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Die Briefe Felix Hartlaubs

Titel des Forschungsprojekts

Die Briefe Felix Hartlaubs (1913-1945). Kommentierte kritische Edition in digitaler Form.

 

Laufzeit

seit 1. April 2025

 

Projektleitung und Bearbeiter

Leitung: Prof. Dr. Dr. h.c. Martina Hartmann (Monumenta Germaniae Historica, München) und Prof. Dr. Wolfram Pyta (Neuere Geschichte, Historisches Institut der Universität Stuttgart)

Bearbeiter: PD Dr. Harald Tausch (Gießen / München)

 

Zusammenfassung

Das Ziel des Arbeitsvorhabens ist es, alle überlieferten Briefe Felix Hartlaubs (1913-1945) erstmals in einer umfassend kommentierten wissenschaftlichen Edition zugänglich zu machen.

Der promovierte Historiker, Schriftsteller und wissenschaftliche Mitarbeiter am Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) Felix Hartlaub wird von der neueren kulturhistorischen Forschung als einer der aufmerksamsten, kritischsten und sensibelsten Beobachter der deutschen Zeitgeschichte insbesondere in den Jahren des „Dritten Reiches“ eingeschätzt. Zudem wird er von der Literaturwissenschaft als die vielleicht stärkste literarische Stimme seiner Generation entdeckt. Seine Briefe, die für sein Leben die wichtigste Quellenbasis darstellen, sind jedoch nur für die Jahre des Zweiten Weltkriegs ab 1939 editorisch erschlossen, und auch dies nur in einer mehrere Textgattungen umfassenden Auswahlausgabe. Eine kommentierte wissenschaftliche Edition seiner sämtlichen Briefe aus dem Zeitraum der Weimarer Republik, den frühen Jahren der nationalsozialistischen Diktatur und aus der Zeit des Weltkriegs, als Hartlaub einerseits am Kriegstagebuch des OKW im Führerhauptquartier mitarbeitete, sich aber andererseits Widerstandskreisen in Berlin anschloss, ist daher ein dringliches Desiderat sowohl der Geschichts-, als auch der Literaturwissenschaft. Auf ihrer Basis wird sich nicht nur der intellektuelle Werdegang eines der außergewöhnlichsten deutschsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts verfolgen lassen, sondern es werden auch neue Sichtweisen auf das kulturelle Leben einer der ereignisreichsten Epochen der deutschen Geschichte ermöglicht, denn von keinem anderen Angehörigen der sogenannten „verlorenen Generation“ des Interbellum zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg hat sich eine solche Vielzahl solch dicht aufeinander folgender und ein ausgesprochen aufschlussreiches, weil non-konformistisches Geschichtsbild zeichnender Briefe erhalten, wie von dem jungen Intellektuellen Felix Hartlaub.