JLU-Teams räumen beim Gründungswettbewerb „Hessen Ideen“ ab
Erster Platz für innovative Herzdiagnostik („Hemodynamix“) und neuer KI-Sonderpreis für KI-gestützte Materialforschung („PRISM“) gehen nach Gießen
Nr. 144 • 25. September 2026
JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz freute sich sehr über das hervorragende Abschneiden: „Ich gratuliere unseren beiden Gründungsteams von ganzem Herzen zu diesem schönen Erfolg. Ob es um eine präzisere und schonendere Diagnostik für Herzpatientinnen und -patienten geht oder um zukunftsweisende Werkstoffe für die Energiewende und Raumfahrt: ‚Hemodynamix‘ und ‚PRISM‘ stehen exemplarisch dafür, wie gelebter Wissenstransfer Brücken zwischen Spitzenforschung und Unternehmertum schlägt. Die JLU ist stolz auf diese Innovationskraft, die wir als Hochschule auch künftig tatkräftig unterstützen werden.“ Beide Teams wurden vom ECM Gründungszentrum der JLU betreut und begleitet.
1. Platz für „Hemodynamix“: Bessere Herzdiagnostik ohne zusätzlichen Eingriff
Das Gründungsteam um Felix Glocker, Dr. Nils Kremer und Prof. Dr. Khodr Tello entwickelte eine Software, die Ärztinnen und Ärzten dabei hilft, die Pumpleistung und Belastung des Herzens wesentlich genauer und zugleich einfacher zu beurteilen. Bislang werden Druckkurven, die bei Routineuntersuchungen im Krankenhaus gemessen werden, nur unvollständig ausgewertet. „Hemodynamix“ setzt an dieser Stelle an: Durch spezielle mathematische Rechenverfahren holt das System entscheidende Zusatzinformationen aus den bestehenden Daten heraus – ohne teure Spezialkatheter und ohne zusätzlichen operativen Eingriff. Die Technologie basiert auf 15 Jahren klinischer Forschung an der JLU und überzeugte die Jury insbesondere durch die Verbindung von fundierter Medizin- und Praxiskompetenz sowie den unmittelbaren Nutzen für die Patientinnen und Patienten.
KI-Sonderpreis für „PRISM“: Schneller zu neuen Hochleistungsmaterialien
Über den Wettbewerb „Hessen Ideen“
Der Wettbewerb „Hessen Ideen“ ist die zentrale Initiative des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) zur Förderung unternehmerischer Ideen an den hessischen Hochschulen. In diesem Jahr bewarben sich 32 Teams aus 14 Hochschulen; elf von ihnen schafften es nach einem Gutachter- und Online-Voting-Verfahren ins Finale. Koordiniert wird die Initiative von UniKasselTransfer an der Universität Kassel in Kooperation mit HIGHEST an der TU Darmstadt.
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