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Workshop: Mehr als Mitgefühl – Allyship in Aktion

21.05.2026, 17.30-20.30 Uhr

Allyship (Verbündete sein) ist kein Persönlichkeitsmerkmal. Es ist eine Praxis.

Wir wissen, dass Diskriminierung existiert. Vielleicht haben Sie oder andere sie selbst erlebt. Vielleicht haben Sie eine Mikroaggression beobachtet und nicht gewusst, wie Sie reagieren sollten. Vielleicht wollten Sie helfen, aber hatten Angst, als Saviour (Retter*in) wahrgenommen zu werden. Oder Sie fragen sich, ob Ihr Engagement wirklich etwas bewirkt oder ob es performative Allyship bleibt.

Genau hier setzt dieses Training an. Werden Sie ein*e Ally (Verbündete). Nicht irgendwann. Jetzt.

In diesem interaktiven Online-Training lernen Sie, was Allyship wirklich bedeutet. Wir arbeiten mit echten Szenarien aus dem Hochschul- und Arbeitsalltag, diskutieren und entwickeln gemeinsam konkrete Strategien, die sofort angewendet werden können.

Was Sie erwartet:

  • Allyship verstehen: Was es ist, was es nicht ist, und warum der Unterschied zwischen echtem Engagement und performativer Allyship zählt
  • Den feinen Unterschied zwischen Ally und Saviour kennenlernen, und warum er entscheidend ist
  • Mikroaggressionen erkennen und benennen, auch wenn sie subtil sind
  • Eigene Privilegien reflektieren: Ohne Schuld, aber mit Klarheit
  • Konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickeln

Für wen? Für Studierende, Universitätsmitarbeitende und Akteur*innen der Antidiskriminierungsarbeit

Format: Online | 3 Stunden | interaktiv & diskussionsbasiert

Sprache: Deutsch

Referentin: Mina Mangal von Diversity Connects 

Anmeldung: Per Mail an buerochancengleichheit@admin.uni-giessen.de (Bitte JLU-Mailadresse nutzen, danke.)
Den Zugangslink zum Workshop erhalten Sie per Mail kurz vor Veranstaltungsbeginn.

Der Workshop wird anlässlich des deutschen Diversity-Tags organisiert vom Büro für Chancengleichheit sowie der Antidiskriminierungsbeauftragten der JLU, in Kooperation mit dem Antidiskriminierungsnetzwerk Mittelhessen. 

 

 

Veranstaltungsreihe: Solidarity now! Gemeinsam gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus

Das Büro für Chancengleichheit lädt mit einem vielfältigen Programm aus Vorträgen, Workshops und Diskussionsformaten dazu ein, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus sowie deren Schnittstellen in Gesellschaft, Wissenschaft und Alltag in den Blick zu nehmen. Expert*innen aus Praxis und Forschung geben Einblicke in Diskriminierungsmechanismen, Präventionsansätze und Empowerment-Strategien. Ziel ist es, Räume für Austausch, Sensibilisierung und Solidarität zu schaffen - an der Hochschule, sowie darüber hinaus.

Programm und Anmeldung

 

 

 

GOLEM Gatherings – retreat, create, regain: Ein Wochenende für jüdische Studierende/Studierende mit jüdischer Familiengeschichte

17.-19.10.2025
Seminarhaus in Hessen

Die JLU bietet in Kooperation mit OFEK e.V., VJSH sowie drei weiteren hessischen Hochschulen ein Empowerment- und Vernetzungswochenende für jüdische Studierende/Studierende mit jüdischer Familiengeschichte vom 17. bis 19.10.25 an.

Gerade in herausfordernden Zeiten ist es umso wichtiger, Räume für Kraft, Verbindung und neue Perspektiven zu schaffen. Seit dem 7. Oktober 2023 steht die jüdische Community in Deutschland vor besonderen Belastungen. Gleichzeitig zeigen sich beeindruckende Zeichen von Solidarität, Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung.
GOLEM Gatherings möchte inmitten all dessen einen hoffnungsvollen Ort eröffnen: einen Raum für Begegnung, Kreativität und kollektive Stärkung. Wir laden jüdische Studierende bzw. Studierende mit jüdischer Familiengeschichte in Hessen dazu ein, gemeinsam zur Ruhe zu kommen, neue Energie zu schöpfen und sich gegenseitig zu inspirieren.
Begleitet von der vielschichtigen Figur des Golem – Symbol für Resilienz, Kreativität und spirituelle Kraft – erkunden wir in einem Bildungshaus in Hessen mit kreativen und körperorientierten Methoden neue Wege des Empowerments. Dabei steht nicht Perfektion im Vordergrund, sondern die Stärke, die aus Unvollkommenheit, Vielfalt und Verbindung entsteht. Der Golem wird so zur Inspirationsquelle für eine widerständige, solidarische und lebensbejahende Zukunft.

Retreat
Wo und wie können wir loslassen, trauern, außer Kontrolle sein – und zugleich geerdet bleiben, Grenzen respektieren und wahrnehmen? Was brauchen wir, um das Gedankenkarussell für eine Weile anzuhalten, unseren Körper zu spüren und uns mit uns selbst, mit anderen Menschen und der Umwelt zu verbinden? Wie können wir unsere kreative Kraft entdecken und freisetzen, ohne auszubrennen? 
Um diesen Fragen in Ruhe und Vertrauen nachzugehen, verbringen wir gemeinsam den Shabbat. Neben angeleiteten Sessions gibt es Zeit für Rückzug und Erholung. Wer möchte, kann selbst etwas einbringen oder anbieten. Der Shabbat wird gemeinsam gestaltet und unter Anleitung begangen. Wir bemühen uns, koschere Vollverpflegung zu organisieren.

Für Wen?
Jüdische Studierende/Studierende mit jüdischer Familiengeschichte in Hessen. Uns ist es ein Anliegen, unterschiedlichen Erfahrungen Raum zu geben, wie etwa ostjüdischen, mizrahi, migrantischen oder säkularen Positionierungen. Insbesondere wollen wir Jüdinnen:Juden einen Raum ermöglichen, die beispielsweise als queere Personen neben Antisemitismus auch andere Diskriminierungserfahrungen in Deutschland machen.

Wo?
Ein geschlossenes Haus mit Garten, in Hessen, nur für uns. Aus Sicherheitsgründen wird der genaue Ort erst nach bestätigter Anmeldung bekannt gegeben. 

Wann? 
17. – 19. Oktober 2025. Damit wir ein vertrautes Miteinander schaffen können, ist es wichtig, dass Ihr an allen drei Tagen teilnehmt.

Selbstbeteiligungsbetrag: 
50€. Wenn die Teilnahme aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, meldet Euch bitte bei uns.

Was wir uns wünschen?
Ein mutiges und solidarisches Miteinander, einen machtkritischen Raum, in dem alle Verantwortung für sich selbst, das eigene Verhalten und für die Gruppe(ndynamiken) gleichermaßen übernehmen. Einen Raum, in dem selektiver Humanismus und Diskriminierungs-formen wie Queerfeindlichkeit, Rassismus, Ableismus, Klassismus, Altersdiskriminierung und Antisemitismus nicht konsequenzlos stehen gelassen, sondern kritisch reflektiert und transparent besprochen werden. 
Wir wollen an diesem Wochenende keine zermürbenden Diskussionen führen. Stattdessen wollen wir einen solidarischen, achtsamen, humanistisch-feministischen und empowernden Raum schaffen, in dem wir mit all unseren Anteilen sein dürfen.

Wer?
Das Retreat wird vom Empowerment-Bereich von OFEK e.V. konzipiert, organisiert und durchgeführt. Begleitet wird es von drei jüdischen Referent:innen mit unterschiedlichen biografischen Bezügen und Erfahrungen.
ANMELDEN könnt ihr euch bis zum 21. September 2025 über das Formular unter: 
https://forms.office.com/e/hmJMvtBECv?origin=lprLink
Um einen geschützten und erholsamen Rahmen zu gewährleisten, ist die Teilnehmendenzahl begrenzt. 

Das Projekt findet statt in Kooperation zwischen OFEK e.V., VJSH, der Stabsstelle Antidiskriminierung und Diversität der Philipps-Universität Marburg, der Antidiskriminierungsstelle der Goethe-Universität Frankfurt, der Stabsabteilung Büro für Chancengleichheit der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Antidiskriminierungsstelle der Technischen Universität Darmstadt.
Gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.

 

 

 

Impulse für eine antisemitismuskritische Hochschullehre - Workshop für Lehrende hessischer Hochschulen

12.09.2025, 9-16 Uhr
Online

Seit dem Massaker vom 7. Oktober 2023 in Israel und im Kontext des darauffolgenden Israel-Palästina-Krieges ist insbesondere der israelbezogene Antisemitismus an Hochschulen in Deutschland deutlich sichtbarer geworden. Aber Antisemitismus hat eine über hundertjährige Tradition an den Hochschulen und ist zudem grundlegend Teil von antidemokratischer Politik. Er zeigt sich aktuell u.a. in Form von israelfeindlichen Graffitis und Aufklebern, durch antisemitische Bilder und Kommentare in Chat-Gruppen, durch anti-israelische Parolen  während unterschiedlicher Protestformen, sowie körperlicher Gewalt. Jüdische Studierende und Lehrende fühlen sich an ihren Hochschulen nicht mehr sicher, da sie bedroht, beleidigt und sogar körperlich angegriffen werden. Mit diesen alltäglichen, antisemitischen Erfahrungen bleiben sie vielfach allein und erhalten von nichtjüdischen Menschen kaum Solidarität und Empathie.

Der Workshop richtet sich an Lehrende, die ihre Berufspraxis und Hochschullehre vor dem Hintergrund antisemitismuskritischer Impulse reflektieren und weiter entwickeln möchten. Ausgehend von den eigenen Beobachtungen und Erfahrungen mit dem Phänomen Antisemitismus reflektieren und analysieren wir zunächst seine berufliche Relevanz. Daran anknüpfend beschäftigen wir uns mit gegenwärtigen Erscheinungsformen und Manifestationen des Antisemitismus, wie etwa dem gegen Israel. Wir diskutieren nicht nur gängige Definitionen des Antisemitismus, sondern wenden sie mit Blick auf den Kontext Hochschule an. Die Suche nach Antworten auf die Frage, wie Lehrende an Hochschulen in der Lehre und darüber hinaus gegen Antisemitismus aktiv werden können, bildet den inhaltlichen Abschluss des Workshops, bei dem wir auch konkrete antisemitismuskritische Handlungsmöglichkeiten erarbeiten werden.

Lernziele

Die Teilnehmenden

  • kennen die Relevanz des Phänomens Antisemitismus für ihren beruflichen Alltag und sind sensibilisiert für die lange Geschichte des Antisemitismus an Hochschulen
  • kennen gängige Antisemitismusdefinitionen und können sie auf Alltagsphänomene an Hochschulen und darüber hinaus anwenden.
  • können antisemitische Aussagen, Verhaltensweisen und Codes erkennen, benennen und thematisieren.
  • reflektieren die eigene Position und können diese bei Bedarf „korrigieren“.
  • kennen Verbündete und Ansprechpartner*innen an den Hochschulen.

Dr. Thomas Gloy
Dr. Thomas Gloy studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Neuere Geschichte und promovierte über die „Explosion“ moralischer Diskurse im Nationalsozialismus. Er arbeitete in der politischen Bildung für Jugendliche und Erwachsene, in der Demokratiebildung beim Landessportbund Sachsen und ist seit 2021 für die Geschäftsstelle der Hochschuldidaktik Sachsen tätig. Seine wichtigste Veröffentlichung ist „Im Dienst der Gemeinschaft. Zur Ordnung der Moral in der Hitler-Jugend“ (2018).

Dr. Dana Ionescu 
Dr. Dana Ionescu studierte Politikwissenschaft, Soziologie und öffentliches Recht und promovierte zur Kontinuität traditioneller antisemitischer Narrative in die Gegenwart. Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Politikwissenschaft und der Geschlechterforschung an der Georg-August-Universität in Göttingen und ist seit 2022 Dozentin am Bildungszentrum des Bundes in Braunschweig. Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen gehören „Judenbilder in der deutschen Beschneidungskontroverse“ (2018) und „Antisemitismus in deutschen Parteien“ (2014).

Teilnahme

Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung hier an: https://eveeno.com/190134690

Veranstalterin

Stabsstelle Antidiskriminierung und Diversität der Philipps Universität Marburg
Antidiskriminierungsstelle der TU Darmstadt

 

 

 

Psychisch fit studieren. Das Forum für Dich.
authentisch. direkt. intensivSchmuckgrafik

27.05.2025, 17-19 Uhr (s.t.)
Online via Zoom

Gut studieren. Krisen überstehen. Zufrieden leben. Geht das? Und wie!

Anlässlich des Diversity-Tages laden dich die Antidiskriminierungsbeauftragte sowie die Beauftragte für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der JLU gemeinsam mit Irrsinnig Menschlich e.V. zum Austausch über die großen und kleinen Fragen zur psychischen Gesundheit im Studium ein.

Dich erwarten spannende Daten und Fakten rund um dein seelisches Wohlergehen im Studium. Du lernst Menschen kennen, die im Studium psychische Krisen gemeistert haben, voll im Leben stehen und ihre Lebenserfahrungen mit dir teilen möchten. Damit du gut gewappnet bist für dein Leben!

Erfahre mehr über:

  • Warnsignale psychischer Krisen
  • Bewältigungsstrategien
  • Unterstützung, Hilfe und Beratung an deinem Studienort

Anmeldung unter: buerochancengleichheit@admin.uni-giessen.de. Im Anschluss erhältst du den Zugangslink. Wir freuen uns auf dich!