Performativität und Emotionalität
December 10th, 2012
Die Kategorien der neueren Emotionsforschung bedürfen weiterhin der Klärung und Differenzierung. Dies gilt bereits für den Begriff ‚Emotion‘ selbst, der zur Zeit häufig anderen affinen Begriffen wie Gefühl, Empfindung, Begehren, Stimmung, Affekt, Leidenschaft vorgezogen wird, aber auch für den Begriff der Performativität. Von diesem Problem ausgehend wird der Vortrag zeigen, wie die Kategorie der Performativität für die literaturwissenschaftlich orientierte historische Emotionsforschung produktiv gemacht werden kann. Zugleich wird die Frage erörtert, welchen Erkenntniswert andere wichtige Kategorien haben, zum Beispiel die der Alterität, der Historischen Semantik und der Räumlichkeit.
Main focus of research: Romance-Germanic literary relations in the Middle Ages, medieval lyric poetry, literary theory and literary history of feelings. In addition publications on female mysticism, the courtly romance, the verse novella, hagiographical texts, on the Geistliches Spiel and on the history of literary science.
Projekt Emotionalität in der Literatur des Mittelalters, Sonderforschungsbereich “Kulturen des Performativen”, FU Berlin.