Laufende Promotionsprojekte
Bearbeiter:
Paul Luca Anton Bock
Betreuerin:
Prof. Dr. Sophie Schmitt
Laufzeit: seit 2025
Kurzbeschreibung
Die sozial-ökologische Krise, verursacht durch die imperiale Lebens- und Produktionsweise, stellt als soziohistorische Singularität unsere gegenwärtige Lebensweise vor grundlegende Herausforderungen. Gleichzeitig erfordert sie emanzipatorische Suchbewegungen nach neuen Lösungsansätzen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welches Wissen in unterrichtlichen Aushandlungsprozessen erarbeitet wird – und an welchen Stellen bestehende Selbstverständlichkeiten irritiert und herrschaftskritische Fragen aufgeworfen werden. Beides steht im Zentrum des Forschungsprojekts, in dessen Rahmen Unterrichtseinheiten im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie audiographisch erhoben und mithilfe der Dokumentarischen Methode qualitativ ausgewertet werden.
- Populäre Musik und Politik. Ein politikwissenschaftliches Analysemodell zur Beziehung populärer Musik und Politik mit einer Anwendung auf das Werk Herbert Grönemeyers (Niklas Ferch)
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Bearbeiter: Niklas Ferch, M.A.
Betreuerin: Prof. Dr. Dorothée de Nève
Laufzeit: seit 2020Kurzbeschreibung
Das Promotionsprojekt untersucht aus theoretischer und empirischer Perspektive das Verhältnis von Politik und populärer Musik in Demokratien. Ziel ist die konzeptionelle Erarbeitung und fallbezogene Anwendung eines neuartigen Zugangs der politikwissenschaftlichen Analyse der vielfältigen Beziehung zwischen Politik und populärer Musik.
Auf der theoretischen Ebene werden die in unterschiedlichen Fachdisziplinen bestehenden Ansätze der wissenschaftlichen Erforschung dieser Beziehung aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive verdichtet und weiterentwickelt. Mit der Einführung der analytischen Kategorie des politischen Werks werden die populären Musiker:innen als zentrale Akteur:innen ins Zentrum des Forschungsinteresses gerückt und dabei eine ganzheitliche Perspektive eingenommen, die über deren Musik hinausgeht: Damit umfasst das ›politische Werk‹ populärer Musiker:innen als konzeptionelle Klammer neben den (1) musikalischen Produkten auch deren politische Rahmung durch (2) mediale Explikation (bspw. im Rahmen von Veröffentlichungs-, Promotions- und Kommunikationskampagnen) und/oder (3) Live-Perfomance der fraglichen musikalischen Produkte sowie ihre weiteren, (4) außermusikalischen politischen Handlungen (bspw. öffentliche Äußerungen, Positionierungen und Tätigkeiten wie Spenden oder Unterstützen respektive Ablehnen bestimmter Produkte, Märkte oder Akteur:innen). Diese stilisierte, idealtypische Perspektive baut auf in unterschiedlichen wissenschaftlichen Fächern vorgelegte Systematisierungen und Einzelfallstudien auf und verfolgt dabei den Ansatz, das jeweilige Phänomen möglichst universell und abstrahiert darzustellen. Möglichst prominente Beispiele dienen dabei jeweils zur Veranschaulichung der beschriebenen Phänomene.
Auf der empirischen Ebene wird der entwickelte Ansatz sodann umfassend auf das so verstandene politische Werk von Herbert Grönemeyer angewandt, der mit über 20 Millionen verkauften Tonträgern seit Jahrzehnten einer der kommerziell erfolgreichsten populären Musiker im deutschsprachigen Raum ist. Gegenstand der Fallstudie zum politischen Werk Herbert Grönemeyers sind demnach einerseits dessen Lieder und andererseits deren politische Rahmung; etwa durch deren medial kommunizierte intentionalen Hintergründe, deren Live-Performances auf Konzerten, politischen Festivals und Demonstrationen sowie darüber hinausreichende außermusikalische politische Handlungen, die der Künstler entweder selbst öffentlich macht oder über die medial berichtet wird. Zur Operationalisierung des entwickelten Werkbegriffs werden 177 Liedtexte Grönemeyers aus der Zeit von 1980 bis 2025, rund 240 Interviews mit dem Künstler aus dem Zeitraum zwischen 1981 und 2025 sowie rund 120 Social Media-Postings aus der Zeit zwischen 2015 und 2025 inhaltsanalytisch ausgewertet und im Gesamtbild diskutiert. Zur Rekonstruktion des subjektiv gemeinten Sinnes hinter seinem explizit politischen Liedern und seinem weiteren politischen Werk nutzt die Studie außerdem je ein Interview mit Herbert Grönemeyer selbst als auch mit seiner Textdramaturgin Arezu Weitholz, das im Frühjahr 2025 beziehungsweise im Herbst 2024 für das vorliegende Dissertationsprojekt geführt werden konnte. Auf Grundlage all‘ dieser unterschiedlichen Quellen ergänzt die vorliegende Arbeit somit die – wenn auch bislang noch überschaubare – bestehende wissenschaftliche Forschung zu Herbert Grönemeyer um eine politikwissenschaftliche Perspektive.
Verwandte Forschung-
Ferch, Niklas (2025): „Keinen Millimeter nach rechts“ – Herbert Grönemeyer und die freiheitliche demokratische Grundordnung.
Momentum Quarterly
, Vol. 13(3), S. 99-116.
https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol13.no3.p99-116
Der Beitrag untersucht aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive die gesellschaftspolitischen Motive in den Liedtexten des deutschen Popularmusikers Herbert Grönemeyer. Wie eine Qualitative Inhaltsanalyse seiner Liedtexte zeigt, vertritt Grönemeyer die vom Bundesverfassungsgericht festgestellten Grundpfeiler der freiheitlichen demokratischen Grundordnung – Menschenwürde, Demokratieprinzip und Rechtsstaatsprinzip – in seinen Liedern als schutzwürdige normative Ideale, während er sie bekämpfende Akteur:innen und Tendenzen explizit als Gefahren benennt. In der Gesamtschau zeigt sich, dass Herbert Grönemeyer diese politische Haltung nicht nur in seinen Liedtexten zum Ausdruck bringt, sondern sich durch die vielfältigen Kontexte der Aufführung seiner (politischen) Lieder und deren Rahmung durch politische Statements selbst kontinuierlich als öffentlicher Intellektueller im Sinne Antonio Gramscis in die Zivilgesellschaft einmischt. Damit beteiligt er sich aktiv am Kampf um die öffentliche Meinung und trägt letztlich dazu bei, die Hegemonie der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu sichern.
- Ferch, Niklas (2023a): Pandemie, Politik und populäre Musik - Formen politischer Partizipation populärer Musiker:innen in der COVID-19-Pandemie. In: Claudia Hattendorff, Simone Abendschön, Ansgar Schnurr & Nicole Zillien (Hrsg.): Bilder der Pandemie. Interdisziplinäre Perspektiven auf die Visualisierungen einer unsichtbaren Gefahr . Frankfurt am Main/ New York: Campus, S. 123-149.
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Ferch, Niklas (2023b): Die gesellschaftspolitischen Motive in den Liedtexten von Herbert Grönemeyer am Beispiel der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Forschungspapier, präsentiert beim Momentum-Kongress Hegemonie in Hallstatt/Österreich, 18.-22. Oktober 2023.
Verwandte Vorträge
- ‘We hear their heartbeat’ – Der anhaltende Kampf um politische Sichtbarkeit der Desaparecidos in Lateinamerika (mit Tim Schmidt). Ringvorlesung des Instituts für Politikwissenschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen. Januar 2025.
- Pop‘n‘ Politics – Eine politikwissenschaftliche Perspektive auf die Beziehungen zwischen populärer Musik und Politik. Gastvortrag mit Diskussion bei den Antifaschistischen Kulturwochen des AStA der Universität Trier (gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! ). Juni 2024.
- Die gesellschaftspolitischen Motive in den Liedtexten von Herbert Grönemeyer am Beispiel der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Ringvorlesung des Instituts für Politikwissenschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen. November 2023.
- Die gesellschaftspolitischen Motive in den Liedtexten von Herbert Grönemeyer am Beispiel der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Paper-Vorstellung mit Diskussion auf dem Momentum Kongress: Hegemonie des Momentum Instituts in Hallstatt/Österreich. Oktober 2023.
- The socio-political motifs in the song lyrics of the famous German singer Herbert Grönemeyer. Präsentation mit Diskussion am Center for German and European Studies (Zentrum für Deutschland- und Europastudien, DESK) der Tokyo University (online). Oktober 2023.
- Pandemie, Politik und Pop. Formen politischer Partizipation populärer Musiker:innen in der COVID-19-Pandemie. Ringvorlesung des Instituts für Politikwissenschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen. November 2022.
Verwandte Lehre
- Pop’n’Politics – Popular Music(ians) and Politics (Seminar auf Englisch im Lehramt PoWi, Modul 6). Sommersemester 2025.
- Populäre Musiker:innen und Politik (Proseminar im Lehramt PoWi, Modul 6). Wintersemester 2023/24.
- Populäre Musiker:innen und Politik (Seminar im Lehramt PoWi, Modul 6). Sommersemester 2023.
Einblicke
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Ferch, Niklas (2025): „Keinen Millimeter nach rechts“ – Herbert Grönemeyer und die freiheitliche demokratische Grundordnung.
Momentum Quarterly
, Vol. 13(3), S. 99-116.
https://doi.org/10.15203/momentumquarterly.vol13.no3.p99-116
Researcher:
Edith Ruvalcaba Galindo
Supervisor:
Prof. Dr. Andrea Gawrich
Duration: since: 2020
Description:
Amid the global and interdependent dynamic of the 21
st
century, added to transnational challenges currently being faced, the doctoral project aims to deliberate on new -or previously overlooked- ways to contemplate international relations. It approaches the understanding of culture as a key tool in the current global scenario and questions the opportunities bared by the practice of cultural cooperation. Through the International Relations’ theoretical framework, the study focuses on the European Union’s international cultural relations strategy and its engagement with third countries, focusing on Mexico -a EU’s Strategic Partner- as a case study. The research seeks to explore the intersection between International Relations and Cultural Studies in order to contribute to the study of culture within the former.
Promotionsprojekt:
Wie sollte "gute" politische Bildung an (Berufs-)Schulen sein? - Situationsanalyse als partizipative Aktionsforschung mit Berufsschüler*innen
"Wie sollte 'gute' politische Bildung an (Berufs-)Schulen sein?" ist die Leit- bzw. Forschungsfrage, die ich gemeinsam mit Berufsschüler*innen bearbeite. Gemeinsam bearbeiten bedeutet in diesem Fall ein partizipatives Vorgehen im Sinne partizipativer (Aktions-)Forschung in Anlehnung an Paulo Freiers Ideen, die er u.a. in Pädagogik der Unterdrückten (1971) formuliert hat. Als Forschungsteam verfolgen Promovierender und die Berufsschüler*innen als Forschungspartner*innen zwei Ziele: Erstens die partizipative Erarbeitung von (politik-)didaktischem Wissen und die kollektive Intervention in die Praxis des Politikunterrichts an Berufsschulen. Schwerpunkt des gemeinsamen Interesses liegt dabei auf der Frage des " Wie?" , die Forschungspartner*innen sollen nicht nur an Fragen mitarbeiten, die sich um Gesellschaftsbild oder Politikvorstellungen drehen. Sie arbeiten auch bei im Kern didaktischen Fragestellungen nach Methodik, Vermittlung, Lehrer*innen-Lernende-Beziehung usw. mit.
Das gemeinsame Forschen wird getragen von der Idee verschiedene Formen von Wissen als gleichwertig anzuerkennen. Man könnte auch sagen, dass der Situiertheit des Wissens (Haraway, 1988) der Beteiligten Rechnung getragen wird und dieses gleichwertig (nicht zwingend gleichermaßen) in die Generierung didaktischer Theorie einfließt. Insgesamt soll so ein adultismuskritisches Projekt entstehen, dass sensibel epidemische Ungerechtigkeit (Fricker, 2007) bearbeitet. Konkret wird eine Situationsanalyse nach Clarke (2003) mit einzelnen Elementen des Vorgehens der Grounded-Theory-Methodologie (Strauss/Corbin, 1996) durchgeführt, mit dem Ziel eine Kritik (politik-)didaktischer Gestaltung zu formulieren.
Interventionen in die Praxis politischer Bildung stellen im Rahmen des Projektes eine Form der Gestaltung sozialer Wirklichkeiten dar, wie sie die partizipative Forschung als Prinzip einfordert (Unger, 2014). Konkret wurde in einem partizipativ*kollaborativen Schreibprozess eine Lernlandkarte mit dem Titel "Wie sollte politische Bildung sein? Ein Ratgeber von Berufsschüler*innen für (Politik-)Lehrer*innen." erarbeitet.
Die Lernlandkarte ist unter https://lernlandkarte.org digital verfügbar (inklusive zusätzlicher Informationen zum weiterlesen) und wird als faltbare Karte an Schulen genutzt. Ein Eindruck kann sich auch im Podcast Politik erlebbar machen | Folge 05 mit Klas Roggenkamp und Konstantin Korn verschafft werden.
Gütekriterium partizipativer Forschung ist die Zusammenarbeit mit marginalisierten oder deprivilegierten Personen und die entsprechende Berücksichtigung ihrer Perspektiven im Forschungsprozess. Berufsschulen sind im deutschen Bildungssystem nicht zufällig, sondern aufgrund gesellschaftlicher Macht- und Herrschaftsverhältnisse (z.B. institutionelle Diskriminierung), Orte an denen sich viele Schüler*innen mit diesen Perspektiven versammeln. Diese Tatsache gepaart mit epidemischer Ungerechtigkeit verdeutlicht die Notwendigkeit der Zusammenarbeit (inklusive Empowerment) mit Berufsschüler*innen speziell in diesem Projekt und appelliert auch allgemein an akademische Diskurse zur Didaktik politischer Bildung.
Forschungsinteressen
- Politische Bildung an Berufsschulen
- Anforderungen an politische Bildung von marginalisieren & deprivilegierten Schüler*innen
- Partizipative (Aktions-)Forschung
- Situationsanalyse (Clarke) und Grounded Theory Methodologie
- Bildungsungerechtigkeit
- Schüler*innenperspektiven auf Politik & Bildung
- Demokratisierung und Demokratiebildung
Publikationen
- Korn, Konstantin/Schmitt, Sophie (Hg.)(2026): Zukünfte (in) der politischen Bildung. Schriftenreihe der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung GPJE. Frankfurt/M.: Wochenschau Verlag. (im Erscheinen)
- Korn, Konstantin (2026): Aktion im Unterricht? Paulo Freires Konzeption als Antwort auf die Verbannung politischer Aktion ins Private. In: Kierot, Lara/Kleinschmidt, Malte/Lange, Dirk (Hg.): Citizen self-formation. Politische Bildung von unten. Frankfurt a. M. (im Erscheinen)
- Halil Han Aktaş; Abdellatif Atif; Andreas Hinz; and Konstantin Korn (2025): Democratic Schools: How they work and why they are cool. In: ALL MEANS ALL! - OPENTEXTBOOK FOR DIVERSITY IN EDUCATION. An OpenTextbook for an inclusive and intersectional, multi-dimensional approach in teacher education. A community project from all-means-all.education. S. 662-695 URL: https://book.all-means-all.education/ama-2025-en/chapter/democratic-schools/ (24.02.2025)
- Korn, Konstantin (2023): Perspektive von Schüler*innen mit Fluchterfahrung auf Gesellschaft und politische Bildung. Eine qualitative Interviewstudie zu der Frage: Welche Probleme sind politisch? Schwalbach/Ts.: Wochenschau.
Vorträge, Poster & sonstige Veröffentlichungen
- Vortrag: Wie sollte ‚gute’ politische Bildung gestaltet werden? Potenziale, Grenzen und Ergebnisse partizipativer Aktionsforschung mit Berufsschüler*innen. (Arbeitstagung der GPJE-Arbeitsgruppe Berufsbezogene politische Bildung im 25. März 2026 in Göttingen)
- Presentation: A Guide for teachers from students. Impact of an intervention into pedagogical and didactic arrangements via a learning poster. (CARN Conference: Digitalization, social justice and transforming societies, 14th November 2025 at University of Klagenfurt)
- Lernlandkarte: Louisa, Million, Süheda, Aras, Nehir, Konstantin: Wie sollte politisch Bildung sein? Ein Ratgeber von Berufsschüler*innen für (Politik-)Lehrer*innen
- Poster: Why Research about practical schools in Germany needs intersectional analyses and epistemic critic. (International Association for Intercultural Education (IAIE) Conference 'DEIB+ in Education to Transform Society' at University of Chemnitz)
Betreuung: Prof. Dr. Sophie Schmitt
Kurzbeschreibung
Ziel des kumulativen Promotions-Projektes ist es, das Verhält von verschiedenen Ausdrucksformen des Antisemitismus und ihrer Bearbeitung durch politische Bildung zu untersuchen. Hierbei sollen 1. fachwissenschaftliche Klärungen zu Kontexten vorgenommen werden, in denen diese Bildungsvorhaben stattfinden. 2. sollen didaktische Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen des Antisemitismus bezogen werden und dieser somit pädagogisch-konzeptionell erschlossen werden. 3. wird auf die Rekonstruktion von Konzeptionen politischer Bildung für die Auseinandersetzung insbesondere mit israelbezogenem Antisemitismus und dem israelisch-arabischen Konflikt anhand von Bildungsmaterialien aus Deutschland abgezielt. Hierdurch werden Deutungsmuster, Chancen und Grenzen sowie inhaltliche Leerstellen der gängigen Ansätze herausgearbeitet und aus der Perspektive mündigkeitsorientierter politischen Bildung diskutiert.
Weitere Informationen: kaischubert.com
Kontakt kai.e.schubert@sowi.uni-giessen.de
Gefördert von 2020 bis 2024 durch das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk. Die Dissertation wurde 2025 eingereicht.
Publikationen (Auswahl):
Educational Media on the Middle East Conflict and Israel-related antisemitism. Types of specialized tools for civic education in Germany, Journal of Contemporary Antisemitism , 8 (2025 i.E.), 2 (double-blind-review).
„Ein Land, das gegen viele unserer christlichen Werte arbeitet“. Analysen zur Berichterstattung von christlich signierten Medien über den Staat Israel im Winter 2023/24. In: Zeitschrift für Religion, Gesellschaft und Politik 9 (2025) (double-blind-review) (gem. mit Ilona Nord).
Does school and extracurricular Education adress the topic of "Antisemitism and Muslims" – and how does it? Content fields and characteristics of educational approaches, in: Journal of Contemporary Antisemitism , 7 (2024), 3: 41-55 (double-blind-review).
Implikationen des „Historikerstreits 2.0“ für die antisemitismuskritische Bildung, in: medaon. Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung , 18 (2024), Nr. 35 (double-blind-review).
Antisemitische Einstellungen unter Jugendlichen in Deutschland. Ein systematisches Review quantitativer empirischer Studien, in: Perspektiven der empirischen Kinder- und Jugendforschung , 10 (2024), 2: 5-37 (double-blind-review).
Konformismus statt Reflexion? Nicht-intendierte Effekte antisemitismuskritischer Bildung, in: Aschkenas. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden , 32 (2022), 2: 377-403.
Erinnerung an NS-Verbrechen als Lerngelegenheiten? Eine argumentationsanalytische Rekonstruktion von ‚#Uploading_Holocaust‘, in: zdg. Zeitschrift für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften , 12 (2021), 2: 82-101 (double-blind-review) (gem. mit Stefan Müller).
Der Nahostkonflikt und auf ihn bezogene Kontroversen als Lerngegenstände. Perspektivierungen in Materialien der politischen Bildung und ihre Bezüge zur Antisemitismusprävention, in: Steve Kenner/ Tonio Oeftering (Hg.), Standortbestimmung Politische Bildung. Gesellschaftspolitische Herausforderungen, Zivilgesellschaft und das vermeintliche Neutralitätsgebot, Frankfurt/M.: Wochenschau Verlag 2021, S. 128-140.
Bearbeiterin:
Magdalena Tanzer, M.A.
Betreuer:
Prof. Dr. Helmut Breitmeier
Laufzeit: seit 2018
Kurzbeschreibung
Das Projekt richtet den Blick auf die politische Regulierung von Lebensmittelverschwendung in der Europäischen Union (EU). Durch die ernsten Konsequenzen in Bezug auf die ökologische, ökonomische und soziale Dimension stellt Lebensmittelverschwendung eine elementare Herausforderung für eine nachhaltige Transformation dar. Die globale Gemeinschaft hat im Rahmen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) reagiert: SDG 12 enthält das Ziel, die weltweite Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren. Das Dissertationsprojekt knüpft an Forderungen nach neuen Governance-Modellen für die Verwirklichung nachhaltiger Entwicklung an. Es bietet einen Überblick über Formen der EU-Regulierung im Politikfeld der Lebensmittelsicherheit, um daraus die Voraussetzungen für eine effektive Regulierung mit dem Ziel der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung abzuleiten.