Die agrarökologische Leistung kleinbäuerlicher Betriebe
JLU koordiniert das MultiCAS-Konsortium zur Bewertung der agrarökologischen Leistung von Landwirtschaft – Living Lab mit Betrieben der Solidarischen Landwirtschaft
Nr. 113 • 4. August 2026
Der Fokus bei MultiCAS liegt auf kleinbäuerlichen Betrieben, die in kurze Lebensmittelversorgungsketten mit engen Beziehungen zwischen Erzeugerinnen und Erzeugern sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern eingebunden sind. Das von der Welternährungsorganisation FAO entwickelte Bewertungstool TAPE (Tool for Agroecological Performance Evaluation) wird dabei praxisnah weiterentwickelt, um die Landwirtschaft besser an regionale Bedingungen anpassen zu können. In einem gemeinschaftlichen Prozess mit Landwirtschaft, Politik sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern entstehen in Deutschland, Italien, Frankreich, Slowenien und der Türkei sogenannte Living Labs als Testfelder für die Praxis. Das deutsche Living Lab wird von Forschenden der JLU in Hessen eingerichtet und mehrere Betriebe der Solidarischen Landwirtschaft umfassen.
Die JLU ist im Projekt MultiCAS durch Dr. Wiebke Niether, Jocelyn Parot und Anna Schmidt (alle von der Professur für Ökologischen Landbau) vertreten, unterstützt vom Zentrum für nachhaltige Ernährungssysteme (ZNE) und dessen Koordinatorin Dr. Irina Solovieva. An der JLU ist das Arbeitspaket angesiedelt, das Indikatoren für agrarökologische Leistungsfähigkeit entwickelt. Dafür nutzen die Forschenden neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch das Feedback von Partnerinnen und Partnern aus der Praxis.
An MultiCAS beteiligt sind neben der federführenden JLU die Universität Bologna (Italien), der Universität Côte d’Azur (Frankreich), das International Network for Community Supported Agriculture URGENCI (Frankreich), die Universität von Ljubljana (Slowenien), die Cankaya Universität sowie die Four Seasons Ecological Living Association (beide Türkei).
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Kontakt
Jocelyn Parot
Professur für Ökologischen Landbau
E-Mail: jocelyn.parot
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