Gruppenbilder – Von der Kunst des Gemeinsam-Seins
Neue Sonderausstellung in der Antikensammlung wird am 29. Oktober 2020 digital eröffnet – Schau ist bis zum 31. März 2021 im Wallenfels’schen Haus zu sehen
Nr. 157 • 22. Oktober 2020
„In der Ausstellung führen wir in vier Schlaglichtern vor Augen, wie uns griechische und römische Gruppenbilder auch heute noch etwas über uns als Menschen und unsere Vorstellungen vom Gemeinsam-Sein sagen können“, so Dr. Michaela Stark, Kustodin der Antikensammlung. „Diese Bilder konnten die herrschenden Vorstellungen von Gemeinschaft abbilden, formen und hinterfragen. Diese Choreographien des Gemeinsam-Seins geben uns Einblicke in die Selbst- und Außenwahrnehmung historischer Gesellschaften – und mögen dabei helfen, unsere Gegenwart auf Distanz besser zu bewältigen “, ergänzt Prof. Dr. Katharina Lorenz, Leiterin der Antikensammlung.
In GRUPPEN DENKEN wird an Beispielen aus den privaten und öffentlichen Bereichen Griechenlands und Roms in den Blick genommen, welche Vorstellungen von Gemeinschaft sich in Gruppenbildern artikulieren können, und wie sich diese über die Zeit beziehungsweise von Kontext zu Kontext wandeln.
In RAND GRUPPEN wird verfolgt, wie Gruppenbilder helfen können, die Grenzen zwischen unterschiedlichen Sphären zu überwinden und zur Integration von Personen und Konzepten beitragen, die es gemeinsam eigentlich nicht geben kann. Im Zentrum stehen hier griechische Darstellungen des gemeinsamen Handelns von Menschen, Göttern und mythischen Figuren sowie zwischen Toten und Hinterbliebenen.
In RISIKO GRUPPEN setzt sich die Ausstellung mit Darstellungen von Gruppen auseinander, die die Ausgrenzung Einzelner thematisieren, und mit solchen, die das Scheitern einer Gruppen-Konfiguration schildern.
Die Sektion PRODUKT GRUPPEN weitet diesen Aspekt der klassisch-archäologischen Rezeption aus und verfolgt an ägyptischen, zyprischen, griechischen und etruskischen Beispielen, welche unterschiedlichen Figurenkonstellationen in der Forschung als Gruppe betrachtet werden.
Die Ausstellung wird unterstützt durch Leihgaben der Abguss-Sammlung der Philipps-Universität Marburg. Sie ist bis zum 31. März 2021 dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Begleitende digitale Angebote und Videos, die über die Homepage der Klassischen Archäologie und die Social-Media-Kanäle zur Verfügung gestellt werden, ermöglichen auch online den Zugang zur Ausstellung – unabhängig von eventuellen pandemiebedingten Zugangsbeschränkungen zur Antikensammlung.
Ein Begleitkatalog beleuchtet die verschiedenen antiken Gruppenkonstellationen anhand ausgewählter Objekte der Antikensammlung und Leihgaben. Er kostet 12 Euro (für Mitglieder des Fördervereins 10 Euro) und kann im Wallenfel’schen Haus erworben und über die Professur für Klassische Archäologie bestellt werden: sekretariat@archaeologie.uni-giessen.de. Die Ausstellung sowie der Begleitkatalog wurden durch die „Freunde der Gießener Antikensammlung e.V.“ gefördert.
- Termin
Ausstellung „Gruppenbilder – Von der Kunst des Gemeinsam-Seins“
im Wallenfels’schen Haus des Oberhessischen Museums (Kirchenplatz 6, 35390 Gießen):
29. Oktober 2020 bis 31. März 2021, dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr
Der Eintritt ist frei.
- Digitale Eröffnung: Donnerstag, 29. Oktober 2020, 18 Uhr, Abruf des Livestreams unter:
www.uni-giessen.de/antikensammlung
- Weitere Informationen
www.uni-giessen.de/antikensammlung
- Kontakt
Dr. Michaela Stark
Antikensammlung
Institut für Altertumswissenschaften / Klassische Archäologie
Telefon: 0641 99-28052
Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041