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Weniger Sport während der Pandemie

Gießener Studie untersucht Sportaktivität während des Lockdowns – „Trotz Corona-Krise aktiv bleiben“

Nr. 99 • 2. Juli 2020

Sportvereine, Fitnessstudios, Schwimmbäder und öffentliche Sportanlagen – während des pandemiebedingten Lockdowns war auch die Sport- und Freizeitinfrastruktur in Deutschland aus guten Gründen geschlossen. Welche Auswirkungen hatte dies auf die Sport- und Bewegungsaktivität der Bevölkerung? Das haben die Sportsoziologen Prof. Dr. Michael Mutz und Markus Gerke von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) in einer Studie untersucht. Sie zeigt, dass sich die Menschen, vor allem die über 30-Jährigen, während des Lockdown insgesamt weniger bewegt haben – was negative Auswirkungen auf ihre Stimmung hatte. Erste Ergebnisse der Studie sind im „International Review for the Sociology of Sport“ publiziert worden.

Die Wissenschaftler befragten vom 27. März bis zum 6. April 2020 Personen ab 14 Jahren in einer deutschlandweiten repräsentativen Umfrage in Kooperation mit FORSA. Dabei zeigen sich drei Gruppen, die jeweils etwa ein Drittel der Bevölkerung umfassen: Die erste Gruppe, die „Inaktiven“, war weder vor der Pandemie noch währenddessen sportlich aktiv (36 Prozent). Eine zweite Gruppe, die „Aussteiger“, hat ihre sportlichen Aktivitäten mit Beginn des Lockdowns sehr stark reduziert oder mit dem Sporttreiben komplett pausiert (31 Prozent). Einer dritten Gruppe, den „Weiter Aktiven“, gelang es hingegen, ihr Sportpensum trotz weitreichender Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufrecht zu erhalten oder sogar zu intensivieren (33 Prozent).

Ein genauerer Blick auf die häufigsten Veränderungen lässt erkennen, dass vor allem leichte Bewegungsaktivitäten sowie Ausdauersport im Freien wie Joggen oder Radfahren während der Pandemie zugenommen haben. Rund ein Viertel der Deutschen war während der Pandemie verstärkt im Freien aktiv. Darüber hinaus hat jede sechste Person versucht, zu Hause mit Fitnessübungen wie Gymnastik, Krafttraining, Yoga oder Online-Fitnesskursen aktiv zu bleiben.

Dabei zeigen sich keine nennenswerten Unterschiede nach Geschlecht oder Bildung, sehr wohl aber nach Alter: „Jüngere Menschen unter 30 Jahren haben ihre Sportaktivitäten deutlich seltener reduziert als ältere“, erläutert Prof. Michael Mutz. Sie seien neuen Sportaktivitäten gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen, berichteten von weniger Angst, sich selbst mit SARS-CoV-2 zu infizieren und gaben an, in der Phase des Lockdowns mehr Zeit zu haben als vorher.

Weiterführende Erkenntnisse aus der Gießener Studie weisen darauf hin, dass sich Inaktivität während der Pandemie negativ auf die Stimmung niedergeschlagen hat. Die Menschen, die vor der Corona-Zeit sportlich sehr aktiv waren und danach mit dem Sport pausierten, berichten besonders oft von vermehrten negativen Emotionen. „Sport ist ein guter Puffer gegenüber Gefühlen wie Ärger und Einsamkeit und sollte deshalb während der Pandemie soweit wie möglich und im Einklang mit den geltenden Regeln beibehalten werden“, so der Gießener Sportsoziologe.

  • Publikation

Mutz, M. & Gerke, M. (2020). Sport and exercise in times of self-quarantine: How Germans changed their behaviour at the beginning of the Covid-19 pandemic. International Review for the Sociology of Sport. Online veröffentlicht am 22. Juni 2020,
DOI: 10.1177/1012690220934335

  • Weitere Informationen

https://doi.org/10.1177/1012690220934335

  • Kontakt


Professur für Sozialwissenschaften des Sports

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