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Bund-Land-Institut stärkt Gießener Lungenforschung

Bund und Land Hessen gründen mit dem Institut für Lungengesundheit eine weitere außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Gießen

Nr. 193 • 25. Oktober 2018

lungengesundheit
Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) haben der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (3.v.l.) und der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Dr. Michael Meister (r.) die Gründung eines Bund-Land-Instituts für Lungengesundheit besiegelt. Anwesend waren unter anderem Wissenschaftsminister Boris Rhein (l.), JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee (2.v.r.), Prof. Dr. Werner Seeger (3.v.r.), Sprecher des Exzellenzclusters "Cardio-Pulmonales Institut" an der JLU sowie Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), der die wissenschaftliche Koordination des Instituts für Lungengesundheit übernehmen wird, und Prof. Dr. Wolfgang Weidner, Dekan des Fachbereichs Medizin an der JLU (2.v.l.). Foto: Rolf K. Wegst
Nach dem jüngsten Erfolg in der Exzellenzstrategie mit dem Exzellenzcluster „Cardio-Pulmonales Institut“ (CPI) wird die renommierte Gießener Lungenforschung durch ein neues Bund-Land-Institut für Lungengesundheit weiter ausgebaut. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) haben der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Dr. Michael Meister, heute im Beisein von Wissenschaftsminister Boris Rhein und JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee die Gründung des Instituts besiegelt.

Der Bund und das Land Hessen finanzieren die Kosten in Höhe von 14 Millionen Euro für die dreijährige Aufbauphase des Instituts von 2019 bis 2021 jeweils zur Hälfte. Mit der Gründung des Bund-Land-Instituts ist ein weiterer Neubau für die Gießener Lungenforschung verbunden, der in der Nähe des Biomedizinischen Forschungszentrums Seltersberg (BFS) entstehen soll. Geplant ist, dass die dauerhafte Finanzierung nach der Aufbauphase zu 90 Prozent durch den Bund und zu 10 Prozent durch das Land Hessen erfolgen soll.

„Es freut mich sehr, dass sich mit dem Institut für Lungengesundheit eine weitere außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Gießen ansiedelt, die den Wissenschaftsstandort Mittelhessen weiter stärkt“, so JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Für dieses besondere Engagement bin ich dem Bund und dem Land Hessen sehr dankbar. Und insbesondere gilt mein Dank den Lungenforscherinnen und -forschern der JLU, die durch ihre herausragenden Forschungsleistungen die nationale und internationale Sichtbarkeit der JLU enorm gestärkt haben.“

Lungenkrankheiten gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen – jeder fünfte Todesfall wird durch eine Lungenkrankheit oder deren Folgen verursacht. „Um bei Lungenerkrankungen nicht nur die Symptome zu bekämpfen, sondern möglichst eine Heilung zu erreichen, werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Institut für Lungengesundheit erforschen, was eine gesunde Lunge widerstandsfähig macht, welche Prozesse in der Lunge bei Erkrankung ablaufen und wie gesundes Lungengewebe wiederhergestellt werden kann“, erläutert der Gießener Lungenforscher Prof. Dr. Werner Seeger, Sprecher des Exzellenzclusters CPI an der JLU sowie Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), der die wissenschaftliche Koordination des Instituts für Lungengesundheit übernehmen wird. Für Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, den Mitbegründer des Lungenschwerpunktes und Sprecher des LOEWE-Zentrums University of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC), ist der Universität und der hessischen Wissenschaftspolitik die Vollendung einer einzigartigen Forschungsarchitektur gelungen: „Nur wenn es wie in Gießen gelingt, alle interdisziplinäre Kompetenz in einem regionalen Wissenschafts- und Versorgungscluster zu bündeln, kann die Innovationsführerschaft in der modernen Lungenmedizin gefestigt und die Entwicklung dringend benötigter Therapien beschleunigt werden“, so Grimminger.

Auf dem Gebiet der Lungenforschung sind Gießener Medizinerinnen und Mediziner bereits seit Jahren national wie international an der Spitze. Schon seit der ersten Programmphase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder im Jahr 2006 wird an der JLU in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim und der Goethe-Universität Frankfurt am Main ein Exzellenzcluster im Bereich der Herz-Lungen-Forschung (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System, ECCPS) gefördert. Das ECCPS bildet den Vorläufer des jetzt in der Exzellenzstrategie bewilligten CPI.

Weitere Einrichtungen haben die Gießener Lungenforschung seit dem Erfolg in der Exzellenzinitiative gestärkt: Neben dem LOEWE-Zentrum UGMLC ist die JLU Hauptsitz des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL). Auch in der baulichen Entwicklung spiegelt sich die Stärke der Gießener Lungenforschung wider. Das ECCPS erhielt einen Neubau; für das im Campusbereich Seltersberg / Medizin entstehende Center for Infection and Genomics of the Lung (CIGL), das jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Hessen finanziert wird, wurde Anfang Juli Richtfest gefeiert.

Vernetzt sind die Gießener Lungenforscherinnen und -forscher nicht nur in der Region Mittelhessen und Rhein-Main, sondern auch international. So kooperieren sie beispielsweise in der auch für die Breitenmedizin wichtigen Höhenforschung mit Forscherteams in der autonomen Region Tibet (VR China), in China, Kirgistan, Chile, Peru und in den USA.

Zu welchen Leistungen sie fähig sind, zeigt nicht zuletzt der vom Bundespräsidenten verliehene Zukunftspreis für den Gießener Lungenforscher Prof. Dr. Ardeschir Ghofrani.
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