Hausbesetzung und weitere Entwicklung
Gesprächsangebot des Präsidiums besteht weiterhin – Besetzung des Gebäudes Hein-Heckroth-Straße 3 am 14. Juli beendet
Update vom 21.7.2026
Mit dem Ende der Besetzung des Gebäudes Hein-Heckroth-Straße 3 richtet die JLU den Blick nach vorn und damit auf den Austausch mit Angehörigen der Verfassten Studierendenschaft. Die vergangenen Tage haben deutlich gemacht, wie wichtig es ist, auch in kontroversen Situationen miteinander im Gespräch zu bleiben. JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz unterstreicht: „Demokratische Spielregeln sind das Fundament unserer Soft Power als Universität. Unsere stärkste Ressource ist der freie, intellektuelle Austausch. Dies setzt voraus, dass sich alle Beteiligten an die gemeinsamen Regeln des demokratischen Miteinanders halten.“
„Die Sorgen unserer Studierenden hinsichtlich bezahlbaren Wohnraums und studentischer Freiräume in Gießen sind sehr nachvollziehbar“, betont die JLU-Präsidentin. Der Weiterführung der Gespräche über studentische Begegnungsorte zwischen AStA und Präsidium der JLU geht nun die Diskussion der Anliegen unter den Studierendenvertreter*innen voraus. Termine zum Austausch von Präsidium und AStA sind bereits geplant; voraussichtlich wird das kommende Treffen im August stattfinden.
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Update vom 15.7.2026, 17.45 Uhr
Zu Beginn der heutigen Sitzung des Senats der JLU haben Vertretende von FreiTraum-Haus und ihre Unterstützenden – darunter Vertreter*innen des AStA sowie weitere Studierende – die Gelegenheit erhalten, ihre Anliegen vorzutragen. Ein Vertreter von FreiTraum-Haus wandte sich in einer Rede an den Senat der JLU, die Öffentlichkeit sowie die Stadtgesellschaft.
Der Senat hat die Anliegen von FreiTraum-Haus zur Kenntnis genommen und vor Beginn der eigentlichen Senatssitzung einen Austausch darüber ermöglicht, der in die Aula der Universität verlegt wurde.
JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz hat erneut zugesagt, den begonnenen Dialog mit dem AStA fortzusetzen. Sie erinnerte daran, dass sie gemeinsam mit JLU-Kanzlerin Susanne Kraus unmittelbar nach Bekanntwerden der Besetzung FreiTraum-Haus das Gespräch angeboten hatte.
Die JLU-Präsidentin hob hervor, dass sie in den Gesprächen von Anfang an zwei Dinge getrennt habe:
- das inhaltliche Anliegen, das sie teile: „Wir brauchen Orte, wo Menschen miteinander sprechen. Dies brauchen wir in dieser Gesellschaft mehr denn je.“
- das Vorgehen, das auf keinen Fall tragbar sei und nicht hingenommen werden könne: illegale Handlungen.
Sie wies darauf hin, dass sie als Präsidentin für die Universität und die Menschen dieser Universität verantwortlich sei. Bei anderen Belangen müssten auch andere Akteurinnen und Akteure beteiligt werden, etwa die Stadt Gießen. Sie betonte außerdem, wie sehr ihr das Leben und Zusammenleben in der Universitätsstadt im Herzen liege: „Ich setze mich sehr für diese Stadt und für den engen Austausch von Universität und Stadt ein.“
Schließlich bedankte sich die JLU-Präsidentin bei den Vertretenden des AStA: „Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass wir im konstruktiven Prozess miteinander sind.“
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Update vom 14.7.2026, 12.00 Uhr
Die Besetzung des Gebäudes Hein-Heckroth-Straße 3 ist beendet. Die Räumung ist heute durch die Polizei erfolgt. Das JLU-Präsidium dankt den beteiligten Beamtinnen und Beamten.
Für Informationen zum Ablauf des Polizeieinsatzes und zu den getroffenen Maßnahmen verweisen wir auf die Mitteilungen der Polizei.
Unser Dank gilt den AStA-Vertreter*innen sowie weiteren Studierenden und Personen, die auf unsere Einladung zum konstruktiven Austausch eingegangen sind. Das Präsidium ist jederzeit bereit, mit der Verfassten Studierendenschaft zu sprechen.
Wir danken außerdem allen Beschäftigten der Universität und der Stadt Gießen, die die Situation in den vergangenen Tagen mit großem Engagement begleitet haben.
JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz betont: „Wir haben das Gespräch gesucht und ein Angebot unterbreitet. Eine illegale Besetzung ist und bleibt kein akzeptabler Weg der Auseinandersetzung; sie gefährdet die Sicherheit aller Beteiligten und verhindert genau den Austausch, den die Besetzenden einfordern. Mit der Verfassten Studierendenschaft wollen wir den Dialog auf geordnetem Weg fortsetzen. Die JLU ist ein Ort des respektvollen Austauschs. Dieser Weg steht unseren Studierenden, sowie allen anderen Mitgliedern der Universität, offen.“
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Update vom 13.7.2026, 14.15 Uhr
Auf Einladung von JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz hat am heutigen Vormittag ein erneutes Gespräch zur Liegenschaft Hein-Heckroth-Straße 3 stattgefunden. Es war ein konstruktiver Austausch, an dem neben der JLU-Präsidentin und Kanzlerin Susanne Kraus Repräsentant*innen von FreiTraum-Haus, JLU-Studierende der Verfassten Studierendenschaft (AStA) und weitere JLU-Studierende teilnahmen.
Nachdem FreiTraum-Haus die eigenen Forderungen formuliert und schriftlich vorgelegt hatte, erneuerte die JLU-Präsidentin ihr Angebot zu einem strukturierten Gesprächsprozess:
Die JLU bietet einer vom AStA mandatierten Gruppe die Möglichkeit an, gemeinsam über studentische Begegnungsstätten zu sprechen.
Die Präsidentin betonte noch einmal sehr deutlich ihre Verantwortung für die Gesamtuniversität und markierte die rote Linie für die Universität: Die illegale Besetzung der Liegenschaft Hein-Heckroth-Straße 3 ist rechtswidrig und kann deshalb von der Universitätsleitung nicht toleriert werden.
Die JLU hat FreiTraum-Haus daher letztmalig aufgefordert, das besetzte Gebäude sofort – mit nochmals erweiterter Frist spätestens heute, 16 Uhr – zu verlassen.
Andernfalls schöpft die JLU alle in Betracht kommenden rechtlichen Möglichkeiten aus. Die weiteren Schritte liegen damit in der Zuständigkeit der Strafverfolgungsbehörden.
Das Präsidium der JLU setzt weiterhin auf einen Dialog. Wie auch in dem heutigen Gespräch betont, erklärt JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz: „Demokratie ist anstrengend, aber sie ist gerade in diesen Zeiten eine echte Chance.“
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Update vom 12.7.2026, 18.15 Uhr
Statement des JLU-Präsidiums
Die JLU versteht sich als Ort des kritischen und offenen Diskurses. Das inhaltliche Anliegen der Protestierenden – der Wunsch nach studentischen und kulturellen Begegnungsräumen – ist ein legitimes Thema, über das wir, wie mehrfach betont, gern ernsthaft unter Einbeziehung der Verfassten Studierendenschaft (AStA) diskutieren wollen. Die gewählte Methode einer Hausbesetzung ist jedoch rechtswidrig und kann von der Universitätsleitung nicht toleriert werden. Zudem befindet sich das Gebäude Hein-Heckroth-Straße 3 im Leerstandsbetrieb zur Vorbereitung der Übergabe an den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH). Aus diesem Grund ist dieses für einen öffentlichen Betrieb nicht mehr geeignet, da dort gravierende Sicherheitsrisiken bestehen. Die JLU trägt die Verantwortung für die Sicherheit auf dem Campus und fordert die Aktivist:innen weiterhin nachdrücklich auf, das Gebäude im Interesse der Sicherheit aller Beteiligten umgehend zu verlassen.
Das gestrige Gespräch im Rathaus Gießen verlief in einer konstruktiven Atmosphäre. Das Präsidium der JLU hat den Aktivist:innen zugehört und sie aufgefordert, ihre konkreten Forderungen und Wünsche schriftlich vorzulegen, da diese aus den bisherigen E-Mails nicht präzise hervorgingen. Als Lösungsansatz hat das Präsidium angeboten, das Thema „studentische Räume“ in einem geordneten Verfahren gemeinsam mit der Verfassten Studierendenschaft (AStA) der JLU zu beraten.
Ausblick
Die JLU hat die Besetzer*innen mehrfach und mit klaren Fristen aufgefordert, das Gebäude friedlich zu verlassen, um den Weg für einen legalen Dialog freizumachen. Da die finale Frist am heutigen Sonntag um 15 Uhr verstrichen ist, hat die Universität vereinbarungsgemäß Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs bzw. im Hinblick auf alle in Betracht kommenden strafrechtlichen Tatbestände gestellt. Damit liegt die Causa in der Zuständigkeit der Strafverfolgungsbehörden.
JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz hält ausdrücklich an dem Gesprächsangebot zum Wochenbeginn fest. „Wir setzen weiterhin auf die Dialogbereitschaft der Studierenden. Die JLU sieht im Dialog den richtigen Weg, um über studentische Räume und die vorgebrachten Anliegen zu beraten. Es gilt weiterhin die klare Prämisse, dass die Beteiligten auf den Boden der Legalität zurückkehren.“
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Update vom 12.7.2026, 17.15 Uhr
Die JLU hat die Besetzer*innen des Gebäudes Hein-Heckroth-Straße3 mehrfach und mit klaren Fristen aufgefordert, das Gebäude friedlich zu verlassen, um den Weg für einen legalen Dialog freizumachen.
Da die finale Frist am heutigen Sonntag um 15 Uhr verstrichen ist, hat die Universität vereinbarungsgemäß Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs bzw. im Hinblick auf alle in Betracht kommenden strafrechtlichen Tatbestände gestellt.
JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz hält – davon unabhängig – ausdrücklich an ihrem Gesprächsangebot zum Wochenbeginn fest.
Sie betont: „Wir setzen weiterhin auf die Dialogbereitschaft der Studierenden. Die JLU sieht im Dialog den richtigen Weg, um über studentische Räume und die vorgebrachten Anliegen zu beraten. Es gilt weiterhin die klare Prämisse, dass die Beteiligten auf den Boden der Legalität zurückkehren.“
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Update vom 12.7.2026, 11.00 Uhr
Das Gebäude Hein-Heckroth-Straße 3 ist weiterhin besetzt.
Das JLU-Präsidium stand im Anschluss an das Gespräch am gestrigen Nachmittag im Rathaus der Stadt Gießen per E-Mail in Kontakt mit der Projektgruppe FreiTraum-Haus. Der erneuten Aufforderung per E-Mail am späten Abend, das besetzte Gebäude zu räumen, ist die Projektgruppe nicht nachgekommen.
Heute Vormittag hat die Präsidentin die Projektgruppe erneut per E-Mail aufgefordert, die widerrechtliche Besetzung zu beenden. Die Räumung muss bis heute, 12.7., um 15 Uhr erfolgen.
Diese Aufforderung bezieht sich auf alle Personen, die sich in der Liegenschaft aufhalten, unabhängig davon, ob im Innen- oder im Außenbereich.
Sollte dies nicht geschehen, wird die JLU rechtliche Schritte einleiten.
An ihrem Gesprächsangebot unter Beteiligung des AStA hält die JLU-Präsidentin ausdrücklich fest.
JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz betont: „Ein produktiver Dialog mit dem Präsidium über die Zukunft studentischer Räume setzt jedoch voraus, dass die Beteiligten wieder auf den Boden der Legalität zurückkehren.“
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Information am 11.7.2026
Dem Präsidium der Justus-Liebig-Universität Gießen ist bekannt, dass das Gebäude Hein-Heckroth-Straße 3 in Gießen am 11. Juli 2026 besetzt wurde.
Die Sicherheit der Studierenden sowie deren Unterstützenden hat für die JLU oberste Priorität.
Die JLU-Präsidentin hat die Projektgruppe FreiTraum-Haus daher unmittelbar nach der Bekanntgabe der Gebäudebesetzung zu einem Gespräch eingeladen. Es gab am heutigen Nachmittag einen konstruktiven Austausch von JLU-Präsidentin und JLU-Kanzlerin mit fünf Personen aus der Projektgruppe in den Räumen des Rathauses Gießen.
Die Vertretenden aus der Projektgruppe wurden in diesem Gespräch sehr deutlich auf die massiven Sicherheitsrisiken hingewiesen.
Das Gebäude Hein-Heckroth-Straße 3 befindet sich im Leerstandsbetrieb und soll aus der Verwaltung der JLU an den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) abgegeben werden.
Die Projektgruppe wurde deshalb aufgefordert, das Gebäude Hein-Heckroth-Straße 3 bis heute Abend, 21 Uhr, zu verlassen.
Wenn die Projektgruppe dieser Aufforderung nachkommt, gibt sie der JLU die Möglichkeit, auf einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung zu verzichten.
Unabhängig davon hat die Präsidentin daher erneut ein Gesprächsangebot unter Beteiligung der studentischen Vertretung (AStA) unterbreitet, um über Anliegen der Studierenden und ihrem Wunsch nach Begegnungsräumen zu sprechen.