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Friedensprozess in Kolumbien: Instituto CAPAZ erhält BWD-Preis des BMBF für innovative Vermittlungskonzepte

Instituto CAPAZ mit dem Förderpreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie ausgezeichnet – Virtuelle Preisverleihung am 1. Juni 2021

Nr. 65 • 1. Juni 2021

BWD-Preisverleihung BMBF, Keyvisual Der Friedensprozess in Kolumbien bleibt auch im fünften Jahr nach der Unterzeichnung des historischen Friedensvertrags der Regierung mit der Guerilla-Gruppe FARC umstritten; zahlreiche Akteurinnen und Akteure betrachten die Entwicklungen weiterhin mit Skepsis. Insbesondere in den sozialen Medien werden die Kontroversen zum Teil erbittert, emotional aufgeladen und in schrillen Tönen geführt. Das Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut (Instituto CAPAZ) unter Projektleitung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) will mit einem innovativen Kommunikationskonzept zur Stabilisierung in dem lateinamerikanischen Land beitragen. Das Projekt „Frieden_Kolumbien – Science Diplomacy zur Stärkung wissenschaftlicher Erkenntnisse im kolumbianischen Friedensprozess” ist am 1. Juni mit dem Förderpreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Raising the Profile of Education and Science Diplomacy“ ausgezeichnet worden und erhält eine Förderung in Höhe von 75.000 Euro. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat den Preis in einer virtuellen Verleihung überreicht.

Das Vorhaben des Instituto CAPAZ legt den Fokus auf den Transfer von Forschungsergebnissen und wissenschaftlich fundierten Argumenten zum Friedensprozess in die kolumbianische Gesellschaft. „Wir sind dem BMBF sehr dankbar für diese Förderung. Wir haben nun vor, die Ergebnisse aus der Friedensforschung konkret in breite gesellschaftliche Debatten einzubringen. Zentrale Zielgruppe ist ein junges Publikum, das mit innovativen Formaten für die Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Friedensprozess motiviert werden soll“, erläutert Prof. Dr. Stefan Peters, Direktor des Instituto CAPAZ und Professor für Friedensforschung an der JLU. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen zudem für zentrale Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Medien, Zivilgesellschaft und internationaler Politik aufbereitet werden. Dazu sind OnePager, Podcasts und Kurzvideos geplant. Ein politisches Agenda-Setting über Beiträge in den Medien und Veröffentlichungen von Policy Briefs wird die Aktivitäten vervollständigen.

Thematisch soll der vielschichtige Friedensprozess in Kolumbien mit seinen Auswirkungen für die nachhaltige Entwicklung des Landes im Vordergrund stehen. So werden einerseits Fragen zur Transitional Justice, Vergangenheitspolitik, Erinnerungskultur und Versöhnung sowie weitere Grundpfeiler des Friedensabkommens behandelt. Dazu gehören die Reform ländlicher Entwicklung, die Reintegration von Ex-Kombattantinnen und -Kombattanten, die Lösung des Problems der illegalen Drogenwirtschaft, Stabilität, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Andererseits betreffen die Auswirkungen des Friedensprozesses das gesamte wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche und kulturelle Leben. Diese umfassen etwa die Diskussion des Entwicklungsmodells des Landes, die Debatte über innovative Möglichkeiten im Öko-Tourismus, ökologische Fragen, die Thematisierung unterschiedlicher Gerechtigkeitsvorstellungen sowie die Rolle der internationalen Gemeinschaft.


Instituto CAPAZ


Das Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut (Instituto CAPAZ) wurde als Instrument der Science Diplomacy konzipiert und verortet sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Das Institut wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert und soll einen Beitrag zum Friedensprozess und zur Friedensetablierung in Kolumbien durch Wissenschaft und Austausch im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung leisten. Seit dem Jahr 2019 ist es „DAAD-Exzellenzzentrum in Forschung und Lehre“. Die JLU hat die Projektverantwortung des Instituto CAPAZ.

BWD-Preis


Mit dem Preis für Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie, kurz BWD-Preis, würdigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erfolgreiche bildungs- und wissenschaftsdiplomatische Initiativen. Ziel des Preises ist es, „die Rolle der internationalen Bildungs- und Wissenschaftskooperation als ,Brückenbauer‘ für mehr Wohlstand und Stabilität in einem Land bzw. einer Region stärker sichtbar zu machen und die Preisträgerinnen und Preisträger in dem Ausbau ihrer bildungs- und wissenschaftsdiplomatischen Aktivitäten zu unterstützen“. Eine unabhängige Jury hatte im Rahmen der Ausschreibungsrunde drei erfolgreiche Projekte der Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie mit einem innovativen Kommunikationskonzept ausgewählt: Neben dem Projekt „FriedenKolumbien – Das Instituto CAPAZ unterstützt effektvoll den Friedensprozess in Kolumbien“ waren dies „BRIDGE – Eine Erfolgsgeschichte deutsch-russischer Kooperation in der Klima- und Umweltforschung“ und  „YesBridge! – Junge Erwachsene aus Deutschland und Großbritannien erarbeiten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern innovative Lösungsansätze zu globalen Herausforderungen“.

  • Weitere Informationen

www.instituto-capaz.org
www.uni-giessen.de/fbz/fb01/professuren-forschung/professuren/peters
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3065.html
https://education-science-diplomacy.de/index.html

  • Kontakt


Direktor des Instituto CAPAZ und Professor für Friedensforschung an der JLU Gießen


 

Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041



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