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Millionenförderung für Coronaforschung

LOEWE-Schwerpunkt unter Federführung der JLU sucht Angriffspunkte für künftige Therapien – Land fördert außerdem innovativen Forschungsansatz in der Pränataldiagnostik

Nr. 100 • 27. Juni 2022

CoroPan LOEWE
Grafik: Colourbox.de

Die Corona-Pandemie, die die Welt seit zweieinhalb Jahren fest im Griff hat, scheint noch immer nicht vorbei zu sein. Um sich gegen die wiederkehrende Gefahr durch Coronaviren künftig besser zu schützen, fördert das Land Hessen einen neuen LOEWE-Schwerpunkt in den kommenden vier Jahren mit rund 4,5 Millionen Euro. Die Federführung für das Projekt CoroPan (Humane und zoonotische Coronaviren: konservierte Angriffspunkte für neue therapeutische Optionen bei zukünftigen Pandemien) liegt bei der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Die Goethe-Universität Frankfurt und die Philipps-Universität Marburg (UMR) sind an dem Projekt beteiligt. Umgekehrt ist die JLU an einem weiteren LOEWE-Schwerpunt der UMR beteiligt, in dem es um die Widerstandsfähigkeit europäischer Wälder geht. Daneben wird an der JLU in den kommenden beiden Jahren ein neuartiges LOEWE-Explorationsprojekt in der Pränatalforschung gefördert.

„Um der wiederkehrenden Gefahr zu begegnen, müssen wir potenzielle Schwachstellen bei den bereits bekannten Vertretern der Coronaviren untersuchen, die als therapeutische Angriffspunkte dienen können“, erklärt Prof. Ziebuhr, der sich sehr über die Projektförderung freute. „Dafür müssen wir die Molekularbiologie unterschiedlicher Viren dieser Virusfamilie kennen.“ Mit seinem Team und seinen Partnerinnen und Partnern an den beteiligten hessischen Universitäten plant er vergleichende Studien zu den molekularen Grundlagen der Vermehrung und Pathogenese von Coronaviren als Basis für neue therapeutische Ansätze.

„Ich bin dem Land Hessen sehr dankbar für die Entscheidung, eine Millionensumme in die Grundlagenforschung zu Coronaviren zu investieren“, sagte JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Die letzten Jahre haben uns gezeigt, dass wir neue therapeutische Ansätze brauchen, um den Viren etwas entgegensetzen zu können. Dem wissenschaftlichen Koordinator Prof. Dr. John Ziebuhr gratuliere ich herzlich zu der Förderung und wünsche ihm – in unser aller Interesse – viel Erfolg in seiner Forschung.“ Er fügte hinzu: „Dass der LOEWE-Verwaltungsrat sich neben CoroPan noch für ein weiteres Medizinprojekt an der JLU entschieden hat, freut mich natürlich sehr”, betonte der Präsident mit Blick auf das Projekt in der Pränatalforschung.

Die Förderlinie LOEWE Exploration, mit der unkonventionelle und innovative Forschungsansätze für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren finanziert werden, kommt Dr. Benaz Bayat und apl. Prof. Dr. Ulrich Sachs vom Institut für Klinische Immunologie, Transfusionsmedizin und Hämostaseologie zugute. Das Team widmet sich in dem Projekt „Vorhersage intrakranieller Blutungen bei fetaler/neonataler Alloimmunthrombozytopenie Code“ der Frage, wie sich die Chance auf ein gesundes Neugeborenes für schwangere Frauen erhöhen lässt.

Wenn das Immunsystem der Mutter mit den Blutplättchen des Fötus in Berührung kommt, kann dies die Produktion von Antikörpern auslösen, die sich gegen die Zellen des Fötus richten. Dieser Zustand heißt fetale/neonatale alloimmune Thrombozytopenie (FNAIT) und muss behandelt werden. Derzeit kann man jedoch den Schweregrad der FNAIT nicht vorhersagen. Das Projekt will durch In-vitro-Analyse ein Instrument für die pränatale Diagnose des Schweregrads der FNAIT entwickeln.

Auch an dem zweiten der beiden neuen LOEWE-Schwerpunkte des Landes Hessen ist die JLU beteiligt. Das Projekt „Tree-M – Mechanismen der Resilienz und Umweltwirkung des Blattmikrobioms von Bäumen“ unter Marburger Federführung beschäftigt sich mit den europäischen Wäldern, die von Milliarden Mikroorganismen besiedelt sind. Sie sind wichtig für die Nährstoffverfügbarkeit im Ökosystem und die Umwandlung und Speicherung von Treibhausgasen. Das Forschungsvorhaben Tree-M rückt die Blattoberflächen der Bäume in den Fokus. Am Beispiel der Eiche will das Team die Wechselwirkungen zwischen der Umwelt und der Zusammensetzung und den Stoffwechselaktivitäten des bakteriellen Blatt-Mikrobioms untersuchen. Die Ergebnisse sollen in nachhaltige Strategien zur Entwicklung widerstandsfähiger mitteleuropäischer Wälder fließen. Neben der JLU ist auch das Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg beteiligt.

  • Kontakt

LOEWE-Schwerpunkt CoroPan:

Institut für Medizinische Virologie der Justus-Liebig-Universität Gießen
Telefon: 0641 99-41200

LOEWE-Exploration:

Institut für Klinische Immunologie, Transfusionsmedizin und Hämostaseologie
Telefon: 0641 985-41526

 

 

Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041

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