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„Frieden in komplexen Zeiten“

Delegation der University of Duhok, Irak, zu Gast an der JLU – Kooperationsprojekt zur Friedensforschung

 Nr. 117 • 27. Juli 2022

Irakische Delegation an der JLU
Prof. Jotyar Sedeeq (r.) übergibt das Wappen der University of Duhok als Gastgeschenk an Prof. Stefan Peters, JLU Gießen. – Foto: Dima Mahjoub
Welche Rolle spielen lokale Akteure für die Friedenssicherung? Greifen Ansätze zur Friedenssicherung durch Bildung und Science Diplomacy? Welche Folgen hat die Migration? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Konferenz zum Thema „Frieden in komplexen Zeiten“ von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, aus der MENA-Region („Middle East and North Africa“ / Nahost und Nordafrika), aus Lateinamerika und Subsahara-Afrika, die Mitte Juli an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) stattgefunden hat. Geopolitische Rahmenbedingungen spielten in den fachlichen Diskussionen im Rahmen der dreitägigen Konferenz ebenfalls eine wichtige Rolle.

Eine Gruppe von elf Professorinnen und Professoren sowie Doktorandinnen und Doktoranden der University of Duhok, Irak, war vom 11. bis zum 19. Juli 2022 für die Durchführung der gemeinsamen Tagung zu Gast an der JLU. Gastgeber war Prof. Dr. Stefan Peters, Leiter eines Kooperationsprojekts zur Friedensforschung und Professor für Friedensforschung an der JLU. Die Kooperation im Projekt „Frieden lehren und Frieden lernen: international – interdisziplinär – innovativ“ wird aus Mitteln des DAAD (Förderlinie Hochschulkooperation mit dem Irak) gefördert. Die internationale Tagung wurde vom Dekan des Fachbereichs 01 – Rechtswissenschaft, Prof. Dr. Bernhard Kretschmer, eröffnet.

 „Gerade in den aktuellen Zeiten dürfen die verschiedenen Krisen- und Konfliktregionen der Welt nicht aus den Augen verloren werden,“ betonte Friedensforscher Prof. Peters. „Die Tagung hat verdeutlicht, vor welch schwierigen Herausforderungen der Frieden im Irak steht, aber auch hoffnungsvolle Ansätze zur Förderung der Stabilisierung und des Friedens aufgezeigt.“ Sein irakischer Kollege Prof. Dr. Jotyar Sedeeq, Projektverantwortlicher der University of Duhok und Direktor des Centre for Peace and Conflict Resolution Studies, dankte dem DAAD und der JLU für die Unterstützung und stellte die Bedeutung der akademischen Brücken heraus. „Ich hoffe, dass die Kooperation nach dem erfolgreichen Start ausgeweitet und insbesondere im Feld der Friedenspädagogik verstärkt wird.“ Koordinatorin Dima Mahjoub, ebenfalls JLU, stellte das Ziel des gegenseitigen Lernens im Kooperationsprojekt heraus: „Der Besuch der Delegation der University of Duhok ermöglicht uns an der JLU Gießen ein besseres Verständnis der Konflikte und des wirtschaftlichen, sozialen und politischen Kontextes für die weitere Kooperation.“

Im Anschluss an die Tagung fand eine Exkursion nach Weimar und nach Berlin statt. In diesem Rahmen wurden Inhalte etwa zum Umgang mit der gewaltsamen Vergangenheit an Praxisbeispielen vertieft. Zudem ermöglichte die Exkursion informelle Gespräche und die Erweiterung der Netzwerke.

Prof. Omran Omer Ali, Professor im Bereich Internationale Beziehungen der University of Duhok, stellte die Bedeutung der Delegation für die Ausweitung der wissenschaftlichen Netzwerke heraus: „Es war eine hervorragende Möglichkeit, unsere Netzwerke auszuweiten, Ideen, wissenschaftliche Ansätze und Lösungsvorschläge für die Unterstützung des Friedens auszutauschen.“ Besonderen Eindruck hatte der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald auf die Gäste gemacht. „Wir kennen diesen Teil der deutschen Geschichte aus der Literatur, aber hier haben wir sie am Ort der Verbrechen verstanden“, sagte Prof. Haveen Abdulmajeed, die an der University of Duhok als Professorin arbeitet und sich in vielen Projekten zu den Themen Jugend, Gender und Frieden engagiert.

Das Kooperationsprojekt läuft bis Ende 2023. Der Gegenbesuch einer Delegation der JLU an der University of Duhok ist für Dezember 2022 vorgesehen.


  • Weitere Informationen

https://www.uni-giessen.de/fbz/fb01/professuren-forschung/professuren/peters


  • Kontakt


Professur für Friedensforschung
Fachbereich 01 – Rechtswissenschaft der JLU

Telefon: 0641/99-21151


Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Friedensforschung
und Projektkoordinatorin
Telefon: 0641 99-21151


Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041

 




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