Document Actions

Versuch über das Prinzip Database. Zur Praxis digitaler Denk- und Wissensräume

May 19th, 2009

Lev Manovich behauptet die Database als aktuelle „key form of cultural expression“. Erwin Panofskys Analyse der Zentralperspektive als Symbolischer Form der Neuzeit folgend, schlägt er vor, Database als eine gegenüber der Perspektive neue Symbolische Form zu denken. Der Vortrag stellt einen Versuch dar, Manovichs These in einem inszenierten Selbstexperiment zur medieninduzierten Wissensformation zu überprüfen. Inhalt und Form des Beitrags werden nach dem Beispiel des Films „Memento“ (Christopher Nolan 2001) aufeinander bezogen. Dabei entsteht eine eigenartige mimetische Identifikation mit dem Problem des Hauptakteurs im Film, die einen Einblick gibt in eine vielleicht zukünftige Kulturtechnik des Irr-Sinns und der Destinerrance.

Prof. Torsten Meyer ist seit 2004 Juniorprofessor für “Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Forschung und Lehre im Bereich Multimedia mit einem Schwerpunkt in der Didaktik der Bildenden Kunst” an der Univerität Hamburg.
Nach einem Studium der Fächer Erziehungswissenschaft, Kunst, Soziologie und Philosophie in Lüneburg und Hamburg war er 1996-1999 Stipendiat am DFG-Graduiertenkolleg “Ästhetische Bildung” und begann währenddessen seine Arbeit in der Lehre. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter leitete er das MultiMedia-Studio am Institut für Didaktik der ästhetischen Erziehung an der Universität Hamburg. 2002 promovierte er zum Doktor der Philosophie mit einer Arbeit über “Interfaces, Medien, Bildung. Nebst Anmerkungen zu einem Fach für Schnittstellen: Kunst–Pädagogik.” und wurde hierfür mit dem Karl H. Ditze Preis der Universität Hamburg ausgezeichnet.