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Luzerner Antichristspiel

Die Theatergruppe des Instituts für Germanistik der JLU Gießen führt das "Luzerner Antichristspiel" auf.

Wann

02.12.2023 von 16:00 bis 17:00 (Europe/Berlin / UTC100)

Wo

Grünberg, Hospitalkirche

Name des Kontakts

Telefon des Kontakts

0641-99-29080

Teilnehmer

Zeynep Adigüzel (Antichrist), Cora Dietl (Abram), Nele Dzienkowski (Hieroboam), Karina Fischer (Christus), Lea Göllner (Astaroth), Jasmin Gottschlich (Unkeuschheit, Heber), Annabelle Krause (Gog), Fynn Marschinke (Elias), Luca Merkle (Michael, Zabulon), Alexander Siegel (König Darius), Marie-Luise Wenzel (Ochosias), Anna Lena Wolaschka (Sathan, Dathan), Anna Zuth (Johannes)

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Alle Jahre wieder - führt die Theatergruppe des Instituts für Germanistik ein Weihnachts- oder besser: Adventsstück auf. Dass dabei Goldmünzen eine besondere Rolle spielen, erstaunt zunächst nicht: Gold gehört zu den Geschenken der Heiligen Drei Könige an das Christuskind; Gold lässt auch der Heilige Nikolaus in einem seiner Wunder regnen; Gold-Schokomünzen sind in der Adventszeit überall auf dem Markt zu haben. Aber geht es im Advent ums schnöde Geld? In dieser Adventsaufführung ist dies durchaus der Fall. Ein Pseudo-Messias, der mit Gold und Geld alle auf seine Seite bringen will und diejenigen tötet, die ihm nicht folgen, ist hier dem Messias gegenübergestellt. Präsentiert wird eine stark gekürzte Fassung des "Luzerner Antichristspiels" des Zacharias Bletz (1549).
Im Advent wird nämlich traditionell nicht nur der ersten Ankunft Jesu Christi gedacht, sondern auch der zweiten am Ende der Zeiten. Als Vorbote des Weltuntergangs werden in der Bibel verschiedene Untiere beschrieben; bereits im Frühmittelalter sind sie verbunden zu der Gestalt des "Antichrist": Er ist ein vom Teufel gesandtes falsches Abbild des Messias, der die Menschen verführen will. Seit Jahrtausenden wird er immer wieder neu mit historischen Persönlichkeiten identifiziert und verliert daher als Idee nie an Aktualität. Bletz hatte ein klares Bild vor Augen, wer für ihn der Antichrist ist. Das Grünberger Publikum darf sich selbst überlegen, wem die Gestalt heute entsprechen könnte.