü - Methodische Grundlagen der Literatur- und Kulturwissenschaften

VL - Formación de la cultura criolla en la España colonial

Sommersemester 2012

VL - Geschichte der portugiesischen und brasilianischen Literatur

S - Roberto Bolaño: Historia de la literatura nazi und andere Werke

S - Berichte von Katastrophen und Untergang: Die historia trágico-marítima des Gomes de Brito

VL - Spanische und hispanoamerikanische Literaturgeschichte

S - Cono Sur: Aufarbeitung von Diktatur in der Literatur

Sommersemester 1996 bis Wintersemester 2011/12

SoSe 1996

PS Alejo Carpentier: Der Blick auf Europa und die Herausbildung eines lateinamerikanischen Selbstverständnisses
WS 1996/97 PS Die Beschreibung Amerikas. Die Wahrnehmung des Fremden aus spanischer Sicht
SoSe 1997, WS 1997/98 Einführung in die Hispanistik
SoSe 1998 PS Robert Pinget (1919-1997): ein „unbekannter“ Schriftsteller des Nouveau Roman
WS 1998/99 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Lateinamerikanische Identitätsentwürfe: Alejo Carpentier
 SoSe 1999 PS Die Darstellung von Gewalt im modernen lateinamerikanischen Roman (García Márquez, Scorza, Martini)
 WS 1999/2000  Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik
 SoSe 2000 PS Marcel Proust: Du côté de chez Swann;
PS Cantar de mio Cid: Von tapferen Männern, schönen Frauen und verlorener Ehre
 WS 2000/01 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Zwischen Shakespearschem Luftgeist u. kosmischer Rasse: Lateinamerika im Essay
 SoSe 2001 Beurlaubung wegen Mutterschutz
 WS 2001/2002 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Miguel de Cervantes: Novelas ejemplares
 SoSe 2002 PS Fables von Jean de La Fontaine;
PS Von Spiegeln und Labyrinthen: Intellektuelle und Identität in Lateinamerika im 20. Jahrhundert (interdisziplinäres Seminar, zus. mit einem Lateinamerikahistoriker)
 WS 2002/03 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Literatur und Buchmarkt: Vermittlung, Vermarktung und Rezeption mexikanischer (Frauen-)Literatur
 SoSe 2003 PS Weibliche Kreativität im Siglo de Oro: die Novellen der María de Zayas;
PS Ein Klassiker des Briefromans: die Liaisons dangereuses des Choderlos de Laclos
 WS 2003/04 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;   
PS Das gefallene Vorbild: lateinamerikanische Blicke auf Europa im 20. Jahrhundert (Seminar für Studierende der Hispanistik/Lateinamerikanistik und Europastudien)
 SoSe 2004 PS Nouveau Roman;   
PS Fakten und Fiktionen: Hernán Cortés in der Literatur des Siglo de Oro
 WS 2004/05 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;   
PS Helden II: Hernán Cortés - Fakten und Fiktionen. Vom 17. bis zum 20. Jahrhundert
 SoSe 2005 PS Mann im Spiegel: Les Confessions von Jean-Jacques Rousseau;
PS „Das kommt mir spanisch vor“ – spanisches Deutschlandbild und deutsches Spanienbild im 20. Jahrhundert (Seminar für Studierende der Hispanistik/Lateinamerikanistik und Europastudien)
 WS 2005/06 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Miguel de Cervantes: Novelas ejemplares
 WS 2006/07  Seminar: Begegnungen, in Szene gesetzt: Entdeckung und Eroberung Amerikas im Film
 SoSe 2007 PS Versionen und Visionen der conquista im 16. und 17. Jahrhundert
HS Autobiographisches Schreiben jüdisch-lateinamerikanischer Autorinnen im 20. Jahrhundert
HS Von Reisetagebuch zur nueva novela histórica: Cristóbal Colón
V Canon literario: Kolonialzeit   
HS (zs. mit einer Brasilianistin): Methoden und Begriffe der Literatur-wissenschaft /Métodos y técnicas de trabajo con textos
 WS 2007/08 PS Peruanische Literatur des 20. Jahrhunderts: Boom und Post-Boom
HS Mexikanischer Revolutionsroman   
Interdisziplinäre RV: (Koordination, Moderation, Lehre, zs. mit einer So-ziologin) Lateinamerika begreifen: Gesellschaft und Geschichte in Begriffen und Methoden    
HS Lateinamerika konkret: Methoden und Projekte (interdisziplinär, zs. mit einem Soziologen)
 SoSe 2008 PS Kolonialtheater in Hispanoamerika im 17./18. Jahrhundert    
S/HS „Palabra de América“: Roberto Bolaño (1953-2003)   
HS Fernando del Paso, Noticias del Imperio   
HS (zs. mit einer Brasilianistin): Begriffe und Methoden der Literatur-wissenschaft   
HS Lateinamerika beschreiben: Entwürfe kultureller Identitäten seit der Unabhängigkeit (zs. mit einem Historiker)   
C Examenskolloquium für Magisterkandidaten
 WS 2008/09 Interdisziplinäre RV: (Koordination, Moderation, Lehre, zs. mit einem Soziologen) Kontexte und Begriffe     der Lateinamerikaforschung
HS Amerika auf europäischen Bühnen   
HS Lateinamerikanische Romantik   
HS Stadt und Gewalt in der zeitgenössischen mexikanischen Literatur
C Kolloquium für Examenskandidaten
 SoSe 2009 V Hispanoamerikanische Literatur vom Ende der Kolonialzeit bis heute
HS Jorge Luis Borges
HS Techniken und Methoden der Literaturwissenschaft
HS 1609-2009: Die Comentarios Reales des Inca Garcilaso -Relektüren
C Kolloquium für Examenskandidaten
 WS 2009/10 V Die Herausbildung kolonialer Kultur in Hispanoamerika
HS Kolonialtheater in Hispanoamerika vom 16.-18. Jahrhundert
HS „Apokalypse auf Raten“?: Literatur der Jahrtausendwende zu México D.F.
 SS 2010 V Hispanoamerikanische Literatur vom Ende der Kolonialzeit bis Anfang des 20. Jahrhunderts
HS Argentinische Gründungsliteratur
V Einführung in die portugiesische Literaturwissenschaft
HS Stadtliteratur Brasilien
 WS 2010/11 VL Hispanoamerikanische Literatur des 20. Jahrhundert
S Argentinische Literatur der Gegenwart - eine Bestandsaufnahme
Ü Fernando Pessoa: Lyrik
SS 2011 S Argentinischer Krimi
VL Portugiesische und brasilianische Literaturgeschichte
VL Spanische und lateinamerikanische Literaturgeschichte (zs. mit H. Stenzel)
WS 2011/12 VL Hispanoamerikanische Lyrik des 20. Jahrhunderts
PS Cuento y microrelato latinoamericanos del siglo XX
VL Neuer historischer Roman in Portugal: J. Saramago und A. Lobo Antunes
VL 100 Jahre Mexikanische Revolution

 

 

Kommentare zu Lehrveranstaltungen

Kommentare zu Lehrveranstaltungen

SoSe 15 - "Tupi or not tupi" - der Kannibale als brasilianische Identitätsfigur

Die Veranstaltung widmet sich der Umdeutung des Kannibalen vom durch Europäer (Vespucci, Staden, de Bry) geprägten Stereotyp zur brasilianischen Identitätsfigur im Modernismo der 1920er Jahre und im weiteren Verlauf des 20. Jhs. Unter Rückgriff auf das methodische Konzept der kulturellen Übersetzung werden folgende Werke bearbeitet: die kurzen Manifeste Pau-Brasil und Manifesto Antropófago von Oswald de Andrade, der Roman Macunaíma von Mario de Andrade, schließlich der Spielfilm Como era gostoso o meu francês von Nelson Pereira dos Santos (1971).

 

SoSe15 - Dialektik der Aufklärung: Carpentiers frühe Romane

Im Mittelpunkt stehen drei Romane des „Vaters“ der kubanischen Literatur: El reino de este mundo (1949), Los pasos perdidos (1953) und El siglo de las luces (1962). Behandelt werden die Themen lateinamerikanische Identität und das „wunderbare Wirkliche“, das Verhältnis von Geschichte und Mythos, europäisch-amerikanische Beziehungen. Ergänzt wird dies durch einen Ausblick auf jüngere und regimekritische(re) kubanische Literatur. Die Lektüre der genannten Primärwerke von Carpentier sollte möglichst sofort begonnen werden.

 

SoSe15 - La imagen del migrante en literatura y cine

El curso se dedica a la representación del migrante y del proceso de migración entre México/Centroamérica y Estados Unidos en las últimas décadas, desde las primeras obras que dieron visibilidad a la situación del migrante latino en EEUU hasta la actualidad. Distinguimos tres fases o enfoques temáticos: el proceso de integración/adaptación en EEUU, el cruce de la frontera, la situación en el país de origen.

Obras primarias: Sandra Cisneros: The house on Mango Street/La casa en Mango Street. Julia Álvarez: How the García girls lost their accents; Junot Díaz: The brief wondrous life of Oscar Wao/ La breve y maravillosa vida de Oscar Wao.

Películas (haremos una selección de las siguientes): El Norte, Una vida mejor, Los que se quedan, Espiral, Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez, La misma luna, Spanglish.

Se recomienda urgentemente empezar con la lectura de las obras primarias (sea en inglés, sea en castellano) cuanto antes.

 

SoSe 15 - Portugiesische und brasilianische Literaturgeschichte

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die portugiesische Literatur seit dem Mittelalter und die brasilianische seit der Entdeckung im Jahr 1500 bis in die Gegenwart. Zur Anschaffung empfohlen: Susanne Zepp, Portugiesisch-brasilianische Literaturwissenschaft. Eine Einführung. Paderborn/München: utb 2014.

WS 13/14 - Translation Leben in Übersetzung mi 8-10

Diese Veranstaltung kann von Masterstudierenden mit dem Schwerpunkt Linguistik auch als Modulteil M-IKLS belegt werden.

Für Masterstudierende mit Schwerpukkt Literatur-/Kulturwissenschaft wird die Veranstaltung von Angeles Balandrano als M-IKLS angeboten.

WS 12/13 - Neuer historischer Roman in Lateinamerika di 14-16 G 119

Der „neue historische Roman“ (S. Menton) in Lateinamerika widmet sich seit einigen Jahrzehnten der kritischen Revision und Dekonstruktion tradierter Geschichtsbilder und offizieller Diskurse zu den „großen Männern“ und den „großen Erzählungen“. Die Veranstaltung befasst sich mit der Darstellung des Kolumbus, des „Entdeckers Amerikas“, in zwei herausragenden, wirkmächtigen Romanen hispanoamerikanischer Autoren: El arpa y la sombra (1979) des Kubaners Alejo Carpentier (1904-1980), und Los perros del paraíso

(1983) des Argentiniers Abel Posse (*1934). Beide Texte hinterfragen im Kontext der 500-Jahrfeier der Entdeckung Leistung und Rolle des Kolumbus und karnevalisieren – im Sinne Bachtins – seine Person.

Diese beiden Texte sind bitte von den TeilnehmerInnen selbst zu besorgen, etwa antiquarisch (sehr gute Preise) bei

http://www.abebooks.de/servlet/SearchResults?sts=t&tn=los+perros+del+para%EDso&x=38&y=14

http://www.abebooks.de/servlet/SearchResults?kn=el+arpa+y+la+sombra&sts=t&x=0&y=0

Zur Einführung und Vorbereitung auf das Seminar dringend empfohlen:
Frauke Gewecke: Christoph Kolumbus. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2006.
Winfried Wehle (Hg.): Das Columbus-Projekt. Die Entdeckung Amerikas aus dem Geist des Mittelalters. München: Fink 1995.

Theoretische Grundlage:
Seymour Menton: Latin America’s New Historical Novel. Austin: UP 1993.

WS 12/13 - V- Formación de la cultura criolla en la época colonial, mi 10-12 Phil II, G119

Die Veranstaltung widmet sich der Herausbildung der criollo-Kultur und damit eines criollo-Selbstbewußtseins in Hispanoamerika in der Zeit vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert. Spanien hat seine amerikanischen Besitzungen– wie bekannt – anders als Portugal kolonisiert und schon in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts Universitäten und Druckereien eingerichtet, was zu der Schaffung einer lokalen, selbstbewußt werdenden und das Verhältnis zum Mutterland reflektierenden Elite führt.

Wir beginnen mit den ersten chronikalen Texten zur „Neuen“ Welt (Kolumbus, Cortés, López de Gómara, Bernal Díaz del Castillo) und gehen dann über zu literarischen Modellierungen, in denen sich eine eigenständige „cultura criolla“ und ggf. eine kritische Haltung gegenüber Spanien erkennen läßt: in Lyrik (etwa in der „academia antártica“), Theater (C. de Llerena, Espinosa Medrano, Sor Juana) und Epik (Ercilla, Castellanos, Francisco de Terrazas), schließlich in gesellschaftskritischen Texten wie dem Lazarillo de ciegos caminantes (1776) des Carrió de la Vandera oder El Carnero von Rodríguez Freile.

Für die Lehramtsstudierenden:

In der zu diesem Modul gehörenden Interpretationsübung von Dr. Fritz werden Texte aus dieser Veranstaltung näher analysiert.

Textgrundlage:

Zum ersten ein Reader, der von den TeilnehmerInnen der Veranstaltung im Büro bei Frau Diz zu erwerben ist. Zum zweiten: weitere Texte, die über StudIP zur Verfügung gestellt werden.

Sekundärliteratur:

Dringend zur Anschaffung empfehle ich die Literaturgeschichte von Luis Iñigo Madrigal: Historia de la literatura hispanoamericana. Tomo I: Época colonial. Madrid: cátedra 1998.

Darüber hinaus werden Aufsätze aus den von Karl Kohut und Sonia Rose herausgegebenen Bänden zur Formación de la cultura virreinal (Vervuert/Iberoamericana: Reihe teci, 2000ff.) herangezogen.

 

WS 12/13 - Wiss. Ü Methodische Grundlagen der Literatur- und Kulturwissenschaft, mi 8-10, Phil II, G119

Die Veranstaltung dient dazu, sich mit zentralen Methoden der Literatur- und Kulturwissenschaft vertraut(er) zu machen. Dies geschieht am besten „on the job“, in der Auseinandersetzung mit Primärtexten und deren verschiedenen Deutungsmöglichkeiten sowie theoretischen Grundlagentexten. Genau zu diesem Zwecke haben Literatur- und KulturwissenschaftlerInnen sogen. „Modellanalysen“ vorgelegt, und zwar u.a. zu Kafkas Erzählung „Das Urteil“ (Stuttgart: Reclam 2002, Hgg. O. Jahrhaus, St. Neuhaus) und zu Balzacs „Sarrasine“ (Stuttgart: Reclam 2011, Hgg. E. Richter et al.). Die beiden Primärtexte und die jeweiligen Modellanalysen werden als Diskussions- und Arbeitsgrundlage der Veranstaltung dienen, um nach Möglichkeiten, Erkenntnisinteresse und Grenzen bestimmter Methoden in der Literatur- und Kulturwissenschaft zu fragen.

Textgrundlage: Die TeilnehmerInnen werden gebeten, sich die genannten Titel zu besorgen. Weitere Texte werden über StudIP zur Verfügung gestellt.

SS 12 - S Roberto Bolaño: Historia de la literatura nazi und andere Werke, Mi. 8-10

Der Chilene Roberto Bolaño (1953-2003) ist derzeit einer der meistdiskutierten und höchstgelobten Schrifsteller Hispanoamerikas. Davon zeugt z.B. die international intensive Diskussion und Rezeption seines posthum erschienenen Monumentalromans 2666, aber auch etwa der Umstand, dass er namens- und stilbildend für die Schrifsteller seiner Generation wirkt (die nach ihm als „generación Bolaño“ benannt wird, vgl. Rössner, Lateinamerikanische Literaturgeschichte 2004).

Das Seminar geht dem Prosawerk Bolaños an ausgewählten Beispielen nach und fragt zum einen nach der literarischen Tradition und Vorbildern, auf die Bolaño Bezug nimmt, allen voran Jorge Luis Borges (etwa die Historia universal de la infamia für die Historia de la literatura nazi und der cuento „Sur“ für „El gaucho insufrible“) und die mexikanische Avantgarde der Estridentistas für die Detectives salvajes. Zum anderen stehen gattungsspezifische und poetologische Fragestellungen zum cuento bei Bolaño auf dem Programm. Ziel der Veranstaltung ist es zu eruieren, was Bolaños Werk diesen herausragenden Stellenwert verleiht.

Lektüreprogramm (es wird dringend empfohlen, möglichst bald mit der Vorbereitung anzufangen):

Robert Bolaño: Historia de la literatura nazi en América (1996). Los detectives salvajes (1998).

Die beiden vorgenannten Texte sind in mehreren Ausgaben verfügbar, bitte selbst besorgen.

Kurzgeschichten aus den Sammlungen Llamadas telefónicas (1997) und El gaucho insufrible (2003) sowie weiteres Material werden auf StudIP zur Verfügung gestellt.

Zum Einstieg sei schließlich ein kurzer Kommentar des peruanischen Literaturwissenschaftlers José Miguel Oviedo über die Historia nazi empfohlen, leicht zu finden unter http://www.letraslibres.com/revista/libros/la-literatura-nazi-en-america-de-roberto-bolano.

SS 12 - V Geschichte der portugiesischen und brasilianischen Literatur, Do. 10-12

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte der portugiesischen Literatur seit dem Mittelalter, den Cantigas in galizisch-portugiesischer Sprache, bis in die Gegenwart sowie in Ausschnitten über die brasilianische Literatur seit dem sogenannten „Taufschein“ Brasiliens durch Vaz de Caminha 1500.

Zur vorbereitenden Lektüre und zur Anschaffung wird empfohlen: Siepmann, Helmut. Kleine Geschichte der portugiesischen Literatur. München: Beck 2003.

SS 12 - S Berichte von Katastrophen und Untergang: Die Historia trágico-marítima des Bernardo Gomes de Brito, Mi 10-12

„Der Schiffbruch, als überstandener betrachtet, ist die Figur einer philosphischen Ausgangserfahrung“, so treffend Hans Blumenberg in seinen Überlegungen Schiffbruch mit Zuschauer (1979) zur auffälligen Neigung des Menschen als Landwesen, für Metaphern des Daseins vor allem auf die Seefahrt, Schiffahrt und Schiffbruch zurückzugreifen.

Das Seminar befasst sich mit einem klassischen Text der portugiesischen Literatur des 18. Jahrhunderts, der Historia trágico-marítim (1735/36), zusammengestellt durch Bernardo Gomes de Brito, in der es um Schiffbrüche portugiesischer Reisender im Zeitalter der europäischen Expansion geht. Neben philosophischen Betrachtungen über den Sinn des Lebens beinhalten diese „Naufrágios“ auch Berichte über Kulturkontakte und –Zusammenstöße sowie über Scheitern oder auch Verherrlichung des imperialen Unternehmens der Portugiesen.

Zur Einführung: Hans Blumenberg, Schiffbruch mit Zuschauer. Frankfurt 1997, EA 1979: bibliothek suhrkamp.

Die TeilnehmerInnen werden gebeten, sich den Text der História trágico-marítima (antiquarisch, Portugies. oder Dt.) selbst zu besorgen.

SS 12 - S Cono Sur: Aufarbeitung von Diktatur in der Literatur, Di 14-16

Die Militärdiktaturen in Chile (1973-1989), Uruguay (1973-1984) und Argentinien (1976-1983) stellen einen blutigen Höhepunkt an Gewalt gegen Angehörige des eigenen Staates in der lateinamerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts dar. Bei Praktiken wie Folterungen und Verschwindenlassen von Andersdenkenden sowie dem Rauben von in der Gefangenschaft geborenen Kindern handelt es sich um gravierende Menschenrechtsverstöße, die in der Zeit der Transición von den demokratischen Regierungen unterschiedlich streng verfolgt und geahndet worden sind.

Das Seminar befasst sich mit Werken aus Prosa, Dramatik und Lyrik von Autoren des Cono Sur, die auf das Trauma der Greueltaten der Diktaturen mit sprachlichen Mitteln reagieren und damit dem Ver-Schweigen ein Sprechen gegenüberstellen, anklagen und Gerechtigkeit oder auch Bestrafung oft in dem Moment in der Fiktion geschehen lassen, wenn eine juristische Aufarbeitung in der Lebenswelt nicht absehbar ist.

Thematische Konstanten (Täter-Opfer-Wieder-Begegnung und Möglichkeiten der convivencia, Bestrafung, Schicksal der geraubten Kinder und ihre Identität, Schmerz) und Spezifika der einzelnen Gattungen sollen herausgearbeitet werden.

 

Lektüreprogramm:
Romane: Elsa Osorio: A veinte años, Luz (1998). Roberto Bolaño: Nocturno de Chile (2000). Carlos Franz: El desierto (2005).

Theater: Ariel Dorfman: La muerte y la doncella (1991). Carlos Salem: El torturador arrepentido (2011).

Lyrik: Juan Gelman: Valer la pena (2001). Raúl Zurita: INRI (2006).

Die Romane und Theaterstücke werden zur Anschaffung empfohlen (Dorfman bei Reclam, Ausgabe für den Unterricht).

Zur Orientierung empfohlen: R. Spiller, „Cono Sur: Terror und seine Verarbeitung in der Literatur“, in: M. Rössner, Lateinamerikanische Literaturgeschichte. Stuttgart: Metzler 1995, 466-481.