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Masterschwerpunkt „Holocaust- und Lagerliteratur“

Zur Definition von Holocaust- und Lagerliteratur nach dem Gießener Verständnis der Arbeitsstelle Holocaustliteratur

Kurzprofil

  • Charakteristika: Das bundesweit einzigartige Profilfach bildet zukünftige Multiplikator:innen aus; es verbindet literaturwissenschaftliche Forschung mit Didaktik für eine verantwortungsvolle Holocaust Education
  • Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester
  • Bewerbungsfrist (zum SoSe 26):
    • 20.03.2026 (für Personen mit BA-Abschluss in Deutschland)
    • 28.02.2026 (für Personen mit BA-Abschluss im Ausland)
  • Regelstudienzeit: 4 Semester
  • Credit Points: 40 CP
  • Abschlussprüfung: Masterprüfung
  • Akademischer Grad: Master of Arts (M.A.)

Gegenstände des Schwerpunkts „Holocaust- und Lagerliteratur“


Der Schwerpunkt „Holocaust- und Lagerliteratur“ innerhalb des Masterstudiengangs Germanistik, der seit dem Wintersemester 2020/21 am Institut für Germanistik der JLU Gießen angeboten wird, stellt bundesweit bislang ein einmaliges Studienangebot dar. Er soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, vor allem aus einer literaturwissenschaftlichen Perspektive systematisch die wissenschaftliche (aber auch didaktische) Ausbildung von zukünftigen Multiplikatoren im Hinblick auf die vielfältigen Bereiche der Holocaust-Education auch außerhalb von Schulen (Erwachsenenbildung, Gedenkstätten, politische Bildung etc.) zu stärken.

In der zweijährigen Studienzeit erwerben die Studierenden ...

  • grundlegende Kenntnisse über die historische Ereignisgeschichte des Holocaust von 1933 bis 1945, vor allem aber über die gesellschaftspolitische Aufarbeitungsgeschichte sowie ihre literarische/mediale Repräsentation in Deutschland von 1945 bis in die Gegenwart ;
  • unterschiedliche Theoriekonzepte zur Erforschung der Holocaust- und Lagerliteratur sowie die Entwicklung der Gattung bzw. des Diskursfeldes und der unterschiedlichen (Sub-)Genres ;
  • wesentliche Kenntnisse zu zentralen Texte und Autor:innen der Holocaust- und Lagerliteratur ;
  • zentrale Konzepte der Gedenkstättenpädagogik in Verbindung mit den Textzeugnissen – Diese werden u.a. im Rahmen von Exkursionen erprobt sowie mit Blick auf die unterschiedlichen Bildungskontexte kritisch reflektiert

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im Rahmen dieser Seminare zu Gedenkstätten-Teamern ausgebildet, was zusätzlich zertifiziert wird.

  • Schlüsselkompetenzen des fachlichen Anforderungsprofils (z. B. selbstständige Informationsbeschaffung und -verarbeitung, sichere schriftliche und mündliche Darstellung, Methodenreflexion sowie Kommunikations- und Präsentationskompetenz)